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nordbahn: Betrieb läuft stabiler

Eintrag von Esther van Engelshoven, 17.04.2015

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Die NBE nordbahn und die Regionalbahn Schleswig-Holstein (RB SH) teilen sich seit dem 14.12.2014 den Betrieb auf den Strecken Hamburg – Kiel/Flensburg (Netz Mitte, Los A) sowie Hamburg – Wrist/Kellinghusen und Hamburg – Itzehoe (Netz Mitte, Los B). Im Los B gibt es mehr durchgehende Verbindungen von und nach Hamburg (Hbf und Altona), jedoch entfällt der Halt des RE Kiel – Hamburg (Los A) in Pinneberg. Viele Fahrgäste müssen sich an neue Zuglagen gewöhnen.

Beide Verkehrsunternehmen haben neue Fahrzeuge für ihre Strecken bestellt. Weil sich die Auslieferung verzögert, wurde die Betriebsaufnahme erschwert. Die RB SH kann die Neufahrzeuge voraussichtlich erst Ende 2016 in Betrieb nehmen und setzt solange vorhandene Fahrzeuge nach einem Übergangsfahrplan ein. Bei der NBE waren zu wenige Fahrzeuge im Einsatz, die auch z. T. noch technische Probleme aufwiesen. Die Folge waren Zugausfälle, Verspätungen und Kapazitätsprobleme in den Zügen. Die Betriebslage hat sich seither deutlich stabilisiert. Alle 15 Triebwagen sind ausgeliefert, sodass die NBE die vollen Kapazitäten seit Ostern gewährleistet.

Nachdem in der ersten Betriebswoche im Dezember noch 4 % der Leistungen der NBE ausgefallen sind, haben sich die Zugausfälle auf durchschnittlich 1 % der Leistungen reduziert (Baumaßnahmen/Sturm im Januar nicht berücksichtigt). Der Abschnitt Elmshorn – Hamburg ist so stark ausgelastet, so dass Verspätungen einzelner Züge häufig zu Folgeverspätungen führen. Seit Dezember 2014 ist die durchschnittliche Pünktlichkeit der NBE gestiegen (im Feb./März 88% ggü. 79% im Dez.). Die vertraglich geforderte Pünktlichkeit liegt bei 93%.

Die ersten Fahrgastzählungen der NBE zeigen, dass die Züge mit Ankunft in Hamburg Hbf um 7:54 Uhr bzw. mit Abfahrt um 17:06 Uhr sehr stark ausgelastet sind. Die NAH.SH GmbH prüft mit der NBE Entlastungsmöglichkeiten für diese Züge.

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Kommentare

  • Der zitierte Artikel, nachdem Fahrgäste wegen überfüllter Züge in Tornesch stehen gelassen wurden, beschreibt nach unser Kenntnis allein die Situation in den ersten Wochen nach Betriebsaufnahme.

    Am 11.05 ist der Triebwagen auf dem Teilabschnitt Itzehoe-Elmshorn ausgefallen. Daher konnte der Zug ab Elmshorn allein in Einfachtraktion fahren. So etwas kann leider immer vorkommen. Die aktuellen Auswertungen von Ausfällen und dem Pünktlichkeitsniveau zeigt, dass im April 2,31% der Km-Leistung ausgefallen sind (davon 1,64% aufgrund von Baumaßnahmen und 0,66% aus anderen Gründen). Das Pünktlichkeitsniveau im April beträgt knapp 90%. Die tagesscharfen Auswertungen von Ausfällen und Pünktlichkeiten finden Sie jetzt ergänzt als Download unter dem Blogeintrag.

    Geschrieben von Esther van Engelshoven, 22/05/2015 9:07am (vor 3 Jahren)

  • Der Dauer-Ärger insbesondere mit der Nordbahn (NBE) war erst unlängst Thema einer Informationsveranstaltung im Pinneberger Ratssaal. Die Lokalpresse der Kreisstadt ("Pinneberger Tageblatt") hat zwischenzeitlich über die Zusammenkunft berichtet:

    "Die Struktur des Abends stellte sich als katastrophal heraus. Möller sammelte mehr als eine Stunde lang Fragen aus dem Publikum. Die Veranstaltung war auf zwei Stunden angesetzt. Mit solch einem großen Interesse hatte der Moderator anscheinend nicht gerechnet. Denn es wurden immer mehr Themen, denen sich das Podium widmen sollte. ... Am Ende standen satte 40 Fragen bereit, beantwortet zu werden. Nur war bei der vierten Antwort die Zeit abgelaufen."

    Mehr dazu hier im Netz:

    http://www.shz.de/lokales/pinneberger-tageblatt/nordbahn-nah-sh-und-deutsche-bahn-stellen-sich-der-kritik-id9703831.html

    Geschrieben von CARPE DIEM, 21/05/2015 1:11pm (vor 3 Jahren)

  • Hier kann den aktuellen Zustand lesen:

    http://www.shz.de/lokales/pinneberger-tageblatt/volle-bahnen-und-geschlossene-tueren-id9662611.html

    Und heute fuhr der NBE83809/NBE83859 nur einteilig. Normalerweise fährt dieser zweiteilig. Aber, so mal die Planung, sollte dieser Zug eigentlich dreiteilig fahren - dafür wurden extra alle Bahnsteige Richtung Hamburg verlängert. Müssig zu erwähnen das man heute, in dem einteiligen Zug, sich in Elmshorn einen Stehplatz suchen durfte.

    Geschrieben von Phren, 11/05/2015 10:27am (vor 3 Jahren)


  • "Nachdem in der ersten Betriebswoche im Dezember noch 4 % der Leistungen der NBE ausgefallen sind, haben sich die Zugausfälle auf durchschnittlich 1 % der Leistungen reduziert (Baumaßnahmen/Sturm im Januar nicht berücksichtigt)."

    Warum werden die weiteren erheblichen Ausfälle nicht benannt? Das kommt doch einer Fälschung der Statistik gleich. Für mich als zahlenden Bahnkunden zählt nur der Zug, der auch tatsächlich fährt, wenn ich ihn benötige, und nicht der, der theoretisch laut Fahrplan gefahren wäre, aber in Wirklichkeit nicht kommt.

    Monatelang gingen die Nordbahn (NBE) und vor allem die für den Regionalverkehr in Schleswig-Holstein zuständige NAH.SH GmbH auf Tauchstation, als massenweise die nagelneuen Züge der NBE ausfielen, unterwegs wegen technischer Probleme liegenblieben und / oder deutlich zu spät im Ziel eintrafen. Dazu: Klimaanlagen, die nicht richtig eingestellt waren oder nicht funktionierten. Zwischen Elmshorn und Hamburg völlig überfüllte Waggons mit gelegentlich kollabierenden Fahrgästen. Nicht funktionierende bzw. gesperrte Türen und Toiletten. Sogar frühmorgens viel zu laute und dröhnende / verzerrte, noch dazu vereinzelt falsche Lautsprecherdurchsagen. Mit Grafitti verschmiertes Zugmaterial. Weitestgehend fehlende Zugbegleiter, was sich bei den Schwarzfahrern blitzschnell herumgesprochen hat.

    Der im Jahre 2014 großspurig angekündigte Wechsel von den indiskutablen Uralt-Waggons der DB zu den ach so tollen "hochmodernen" Zügen der Nordbahn war und ist bis heute ein einziges Desaster.

    Massenhaft gab es schon seit dem NBE-Start Mitte Dezember 2014 bis heute massive Kundenbeschwerden an die NBE und den NAH.SH-Geschäftsführer Herrn Wewers.

    Und was kam von dort? Falls es überhaupt Reaktionen gab, waren es fast ein halbes Jahr lang bestenfalls schmallippige Verlautbarungen mit der Bitte um Verständnis für die "Unannehmlichkeiten". Es wurde beschwichtigt, schöngefärbt und sogar belegbare Tatsachen abgestritten. Das ist eine Unverfrorenheit sondergleichen.

    Und wer es als langjähriger Bahnkunde womöglich wagt, die von Jahr zu Jahr deutlich teurer bezahlte Beförderungsleistung auch noch einzufordern und auf den Widerspruch zwischen offiziell behaupteter und realer Wirklichkeit im Bahnverkehr der NBE hinzuweisen, der wird vom NAH.SH-Geschäftsführer Herrn Wewers auch noch schnöde und brüsk verbal zurechtgewiesen. Auf mehrfach angesprochene und bisher immer noch Fragen wird trotz wiederholter Nachfrage gar nicht mehr geantwortet. Dies alles habe ich selbst mehrfach erlebt.

    Die einen Menschen nennen ein solches Verhalten wenig kundenorientiert, andere wiederum ignorant, noch andere arrogant.

    Ich selbst weiß schon gar nicht mehr, wie man ein derartiges Verhalten eines hochdotierten Managers nennen soll.

    Geschrieben von CARPE DIEM, 09/05/2015 11:37pm (vor 3 Jahren)