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Raisdorf: Steuerzahlerbund kritisiert Bahnhofsumbau

Eintrag von J.Schulz, 19.10.2009

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In der vergangenen Woche hat es der Bahnhof Raisdorf zu einem zweifelhaften Rum gebracht: Er wurde in das Schwarzbuch 2009 des Bundes der Steuerzahler aufgenommen (der Bericht zum Bahnhof Raisdorf ist hier zu finden). Kritisiert wird, dass der 2002 neu gebaute Außenbahnsteig heute nicht von allen Zügen genutzt werden kann und dass bald keine planmäßigen Kreuzungen in Raisdorf mehr stattfinden. Falsch ist aber schon einmal die Überschrift "Nicht genutzter Bahnsteig".  16-mal täglich hält ein Zug am "nicht genutzten" Bahnsteig in Raisdorf

Ich kann die Aufnahme in das Schwarzbuch nicht nachvollziehen, denn:

  1. wird der Bahnsteig heute regelmäßig genutzt (planmäßig nämlich Mo-Fr 16 mal und jetzt während des aufgrund der Bauarbeiten zwischen Preetz und Ascheberg veränderten Fahrplans sogar 32 mal);
  2. hat der Bahnsteig auch nach Inbetriebnahme des neuen Kreuzungsbahnhofes in Kiel-Elmschenhagen eine Daseinsberechtigung bei Verspätungen oder - wie heute - veränderten Fahrplänen aufgrund von Bauarbeiten;
  3. sollen nach Beendigung aller Modernisierungsarbeiten zwischen Kiel und Lübeck auch wieder planmäßige Zugkreuzungen stattfinden (dies wird allerdings erst frühestens 2013/2014 der Fall sein). Nur im Zwischenstadium der Gesamtmaßnahme ab Ende 2009 ist eine Beschränkung planmäßiger Kreuzungen auf Kiel-Elmschenhagen vorgesehen. Der Bahnhof Raisdorf wird allerdings weiterhin für Kreuzungen zur Verfügung stehen (s.o.).

Auch wenn Bau und Betrieb des Bahnhofes (der im Übrigen viele planerische und bauliche Mängel aufweist) durch die DB Station&Service AG erfolgt sind, haben wir uns was die betriebliche Notwendigkeit des Bahnsteiges klar gegenüber dem Bund der Steuerzahler geäußert und alle oben genannten Punkte erläutert. Mir scheint, als haben hier Leute mit wenig Verständnis für die besonderen Bedingungen des Bahnbetriebes über die Aufnahme in das Schwarzbuch entschieden.

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