Fahrplanauskunft
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Infrastrukturmängel zwischen Neumünster und Flensburg

Eintrag von Jochen Schulz, 02.12.2011

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Hier wird auf eine Langsamfahrstelle mit 70 km/h hingewiesen

"Technische Störung an der Strecke: Zwischen Flensburg und Neumünster kommt es derzeit zu Verspätungen": Diese Meldung lesen derzeit alle Reisenden, die sich auf der Internetseite der Bahn über den Fahrplan zwischen Neumünster und Flensburg informieren. Dahinter steckt, dass seit 1.12.2011 auf längeren Streckenabschnitten zwischen Neumünster und Flensburg nur noch mit eingeschränkter Geschwindigkeit gefahren werden darf. Diese Geschwindigkeitseinschränkungen, die so genannten La-Stellen (Langsamfahrstellen) wurden aufgrund von Oberbaumängeln der Infrastruktur der DB Netz AG verhängt. So etwas passiert immer mal wieder, doch die Dimension der jetzigen Einschränkungen ist einmalig. Sie hat deutliche Auswirkungen auf die Betriebsqualität der Strecke Neumünster-Flensburg, wirkt sich aber aufgrund von Anschlussbeziehungen in Reiseketten auch auf die Strecken Kiel-Hamburg und Kiel-Husum aus. Wir bedauern die Nachteile, die den Reisenden hierdurch entstehen und haben bei der DB Netz AG eine zügige Beseitigung der Mängel eingefordert.

Dies ist an den Stationen zwischen Neumünster und Flensburg derzeit leider häufig zu sehen

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Kommentare

  • @bahnnutzer:
    Ich habe Ihre Frage an die Regionalbahn Schleswig-Holstein weitergeleitet und bekam die folgende Antwort. Bitte entschuldigen sie die relativ späte Beantwortung und beachten Sie, dass offenbar mittlerweile zumindest teilweise eine Entspannung der Situation eingetreten ist:
    "Hallo Herr Schulz,

    bitte entschuldigen Sie, dass ich erst heute antworte. Ich war gestern
    nahezu den ganzen Tag in Besprechungen.

    Die grundsätzliche Regelung zur Anschlusssicherung stellt die gemeinsam mit
    Ihnen erarbeitete Wartezeitregelung dar, die für die Knotenbahnhöfe die
    maximale Wartezeit inklusive Übergang festlegt.
    Alle darüber hinaus gehenden Anschlussaufnahmen werden im Zuge der Anschlussvormeldung durch den Kundenbetreuer und abhängig von der zu dem
    Zeitpunkt herrschenden betrieblichen Lage dispositiv geregelt.
    Die Erfahrungen seit vergangenem Donnerstag zeigen, dass
    in Neumünster
    - die RB nach Kiel grundsätzlich auf verspätete SHE aus Hamburg wartet
    - der RE nach Hamburg grundsätzlich den Anschluss aus der verspäteten RB
    (an meistens +10) aus Flensburg abwartet

    in Flensburg
    - die IC nach Kopenhagen nach Vormeldung bis zu 10 Minuten über die eigentliche Abfahrtszeit hinaus warten und dieser Anschluss bis auf einzelne Ausnahmen erreicht wurde.

    Seit gestern früh hat sich die Lage auf der Strecke Neumünster - Flensburg entspannt, die Verspätungen v. a. Richtung Süden haben sich spürbar reduziert."

    Geschrieben von Jochen Schulz (LVS), 08/12/2011 9:14am (vor 6 Jahren)

  • weiss jemand wie viele Minuten die Züge in HH verspätet ankommen ?

    Geschrieben von heike, 06/12/2011 10:51pm (vor 6 Jahren)

  • Ist doch leider nichts neues. Man kann sich auch nur auf eine Sache konzentrieren. Und wenn man den Zeitplan der Wiedereröffnung Neumünster-Bad Segeberg noch im Kopf hat lässt das ja hoffen, dass wir 2015 dann die jetzigen Langsamfahrstellen los sind.

    Wer Ironie findet oder nachmacht kann das gerne machen ;-)

    Geschrieben von Stephan Giehl, 05/12/2011 9:17am (vor 6 Jahren)

  • Es wäre natürlich hilfreich zu wissen, welche Anschlüsse in Neumünster, Elmsorn, Flensburg und Hamburg erreicht werden und welche nicht. Kann man dazu nicht eine verlässliche Aussage machen?
    Gibt es möglicherweise sogar Regelungen, welche Anschlüsse sichergestellt werden (z. B in Flensburg nach Kopenhagen oder in Neumünster nach Hamburg/Kiel/Bad Oldesloe)?

    Geschrieben von bahnnutzer, 04/12/2011 2:54pm (vor 6 Jahren)

  • Ich habe das in Teilbereichen heute auch gesehen. Es tut sich scheinbar schon was. Bei Bokelholm gibt es eine kilometerlange Absperrung zwischen den Gleisen, Gasflaschen für Schweißarbeiten wurden angeliefert. Da sieht es nach erheblichen Arbeiten am Oberbau aus. Aber auch anderswo, wie zwischen Neumünster und pinneberg gibt es "Baustellen". Teilweise hat man die bereits entdeckt, aber auch Mängel, wie sogenannte Schlammlöcher, wo noch munter mit Vmax drübergefahren wird. Auch Schienen, wie von "Krupp 74", die im Kopf massiv abgefahren sind. Aus meiner Sicht fehlt hier ein Konzept für regelmäßige Pflege und Erneuerung. Passieren tut immer nur was, wenn der Meßzug Konsequenzen erfordert. Dabei ist die Strecke ein "Flaschenhals" für alle Züge nach Norden: Nur hier können E-Loks fahren.

    Geschrieben von Bahn beobachter, 02/12/2011 8:17pm (vor 6 Jahren)