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Probleme bei der Inbetriebnahme des ESTW Lindaunis

Eintrag von Jochen Schulz, 11.07.2014

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Bild: Heute vormittag zeigte das Zugradar der DB AG immer noch Verspätungen zwischen Kiel und Flensburg. Sie waren aber schon deutlich geringer als an den Vortagen (Quelle: Zugradar auf www.apps-bahn.de)

Leider sehr unglücklich verlief die Inbetriebnahme des elektronischen Stellwerks (ESTW) Lindaunis für den Streckenabschnitt Eckernförde-Flensburg der Strecke Kiel-Flensburg. Während früher einmal die Strecke für eine dann - im letzten Augenblick - abgesagte Inbetriebnahme über ein ganzes Wochenende gesperrt wurde, wurde nun versucht, das ESTW schrittweise in den Nachtstunden in Betrieb zu nehmen und die Auswirkungen auf den Planbetrieb gering zu halten. Aufgrund verschiedener Schwierigkeiten, funktionierte dies leider nur sehr unzureichend: Die Betriebslage war am Dienstag und Mittwoch katastrophal und verbesserte sich erst am Donnerstag etwas. Da auch die Kommunikation zwischem dem "alten" Stellwerk in Gettorf und dem neuen Stellwerk nicht funktionierte, wurden bereits am Dienstag die Zwischentaktzüge zwischen Kiel und Eckernförde gestrichen. Die Züge zwischen Kiel und Flensburg erhielten in der Regel Verspätungen von 30 bis 60 Minuten. Auch der Busersatzverkehr verkehrte nicht zuverlässig. Seit heute verkehren die Züge Kiel-Eckernförde wieder und bei den Zügen Kiel-Flensburg sind die Verspätungen in der Regel im Bereich 5 bis 10 Minuten. Wir bedauern die damit verbunden Unanehmlichkeiten, die leider eine große Zahl von Bahnnutzern getroffen haben. Wir haben gegenüber der DB Netz AG unsere Verärgerung zum Ausdruck gebracht und hoffen nun auf eine schnelle Wiederherstellung eines stabilen Betriebes.

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Kommentare

  • Hallo,
    das erinnert mich an die Inbetriebnahme das ESTW von Westinghouse Rail Systems für die Strecke Kiel-Lübeck. Auch hier gab es erhebliche Probleme und lange Verzögerungen
    Noch schlimmer traf es seinerzeit die AKN. Die gesamte Technik eines Anbieters aus GB musste wieder demontiert und durch Technik vom Marktführer aus D ersetzt werden, erzählten damals AKN Mitarbeiter.
    Aber zurück zum ESTW Lindaunis: gab es vorher lange genug einen Probebetrieb mit abgedeckten Lichtsignalen?
    Soweit ich richtig informiert bin, soll die von Funkwerk entwickelte Technik durch ein System von S&B ersetzt worden sein.
    Das unter erheblichem Zeitdruck: erst im Februar 2014 soll die beantragte Zulassung der Funkwerk Technik aufgegeben worden sein.
    Der erfolgreiche Probebetrieb wurde dann durch das "Mauern" des EBA bei der Zulassung beendet, hört man so.
    Nach den ganzen Pannen in den Jahren vorher kann ich schwer verstehen, weshalb die alte Technik (Signale etc.) bereits am Montag in Süderbrarup auf dem Schrott lag. So gab es keine Chance auf vorübergehende Wiederinbetriebnahme der mechanischen Technik.
    Es bleibt zu hoffen, dass der schlimm aussehende Mittelbahnsteig in Süderbrarup bald den Status einer verunkrauteten Bauruine verliert.
    So ein Schandfleck ist für das Image der Bahn sicher wenig förderlich: Zahlt der Steuerzahler hier mal wieder den Schaden?

    Geschrieben von Schleswig-Holsteiner, 14/07/2014 2:55pm (vor 4 Jahren)

  • Irgendwie hat sich Ihre Hoffnung bis jetzt noch nicht erfüllt! 10 Minuten Verspätung sind auch heute noch die Regel. Und da der RE nach Hamburg in Kiel oft nicht wartet, wird die nah.sh-Garantie auch noch ein teures Vergnügen. Aber die bezahlen die Fahrgäste mit der nächsten Preiserhöhung im August ja teilweise selbst.

    Geschrieben von Frank, 13/07/2014 8:43am (vor 4 Jahren)