Fahrplanauskunft
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Warum ein Halt in Neuwittenbek nicht möglich ist

Eintrag von Jochen Schulz, 11.04.2014

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Gestern war die LVS in die jährliche Einwohnerversammlung nach Neuwittenbek eingeladen. Thema. "Bahnhaltepunkt in der Gemeinde Neuwittenbek - Erörterung der Gründe, warum eine Wiedereröffnung derzeit aus Sicht der LVS nicht in Betracht kommt". Knapp 50 Bürgerinnen und Bürger hatten sich eingefunden und waren natürlich über die Botschaft nicht glücklich, dass auf absehbare Zeit ohne Realisierung der Stadt-Regional-Bahn keine Chancen für einen Halt in Neuwittenbek bestehen. Mit der unten stehenden Präsentation haben wir versucht, die Hintergründe darzulegen.

Die Präsentation ist unter diesem Link abrufbar.

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Kommentare

  • Das Einzugsgebiet einer Bahnstation Neuwittenbek beschränkt sich unserer Auffassung nicht nur auf die Gemeinde Neuwittenbek (1.200 Einwohner) selbst, sondern umfasst auch die Gemeinden Tüttendorf (1.200 Einwohner) und Schinkel (1.000 Einwohner). Alle 3 Gemeinden verfügen heute über eine Anbindung im Nahverkehr auf der Straße mit werktags 2 bis 4 Fahrten täglich, so dass anzunehmen ist, dass der Marktanteil des Nahverkehrs dort sehr gering ist.

    Mit der Reaktivierung der Bahnstation Neuwittenbek können sowohl aus der Gemeinde Neuwittenbek selbst (Bahnstation zu Fuß und per Fahrrad erreichbar) als auch aus den Gemeinden Schinkel und Tüttendorf (Bahnstation per alternativer Bedienungsform als Zubringer und per Park&Ride erreichbar) gewonnen werden.

    Unserer Auffassung nach könnte die geplante Modernisierung der Leit- und Signaltechnik im Streckenabschnitt Suchsdorf – Eckernförde dazu genutzt werden, die Gleisanlagen des Bahnhof Neuwittenbek so herzurichten, dass eine Reaktivierung der Bahnstation Neuwittenbek fahrplantechnisch einfacher zu realisieren ist.

    Weiterhin ist unserer Auffassung nach sinnvoll, mit den Einrichtung des Taktknoten Kiel zur Minute 00 auch die RB 72 Kiel – Flensburg in den Taktknoten Kiel zur Minute 00 zu integrieren, so dass die nördlich von Eckernförde gelegenen Gemeinden einerseits von der Einrichtung des Taktknoten Kiel zur Minute 00, andererseits von der Realisierung der 2. Ausbaustufe Kiel – Lübeck profitieren können.


    Beste Grüße

    Stefan Barkleit


    PRO BAHN e.V.
    Landesvorsitzender Schleswig-Holstein/ Hamburg

    Geschrieben von Stefan Barkleit, 25/04/2014 5:14pm (vor 4 Jahren)

  • Für einen Halt in Neuwittenbek, egal ob RB oder SRB, müsste der Gleisplan abgeändert werden. So könnte man mit einem Außenbahnsteig auskommen, der leicht realisierbar wäre.
    Gleis 1 würde dann durch geänderte Weichenverbindungen zum Durchgangsgleis, Gleis 2 zum möglichen Kreuzungsgleis.
    Bei der dort vorgegebenen Hg von 110 km/h dürfte der Umbau auf dem jetzigen Planum problemlos möglich sein, meine ich.
    Auch mit Halt in Neuwittenbek könnte man dann im Normalfall wie jetzt mit durchschalteten Hauptsignalen arbeiten. Zeitverluste durch Geschwindigkeitsreduzierungen vor Signalen gäbe es so nicht.
    Durch kürzere Standzeiten bei der Kreuzung in Gettorf wäre der Zeitbedarf für diesen zusätzlichen Halt ausgleichbar, meine ich.
    Möglich wäre auch ein Bedarfshalt, um unnötige Zeitverluste zu verhindern. Eine Haltanforderungstaste am Bahnsteig (wie bei der NEG) mit Signalisierung würde eine zügige Durchfahrt bei keinem Bedarf ermöglichen.
    Das Fahrgastpotenzial wäre für RB und SRB ähnlich hoch.
    Bei momentan 1250 Einwohnern lohnt sich meiner Meinung ein Haltepunkt, weil die Verkehrsströme dort nach Kiel ausrichtet sein dürften. Eine direkte Bahnverbindung würde diese Einwohnerzahl mittelfristig sicher wieder ansteigen lassen.
    Zudem würde der Nachteil der "Randlage" durch den NOK etwas kompensiert werden.
    Zum Vergleich zwei Haltepunkte an der Bahnstrecke Bad Oldesloe-Neumünster: Wakendorf 1 hat nur 430 Einwohner, Freesenburg 915 Einwohner.
    Trotzdem wurden dort die Bahnsteige erneuert bzw. erweitert.
    Mein Fazit: Ein Haltepunkt Neuwittenbek wäre auch ohne SRB machbar.
    Es ist besser, dort Geld zu investieren, wo die Bahn gewollt ist, als die Menschen zu bekehren, wo es irrationalen Widerstand gibt, wie beispielsweise in Rendsburg und Fockbek.
    Bitte Kosten für den Umbau etc. nochmals durchrechnen.

    Geschrieben von Schleswig-Holsteiner, 18/04/2014 2:46pm (vor 4 Jahren)