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Der Sonderverkehr von und nach Schönberg zur Kieler Woche 2012 - ein Fazit

Eintrag von Lukas Knipping, 29.06.2012

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Die Buden, Bühnen und Fahrgeschäfte sind abgebaut, die Großsegler längst weitergereist; die Kieler Woche 2012 ist nun schon seit einigen Tagen Geschichte: Zeit für ein Fazit zum Sonderverkehr zwischen Kiel und Schönberger Strand.

Im Vergleich zum letzten Jahr wurde das Angebot zwischen Kiel, Schönberg und Schönberger Strand deutlich ausgeweitet. An beiden Wochenenden verkehrten die Züge der Regionalbahn Schleswig-Holstein und des Vereins Verkehrsamateure und Museumsbahn (VVM) im Auftrag der LVS von Freitagnachmittag bis Sonntagnacht durchgehend im Zwei-Stundentakt. Eine starke Leistung, insbesondere auch der ehrenamtlich tätigen Kräfte des VVM.

In Schönberg bestand durchgängig die Möglichkeit zum Umstieg zwischen den Zügen der RBSH und des VVM.

Überschattet wurde der Sonderverkehr von einem, zum Glück vergleichsweise glimpflich verlaufenen, Unfall am Bahnübergang Franziusallee in Ellerbek. Nach ersten Erkenntnissen der Polizei übersah am Morgen des 24. Juni ein Autofahrer die Blinklichtanlage des Bahnübergangs und kollidierte seitlich mit dem kreuzenden Treibwagen. Während der Triebfahrzeugführer und die Fahrgäste unverletzt blieben, musste der Autofahrer mit leichten Verletzungen ins Krankenhaus eingeliefert werden. In der Folge mussten drei Zugfahrten ausfallen.

Während noch im letzten Jahr der vielfach geäußerte Wunsch der Fahrgäste, auch abends von der Kieler Woche mit dem Zug heimzufahren, enttäuscht werden musste, fuhren die Züge dieses Jahr bis in die Nachtstunden hinein. Hierzu waren besondere Vorkehrungen notwendig: Zum einen wurden die vorhandenen historischen Bahnsteige mit provisorischer Beleuchtung ausgestattet, zum anderen mussten zunächst noch weitere Triebfahrzeugführer die notwendige Streckenkenntnis erlangen.

Auch für die Kollegen der Regionalbahn ein noch ungewohnter Ausblick: der selten befahrene Streckenabschnitt zwischen Oppendorf und Schönberg.

Die Ausweitung der Fahrten bis in die Abendstunden wurde dabei sehr gut angenommen: Von den insgesamt über 1900 Fahrgästen, die das Zugangebot während der Kieler Woche nutzten, fuhr ein erheblicher Anteil an den Abenden. Vor allem die beiden Samstage stechen hierbei hervor. Die späten Züge waren, mit zum Teil über 100 Fahrgästen, ausgesprochen gut ausgelastet. Die Zahl der Fahrgäste konnte damit im Vergleich zum Vorjahr nahezu verdoppelt werden.

Die Kunden nutzten die Züge erwartungsgemäß vor allem zum Besuch der Kieler Woche. Überraschend jedoch ist, wie viele Ausflügler aus Kiel kommend während der Wochenenden tagsüber in Richtung Schönberger Strand unterwegs waren.

Eine größere Reisegruppe mit Fahrrädern wechselt in Schönberg die Züge.

Hinter den Erwartungen zurück blieb die Nachfrage am ersten Freitag und am letzten Sonntag. Hier könnte es zunächst noch an Bekanntheit des Angebots gemangelt haben. Den Fahrgastzahlen am zweiten Sonntag sicherlich nicht zuträglich waren die drei - in Folge des Unfalls – ausgefallenen Fahrten am Vormittag und das sehr schlechte Regenwetter, dass der Kieler Woche an diesem Tag insgesamt sehr zusetzte.

Abschließend kann festgehalten werden, dass sich die Ausweitung in die Abend- und Nachtstunden sehr bewährt hat und bei einer Fortsetzung zur Kieler Woche 2013 beibehalten werden sollte.

Große Aufmerksamkeit zieht die Zugkreuzung einer Regionalbahn mit einem historischen Sonderzug in Schönkirchen auf sich.

Gemeinsame Presseinformation der LVS, der RBSH und des VVM

(Die Bilder Nummer 1,3 und 4 wurden freundlicherweise von Mitgliedern des VVM zur Verfügung gestellt.)

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Kommentare

  • Hallo liebe LVS,

    die Zugfahrten zur Kieler Woche 2012 haben mir sehr gut gefallen und ich hoffe die Fahrten werden 2013 auch wieder angeboten!

    Vielleicht auch von Montag bis Sonntag?

    Mit freundlichen Grüßen

    ANDRE OELLERMANN

    Geschrieben von Andre Oellermann, 12/07/2012 11:35am (vor 6 Jahren)