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Fehmarn-Burg: Eröffnungsveranstaltung am 31.7.2010

Eintrag von J.Schulz, 28.07.2010

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Hier ein paar Details zur Eröffnungsveranstaltung am 31.7.2010 in Fehmarn-Burg:

  • Die geladenen Gäste erreichen die neue Station mit dem Hamburger-Strand-Express, der um 10.42 Uhr in Fehmarn-Burg ankommt.
  • Dann erfolgt die Begrüßung durch den Fehmeraner Bürgermeister, es folgen Grußworte von MWV, AKN, DB und LVS
  • An der Station gibt es Infostände bzw. Infotafeln von DB Regio und AKN.
  • Beim LVS-Bahnlinienpuzzle gibt es insgesamt 30 Schleswig-Holstein-Tickets zu gewinnen. Außerdem mit dabei: Der LVS-Kickertisch.
  • Nur für die geladenen Gäste fährt um 12.15 Uhr ein Sonderzug zurück nach Oldenburg und Lübeck.

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen. Das Fehmarnsche Tageblatt berichtete übrigens am 23.7. (Link: hier) über die anstehende Eröffnung, wobei Projektkosten von ca. 6 Mio. € genannt wurden. Tatsächlich sind es jedoch bisher ca. 4 Mio. € die durch die AKN und die DB AG investiert wurden. Die Differenz entstand vermutlich, weil beim Variantenvergleich (Standort an der Hauptstrecke vs. zentrumsnaher Standort) die Situation nach Eröffnung der festen Fehmarnbeltquerung betrachtet wurde. Dann muss die Strecke zum zentrumsnahem Standort elektrifiziert werden, was mit ca. 2 Mio. € zu beziffern ist. Diese Kosten fallen selbstverständlich erst später an. Ab dem 31.7. gilt dann der unter diesem Link verfügbare Fahrplan: Fahrplantabelle 140 Lübeck-Fehmarn und zurück (diese Fahrplantabelle sollte eigentlich bereits ab 13.6. gelten). Einen guten Überblick über den Stand der Bauarbeiten verschafft ein Beitrag im Nahverkehrsforum unter folgendem Link: http://www.bahninfo-forum.de/read.php?27,297845. Noch nicht fertig sein wird die Busvorfahrt und Park-and-Ride-Anlage. Hier ist der Fertigsstellungstermin Ende August. Dann werden auch gute Anschlüsse mit dem Bus  in/aus Richtung Burgtiefe angeboten.

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Kommentare

  • Schön wäre es erstmal, wenn die Rendsburger Hochbrücke mal wieder zweigleisig werden würde, dann könnte auch mehr SPNV aus Richtung Kiel angeboten werden.

    Ansonsten sehe ich den Mehraufwand für neue Trassen in Anbetracht der Fahrtzeitersparnis und der Anzahl der Güterzüge auch kritisch.

    Geschrieben von Stefan Barkleit, 03/08/2010 4:59pm (vor 8 Jahren)

  • Die Güterwagenproblematik wird sicher nur langfristig zu lösen sein. Hier geht es ja um diverse EU-Länder. Was die Fehmarnbeltquerung angeht, frage ich mich, ob hier Kosten und Nutzen in einem vernünftigen Verhältnis zusammenstehen. Es hakt ja momentan nichts und die Fahrtzeitersparnis wäre eher gering. Wenn man schon viel Geld ausgeben will, wäre der Ersatz der Rendsburger Hochbrücke durch einen Tunnel sicher sinnvoller. Dass der Güterverkehr mal gewaltig ansteigen wird, glaube ich nicht. Die letzte Krise hat gezeigt, dass permanentes Wachstum in der Wirtschaft nicht funktioniert. Fazit: Wir sind nur Zuschauer, aber auch Steuerzahler. Bei den Schulden in Deutschland sollte man die Investitionen für die Hinterlandanbindung auf ein Minimum begrenzen. Ein, zwei Güterzüge in der Stunde über die Alttrasse rechtferigen keine Milliardeninvestition für neue Trassen, finde ich.

    Geschrieben von Bahnkunde, 02/08/2010 8:58pm (vor 8 Jahren)

  • Eine Verlegung der Trasse würden damit nur die Symptome behandeln, aber nicht die wirklichen Ursachen bekämpfen, nämlich, dass viele Güterwagen immer noch viel zu laut sind.

    Bei einer Betrachtung der Mehrkosten einer Neubaustrecke, die zudem trotz Bündelung mit der Autobahn einen erheblichen Eingriff in die Natur und das Landschaftsbild darstellen würde, könnten davon schon sehr viele Güterwagen lärmsaniert oder durch neue Modelle ersetzt werden.

    Unbestritten ist jedoch, dass man auch bei einer Beibehaltung der Bestandsstrecke sehr viel in den Lärmschutz investieren müsste und auch sollte.

    Geschrieben von Stefan Barkleit, 02/08/2010 5:06pm (vor 8 Jahren)

  • Richtig, das ist manchmal ein bunter Mix von vielen Betreibern und aus verschiedenen Ländern. Hier gibt es meist die Auffälligkeiten. Bei gleichartigen Wagen, beispielsweise von und nach Skandinavien ist der Geräuschpegel meist deutlich geringer. Sowas kennt man von den LKW her: Anderswo sieht man vieles lockerer. Manchmal hängt es auch vom Fahrstil der Triebfahrzeugführer ab: Nicht nur einmal habe ich in Elmshorn beobachtet, dass auf ein grünes Signal spekuliert wird. Kommt das dann doch nicht, gibt es eine mächtige, stinkende Rauchwolke beim Bremsen. Im Zeitalter der Computer müßte es doch möglich sein, Güterzüge so zu steuern, dass man meist ohne solche Gewaltbbremsungen fährt.

    Geschrieben von Bahnkunde, 30/07/2010 11:11pm (vor 8 Jahren)

  • Das Problem liegt auch darin, dass bei weitem nicht alle Güterwagen, die in Deutschland fahren, auch Güterwagen deutscher Firmen sind.

    Geschrieben von Stefan Barkleit, 30/07/2010 9:07pm (vor 8 Jahren)

  • Ein erster Schritt wären andere Bremsklötze, die es schon gibt. Dazu müßte die Wartung verbessert werden: Güterwagen, an denen die Bremse während der Fahrt leicht anliegt, können nicht in Ordnung sein. Das gilt auch für gravierende Flachstellen: Sowas darf nicht durch die Gegend fahren, bis es kritisch wird. Der Einbau neuer Bremssysteme dauert sicher etwas länger.

    Geschrieben von Bahnkunde, 30/07/2010 8:53pm (vor 8 Jahren)

  • @Bahnkunde : Da haben wir Konsens. Ich glaube auch nicht, dass die Bestandsstrecke erhalten bleibt, wenn eine Neubausstrecke kommt.

    Was aus meiner Sicht bisher nicht problematisiert wird, ist, wie die Ostseebäder später vernünftig mit Regionalverkehr erschlossen werden sollen, denn die neu projektierten Haltepunkte liegen alle weit weg von den Ostseebädern.

    Was zum Güterverkehr hinzuzufügen ist : Auch an einer Bestandsstrecke kann heute schon sehr viel an Lärmschutz gemacht werden , das Problem ist jedoch, dass bei den Güterzügen selbst bisher zu wenig für den Lärmschutz getan wird.

    Hier müsste die Politik und vor allem die EU tätig werden, durch neue Güterwagen mit modernen Bremssystemen und besseren Abdeckungen der Lärmquellen wäre hier noch viel Potential vorhanden. Die Schweizer haben in den 90er Jahren zum Beispiel schon sehr viel in dieser Richtung erprobt.

    Geschrieben von Stefan Barkleit, 30/07/2010 4:15pm (vor 8 Jahren)

  • @ Stefan Barkleit: Die Streckenverlegung dürfte mit großer Wahrscheinlichkeit kommen. Weder in Neustadt, noch in den anderen Badeorten wird man den Güterverkehr vor der Haustür akzeptieren. Dem kann ich nur zustimmen: Güterzüge sind wegen oft nicht richtig trennender Bremsen und häufiger Flachstellen schlimme Krachmacher. Zudem sind die Kurvenradien auf der Alttrasse einfach zu klein, um die anvisierten 160 kmh zu realisieren. Dass die gesamte alte Trasse für den SPNV erhalten bleibt, wenn es zu einer Neubautrasse kommt, halte ich für wenig wahrscheinlich. Die geplante Anbindung von Neustadt ist unzureichend und dieser "Flügelbahnhof" in der Walchei sicher schlecht durchdacht.

    Geschrieben von Bahnkunde, 30/07/2010 2:24pm (vor 8 Jahren)

  • @Bahnkunde : Meine Überlegungen bezogen sich in der Tat auf den heutigen Streckenverlauf. Die Verlegung des Haltepunktes Neustadt West an die Autobahn vermag mich wenig zu begeistern.

    Geschrieben von Stefan Barkleit, 30/07/2010 1:29pm (vor 8 Jahren)

  • @ Stefan Barkleit: In dem von mir eingestellten Link der Bahn sind unter "Die Planungen" auch Trassenkarten eingestelt. Hier stellt es sich so da, dass die neue Haupttrasse weit an Neustadt vorbeiführt. Vor der neuen Abzweigung nach Neustadt an der Autobahn 1 in freier Natur ist ein neuer Haltepunkt Neustadt-West eingezeichnet, der wohl Sierksdorf ersetzen und Flügelpunkt sein soll. Eine Verbindung Richtung Norden ist von Neustadt her nicht mehr vorgesehen. (Das war der Ausgangspunkt für meine Überlegungen.)

    Geschrieben von Bahnkunde, 30/07/2010 11:28am (vor 8 Jahren)