Fahrplanauskunft
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NAH.SH vor Ort in Pinneberg

Eintrag von Bernhard Wewers, 13.05.2015

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Am Dienstagabend war ich mit NAH.SH-Fahrplangestalter Jochen Kiphard und weiteren Kollegen bei einer Bürgerversammlung im Pinneberger Rathaus. Die Themen des Abends: Die Startschwierigkeiten bei der nordbahn, der Fahrplanwechsel und seine Folgen. Über 100 Menschen aus Pinneberg, Tornesch und sogar einige Glückstädter waren gekommen. Wir haben bei dieser Veranstaltung nicht versucht, mit einer Präsentation den Fahrplan und Hintergründe des SPNV zu erklären. Stattdessen wollten wir mehr Raum für Fragen und Diskussion lassen. Das hat gut geklappt. Mir hat besonders gut gefallen, dass durch dieses neue Format sehr viele verschiedene Besucher etwas sagen konnten.

Wir konnten gestern nicht alle Fragen beantworten. Wir haben auch gemerkt, dass wir nicht Fahrgästen aus Pinneberg, Tornesch und Glückstadt die gleichen Antworten geben können, weil die Fahrplansituation der Städte unterschiedlich sind. Die Themen und Fragen des Abends werden wir jetzt sortieren und dokumentieren. Das Format wiederholen wir, weil uns der direkte Austausch mit den Fahrgästen wichtig ist.

Auf der Rückfahrt haben die NAH.SH-Mitarbeiter übrigens die Bahn-Verbindung mit Umstieg in Elmshorn genutzt und einmal mehr hautnah beobachtet, was viele Pendler jeden Tag erleben. Die nordbahn kam ein paar Minuten zu spät, der Umstieg klappte trotzdem. Wir beobachten weiter - versprochen. Kommen Sie gut an!

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Kommentare

  • Hallo an die Mitarbeiter von Nah.SH und die Leser hier,
    wann geht man endlich mal ran, den Schienenengpass zwischen Pinneberg und Elmshorn zu beseitigen?
    Als Zeitzeuge habe ich die Sache über viele Jahre verfolgt.
    Die Planungen dazu gibt es seit rund 50 Jahren, zunächst als zügige Verlängerung der Pinneberger Gleichstrom S-Bahn nach Elmshorn, die dieses Jahr im Herbst seit 48 Jahren in Betrieb sein wird.
    Das Hickhack in den letzten Jahrzehnten um diesen Streckenabschnitt ist kaum noch zu übertreffen, so mein Eindruck.
    Zunächst wurde die einfache Verlängerung der S-Bahn mit zwei Gleisen geplant, bis in das letzte Detail und für viel Geld.
    Für die Experten hier: Die Pläne dafür schlummern noch heute im Archiv des HVV.
    Es scheiterte angeblich, wie so oft, an der Finanzierung.
    Die halbe Wahrheit, da fehlte auch der unbedingte politische Wille, meine ich.
    Das Geld floss lieber in die Autobahn 23 usw.
    Etwa vor 25 Jahren kam man dann auf die Idee, für Elmshorn-Pinnebergnur ein Gleis zu brauchen, wenn man die S-Bahn auch für Oberleitungsbetrieb umrüstet und auf die Fernbahngleise ausfädelt.
    Herr Gert Hagemann aus Pinneberg war damals seiner Zeit voraus und warb mit großer Sachkenntnis für seine Pläne für die Hamburger S-Bahn (Nach Stade hat man es schließlich umgesetzt).
    Zwischenzeitlich wollte man sich das dritte Gleis ganz sparen und die Strecke Neumünster-Bad Oldesloe sollte zweigleisig mit Oberleitung ausgebaut werden, um den Güterverkehr aufzunehmen.
    Auch dieses Projekt aus dem Bundesverkehrswegeplan wurden nie umgesetzt, eine chaotische Planung, finde ich.
    Stattdessen wurde für den Güterverkehr in den letzten Jahren die "Megalösung" angestrebt: Beltunnel samt (inzwischen) größtenteils neuer Trasse bis Bad Schwartau.
    Auch dahinter benötigt man für viele hundert Millionen Euro neue Gleise, wobei noch nicht klar ist, ob Lübeck-Bad Kleinen, Lübeck-Lüneburg oder Lübeck-Hamburg ausgebaut werden sollen.
    Aber auch dieses Projekt wackelt wieder: Der Dänentunnel wird verschoben und es kamen Äußerungen, der Güterverkehr sollte weiter auf der Jütlandroute laufen.
    Das hieße aber auch, der Engpass Elmshorn-Pinneberg wird weiter vom Güterverkehr gebraucht.
    Andererseits steigt die Zahl der Einpendler nach Hamburg permanent an und an der Strecke fehlt zumindest ein zusätzlicher Haltepunkt Elmshorn-Süd, eventuell auch Pinneberg Nord (bei der S-Bahn Planung wollte man dafür Prisdorf aufgeben).
    Alles schlagkräftige Argumente, um endlich an den Bau des 3. Gleises ranzugehen.
    Mit einem GWB könnte man dann den Betrieb je nach Tageszeit nach oder von Hamburg wesentlich besser abwickeln: Kein schneller Zug würde dann von einer Regionalbahn, die überall hält, mehr aufgehalten werden.
    Technische Probleme gäbe es beim Bau nicht: Die Trasse dafür ist seit Jahrzehnten freigehalten und man müsste nur relativ wenige Bauwerke, wie den Hausbahnsteig in Prisdorf ersetzen oder neu bauen.
    Gegen die gigantischen Kosten für die Hinterlandanbindung Bahn FBQ wäre der Bau dieses knapp 15 km langen Gleises geradezu ein "Schnäppchen".
    Widerstand von Naturschutzorganisationen usw. wäre auch nur wenig zu erwarten, weil es ja nicht mehr Güterverkehr geben würde.
    Wenn man bedenkt, dass so ein Bauvorhaben mit Planung sicher um die 6 bis 8 Jahre dauern dürfte, sollte man damit sobald, wie möglich anfangen, finde ich.
    Dass die FBQ tatsächlich so umgesetzt wird, wie bisher geplant (Nur ein Bahngleis im Tunnel würde die Kosten wunschgemäß um einen Milliardenbetrag drücken) halte ich für ähnlich wahrscheinlich, wie dass Griechenland seine Schulden jemals zurückzahlt.
    Der Güterverkehr aus Skandinavien dürfte auch in 10 oder 20 Jahren noch vollständig über die Jütlandroute und entsprechend über Elmshorn-Hamburg laufen: Das Problem lässt sich nicht aussitzen, man muss möglichst bald handeln!
    Ich danke für Ihre Geduld beim Lesen!

    Geschrieben von Schleswig-Holsteiner, 02/06/2015 3:23pm (vor 3 Jahren)

  • Die Lokalpresse ("Pinneberger Tageblatt") hat zwischenzeitlich über die Veranstaltung im Pinneberger Ratssaal berichtet. Das Medienecho über die Zusammenkunft fällt indessen bei weitem nicht so positiv aus, wie diese von offizieller NAH.SH-Seite dargestellt wird:

    "Die Struktur des Abends stellte sich als katastrophal heraus. Möller sammelte mehr als eine Stunde lang Fragen aus dem Publikum. Die Veranstaltung war auf zwei Stunden angesetzt. Mit solch einem großen Interesse hatte der Moderator anscheinend nicht gerechnet. Denn es wurden immer mehr Themen, denen sich das Podium widmen sollte. ... Am Ende standen satte 40 Fragen bereit, beantwortet zu werden. Nur war bei der vierten Antwort die Zeit abgelaufen."

    Mehr dazu hier im Netz:

    http://www.shz.de/lokales/pinneberger-tageblatt/nordbahn-nah-sh-und-deutsche-bahn-stellen-sich-der-kritik-id9703831.html

    Geschrieben von CARPE DIEM, 21/05/2015 12:34pm (vor 3 Jahren)

  • Für einige Strecken gab es früher einmal so genannte Streckenbeiräte. Ein paar mal im Jahr trafen sich Betreiber und Verantwortliche mit den interessierten Bahnkunden für Informationsaustausch und Diskussionen. Sang- und klanglos verschwanden diese wieder. Vielleicht wäre eine Neuauflage für die Strecke Hamburg - Itzehoe möglich?

    Geschrieben von Bahnnutzer, 14/05/2015 4:58pm (vor 3 Jahren)