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Ostholstein: Stabiler Bahnbetrieb trotz extremer Witterung

Eintrag von J.Schulz, 01.12.2010

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Fast auf die Minute pünktlich: Der RE Lübeck-Kiel gestern in Eutin (Foto: Sven J

Fast auf die Minute pünktlich: Der RE Lübeck-Kiel gestern in Eutin (Foto: Sven Jagdhuhn)

Die extremen Witterungsverhätnisse des gestrigen Tages haben den Straßenverkehr in Teilen des Kreises Ostholstein ja mehr oder weniger zum Erliegen gebracht. Erfreulicherweise konnte der Bahnbetrieb auf den Strecken Kiel-Lübeck und Lübeck-Fehmarn aber ohne größere Behinderungen durchgeführt werden. Hier wurde also gestern eine durchaus lobenswerte Leistung vollbracht. Schön, dass dies auch in der Lokalpresse honoriert wird, wie der vom User "Bahnkunde" zugesandte Link (hier klicken) beweist.

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Kommentare

  • Laut Bahncomputer heute wieder Chaos auf Kiel-Lübeck. Änderungen im Zuglauf, Totalausfall. Sieht danach aus, dass ein Zug ganz verreckt ist. Dabei fängt das Schneetreiben, Eisregen etc. gerade erst an. Man sollte sich mal grundsätzliche Gedanken über die Zukunft der Strecke machen. Der Halbstundentakt mit den kränkelnden Lint ist bei dem jetzigen Ausbaustand der Strecke eine wackelige Geschichte. Langfristig wird da nur ein weitgehender zweigleisiger Ausbau Abhilfe schaffen.

    Geschrieben von Bahnkunde, 16/12/2010 9:38am (vor 7 Jahren)

  • Nicht nur der RB21652 hatte heute Morgen Verspätung. War heute Morgen mit dem 6:44er von Kiel unterwegs. Der Zug hat mit 38 min (!) Verspätung Lübeck erreicht. Vor zwei Wochen waren es 68 Minuten, dann kurze Zeit später 40 Minuten. Das Maß ist langsam voll! Das LVS muss handeln wenn es weiter von sich behaupten will, die Interessen der Passagiere in SH zu vertreten. Genug Zeit gab es ja. Alles andere ist unglaubwürdig!

    Die Probleme der Strecke sollte mittlerweile jeder erkannt haben:

    - Unzuverlässiges Zugmaterial (LINT, 40 Jahre alte 218er Loks)
    - Mangelhafte Technik & Wartung (fast täglich Weichenstörungen, Stellwerkstörungen, Defekte Bahnübergänge und vieles mehr. Die Liste ist LANG sehr LANG)
    - Kaum vorhandenes Krisenmanagement & Kommunikation mit dem Kunden (so wird aus einer kurzen Störung schnell ein mehrstündiges Chaos auf der Strecke).

    Was kann man tun:

    - LINT verkaufen, geeignets Zugmaterial beschaffen
    - Langfristig zweigleisiger Ausbau Kiel - Lübeck
    - Kapazitätenerhöhung im Berufsverkehr (z.B. 6:44 Kiel um Gedränge und somit längere Einstiegszeiten zu vermeiden)
    - Verbesserung in der Wartung
    - Direkte Information der Fahrgäste im Störungsfall (z.B. bei Langsamfahrstellen und keine Märchen von spielenden Kindern im Gleis nachts um halb 1)

    Geschrieben von Thomas W, 16/12/2010 9:28am (vor 7 Jahren)

  • Ja ich musste gestern abend und heute morgen auch festllen das es mit der pünktlichkeit überhaupt nicht funktioniert. Gestern abend RB 21683 nach Lübeck über 20 min verspätung 18:38 ab Ascheberg grund störung am triebfahrzeug. Aber dann kam der hammer nur eine Einheit Lint und das ding voll bis zum geht nicht mehr der zug brach aus allen nähten. Sowas kann doch nicht sein das die leute schon halb auf dem bahnhof stehen gelassen werden weil keiner mehr raus und rein kommt.Dann heute morgen RB 21652 nach Kiel 06:58 ab Eutin auch wieder 25 mi verspätung grund Störung am triebfahrzeug. Ich frage mich wofür ich noch für die Fahrkarte bezahle wenn die RBSH nicht einmal in der Lage isr pünktlich zu sein. Lieber Herr Schulz wie soll das weiter gehen das würde mich mal interressieren.

    Geschrieben von Timm, 16/12/2010 8:11am (vor 7 Jahren)

  • Eine Überprüfung wäre in der Tat angebracht. Das Problem besteht ja schon seit gut 2-3 Jahren und bisher ist außer einigen Lobeshymnen wenn der Zug mal pünktlich war nicht viel passiert.

    Immerhin war der 6:44er gestern und heute das erste mal seit Monaten pünktlich. Bin gespannt wie lange das anhält bis wieder irgendwas kaputt ist.
    Der 17:28er von Lübeck war, wie bereits den ganzen Rest des Jahres 10min zu spät in Lübeck und dann im laufe der Strecke gut 20 Minuten zu spät. Die Begründungen habe ich gesammelt: 'allgemeine Störung im Betriebsablauf', 'gestörte Weichen', 'defekt im Stellwerk', 'äääähh', 'wegen Polizei', 'defekt am Triebfahrzeug', 'wegen .....')

    Geschrieben von Thomas W, 15/12/2010 12:25pm (vor 7 Jahren)

  • Guten Morgen sehr geehrte User "Bökel" und "Thomas W",
    wir möchten hier nichts beschönigen. Die Betriebssituation zwischen Kiel und Lübeck ist derzeit nicht zufriedenstellend und wir wollen hier transparent über Qualitätsprobleme berichten. Dass in den vergangenen Monaten einiges zusammengekommen ist (SEV zwischen Eutin und Lübeck, dann kontinuierliche Verspätungen aufgrund der so genannten "Nachlauf"-La nach der Baumaßnahme zwischen Eutin und Pönitz, dann die Schwierigkeiten mit den Weichen in Kiel-Elmschenhagen), ist klar. Die von Ihnen benannten Züge Kiel ab 6.44 Uhr und Lübeck ab 17.28 Uhr wollen wir uns genauer anschauen und dann hier genauer informieren. Bitte sehen Sie es mir nach, dass ich einen Beitrag mit einer Überschrift gestartet habe, die Sie offenbar - und aus Ihrer Sicht auch verständlich - als Provokation aufgefasst haben. Ich hatte damit - und auch das gehört dazu - auf eine Situation hinweisen wollen, bei der auf der Straße kaum mehr etwas lief, der Betrieb auf den Bahnstrecken Kiel-Lübeck und Lübeck-Fehmarn aber trotz Schneemassen ganz gut lief.

    Geschrieben von J.Schulz, 15/12/2010 9:43am (vor 7 Jahren)

  • Dei 218er sind auf Dauer auch keine Alternative. Das Gerät ist fast 40 (!) Jahre alt und langsam ähnlich unzuverlässig wie die 1 Jahr alten Lints.
    Was die Strecke erstmal dringend bräuchte ist ein zweigleisiger Ausbau. Dann könnte man die bis dahin verschlissenen Lints vielleicht gegen vernünftiges Zugmaterial tauschen.

    Die Quittung für die RBSH wird wohl früher kommen. Kenne bereits im Bekanntenkreis einige, die die Schnauze voll haben und auf Auto oder Bus umsteigen werden. Kann ja nicht sein das man 1000 Euro im Jahr dafür zahlt jeden Tag zu spät zur Arbeit zu kommen und sich auch noch von der RBSH mit zig Entschuldigungen verar*** zu lassen.

    Geschrieben von Bökel, 14/12/2010 11:08pm (vor 7 Jahren)

  • Heute soll Ersatzverkehr für fehlende Lint auf Kiel-Flensburg und Lübeck-Neustadt gefahren sein. Hier wurde ein Wendezug mit Dostos und 218 gesichtet. Angeblich hat man schon zusätzliche 218 herangeschafft. Der Geiz, billige Lint zu bestellen, wird wohl noch weiter viel Ärger verursachen. Ich frage mich, wann zieht man hier die Notbremse?

    Geschrieben von Bahnkunde, 14/12/2010 10:19pm (vor 7 Jahren)

  • Kann ich nur bestätigen: Der 17:28er von Lüeck nach Kiel hatte heute erst 10min Verspätung wegen Triebwagenausfall, dann im Laufe der Fahrt nochmal 10min um Gegenzüge abzuwarten.

    Mal im Ernst: Hätte man nicht vorher wisesen können, dass bei dem unzuverlässigem Zugmaterial ein 30-Min Takt auf einer zum Teil einspurigen Strecke nicht mal auf dem Papier einen Sinn ergibt?

    Wenn ich dann solche Lobeshymnen in der LN, KN oder hier beim LVS lesen muss wie toll doch angeblich alles funktioniert kommt mir das ko****. >;(

    Geschrieben von Bökel, 14/12/2010 7:22pm (vor 7 Jahren)

  • Es geht in dieser Diskussion wohl in erster Linie darum, dass sich die RBSH hier mit Erfolgsmeldungen rühmt obwohl die Zustände auf der Strecke Kiel-Lübeck geradezu katastrophal sind. Die Verspätungszeit, die auf dieser Strecke in den letzten Wochen eingefahren wurde dürften Rekordverdächtig sein. Kein Wunder, das es hier vielen und ich schließe ich da an, langsam reicht.

    Leider wird bei LVS und RBSH nur mit Durschnittswerten aller Fahrten gerechnet. Das es zu bestimmten Uhrzeiten Fahrten gibt, die fast täglich (!) erhebliche Verspätungen und Ausfälle haben fallen dadurch natürlich nicht auf. Zum Beispiel der RE um 17:28 von Lübeck nach Kiel. In diesem Jahr waren mindestens 80% dieser Fahrt verspätet. Beim RE 6:44 Uhr (ich weiß dass es hier ne Menge Leidensgenossen gibt) Kiel Richtung Lübeck sieht es ähnlich erbärmlich aus.

    Geschrieben von Thomas W, 14/12/2010 4:38pm (vor 7 Jahren)

  • Fahrgäste, die von Kiel in Richtung Süden wollen, dürften wohl eher den Fernverkehr nutzen. Niemand nutzt freiwillig einen Nahverkehrszug für eine Fahrt von Kiel nach Hannover.

    Der Nahverkehr dient der Zuführung der Pendler zu den Ballungszentren.

    Ich finde diese Diskussion hier an dieser Stelle mehr als unangebracht. Was hat eine mehr als unwahrscheinliche Umkrempelung der Regionalisierung mit der Witterung der vargangenen Wochen zu tun?

    Fragt sich Paul.

    Geschrieben von Paul, 14/12/2010 3:34pm (vor 7 Jahren)