Fahrplanauskunft

06.05.2014

Bauarbeiten auf der A7: Bahnunternehmen für Umsteiger gerüstet

Verkehrsprognose zeigt Verlagerungseffekte/ Mehr Sitzplatzkapazitäten zwischen Kiel und Hamburg

Die A7 wird zur Großbaustelle: Zuerst stehen Bau- und Sanierungsarbeiten im Hamburger Raum an, ab Herbst gibt es dann auch in Schleswig-Holstein zwischen dem Bordesholmer Dreieck und Neumünster erste Einschränkungen. Bis voraussichtlich 2018 dauern die Arbeiten, mit denen die A7 für den wachsenden Autoverkehr gerüstet werden soll.

Eine durch den Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr und die LVS Schleswig-Holstein in Auftrag gegebene Untersuchung des Gutachterbüros SSP Consult zeigt: Vor allem auf längeren Strecken, auf denen deutlich Reisezeit eingespart werden kann, werden Pendler vom Auto auf die Bahn umsteigen. Das gilt zum Beispiel für die Verbindungen zwischen Kiel und Hamburg oder zwischen Neumünster und Hamburg.

Die Bahnunternehmen in Schleswig-Holstein sind für die Umsteiger gerüstet: Auf der Verbindung zwischen Kiel und Hamburg, auf der die meisten Ausweicher erwartet werden, hat die Regionalbahn Schleswig-Holstein durch einen zusätzlichen Waggon das Sitzplatzangebot erhöht. Zum Jahresende soll es zwischen Kiel und Hamburg zudem alle 30 Minuten eine Verbindung geben.

Ab Dezember 2014 wird die nordbahn in neuen Elektrotriebwagen zwischen Itzehoe und Hamburg und zwischen Wrist und Hamburg ebenfalls deutlich mehr Sitzplätze anbieten. 2015 plant zudem die AKN Eisenbahn AG mit neuen Triebwagen die Kapazitäten auf der A7-nahen Strecke von Neunmünster über Kaltenkirchen nach Hamburg deutlich auszuweiten.

Auf anderen Verbindungen reicht der Prognose nach das bestehende Angebot, um die Verlagerungen aufzufangen. Die SSP-Untersuchung finden Sie hier.