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Pünktlichkeit im November knapp unter Werten des Vorjahres

Eintrag von Claudia Kolbeck, 12.01.2015

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Im November 2014 lag der Nahverkehr in Schleswig-Holstein in Sachen Pünktlichkeit knapp unter den Werten aus dem Vorjahr: Die durchschnittliche Pünktlichkeit auf allen Linien betrug 89 Prozent. 89,7 Prozent Pünktlichkeit erreichten die Nahverkehrszüge im November 2013. Im Oktober diesen Jahres lag der Wert mit 89,4 Prozent ebenfalls etwas höher als im Folgemonat.

Am besten hat im vorvergangenen Monat im Vergleich aller Linien die NBE 63 Büsum - Neumünster mit 99,0 Prozent Pünktlichkeit abgeschnitten. Schlusslicht in Sachen Pünktlichkeit war erneut die Linie RE 1 Hamburg - Schwerin mit 67,4 Prozent. Den größten Sprung nach vorn gab es bei der Linie RB 84 Kiel - Lübeck - Hamburg (Hbf): Von 72,5 Prozent Pünktlichkeit im Oktober, steigerte sie sich auf 90,6 Prozent im November.

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Kommentare

  • Alles schön und gut, das ist aber alles Schnee von gestern! Seit Mitte Dezember 2014, also seit fast zwei Monaten, habe ich auf der Strecke Hamburg/Hauptbahnhof-Itzehoe während der Hauptverkehrszeiten noch nicht einen Zug der Nordbahn (NBE) erlebt, der pünktlich am Zielort angekommen wäre. Ein einziges Debakel!

    Im übrigen sollte nah.sh bei derartigen Veröffentlichungen bitte unbedingt darauf hinweisen, ab wann ein Zug nach nah.sh-Definition wirklich als pünktlich bzw. als verspätet gilt. Hingewiesen sei hier auf den Taschenspielertrick der Deutschen Bahn AG, die jede Verspätung bis zu 5 Minuten 59 Sekunden als "pünktlich" definiert. Mit dieser absurden Art der Schönfärberei kann man letztlich jede Statistik in das genaue Gegenteil der Lebenswirklichkeit verkehren. Mehr dazu hier: http://de.wikipedia.org/wiki/P%C3%BCnktlichkeit_%28Bahn%29

    Und es stellt sich die Frage, ob nah,sh nicht auch die eigenen Statistiken schönfärbt: Die "Pünktlichkeit" wird zunächst nach Linien angegeben, der zusammenfassende Mittelwer aber nach gefahrenen Kilometern. Das ist so, als würde man Äpfeln mit Birnen vergleichen. Also bitte hier auch zusätzlich und der besseren Vergleichbarkeit wegen die Mittelwerte aller Linien und obendrein aller Züge angeben!


    Speziell noch einmal zur Nordbahn, deren Auftritt man nur noch mit Pleiten, Pech und Pannen beschreiben kann:

    Unentschuldbar ist, dass von Anfang an und auch jetzt immer noch viel zu wenig, teilweise schon von Graffitis verschmiertes Zugmaterial eingesetzt wird und die Reisenden gleichsam einer Sardinenbüchse spätestens zwischen Elmshorn und Hamburg extrem gequetscht sogar in den Gängen stehen müssen. Wiederholt wurden in den Medien Kreislaufzusammenbrüche aus den Zügen der NBE gemeldet. welche Konventionalstrafen muss die NBE dafür zahlen, und wo bleibt die finanzielle Teilhabe der Bahnpendler, die von Jahr zu Jahr drastischer zur Kasse gebeten werden? Eine angemessene Rückvergütung und / oder ein Preisabschlag in noch festzulegender Höhe für alle Zeitkartenkunden wäre das Mindeste, was für die Dauer der Misstände bei der Nordbahn erwartet werden dürfte.

    Es gab und gibt ständig technische Probleme (defekte Türen, ohrenbetäubende Knallgeräusche der Technik, Heizungs-/Klimaanlagen defekt oder falsch eingestellt mit einhergehender Überhitzung oder Unterkühlung der Waggons, Liegenbleiben auf freier Strecke, Neustarts aller Bordsysteme nötig, um nur einige Schwierigkeiten aus den letzten acht Wochen zu nennen). Hier muss dringend und auch kurzfristig nachgebessert werden, nah.sh muss sich darum kümmern!

    Fast nie gibt es einen Einsatz von Schaffnern, daher finden auch so gut wie keine Fahrkartenkontrollen statt. Es hat sich offenbar schon weit herumgesprochen, dass Schwarzfahren zwischen Hamburg und Itzehoe/Wrist in den Zügen der Nordbahn nahezu gefahrlos möglich und damit lukrativ ist. Der wirtschaftliche Schaden dürfte schon jetzt immens sein, und als zahlender Abonnementkunde und Steuerzahler, der stets seinen finanziellen Verpflichtungen nachkommt, habe ich ebenso wie alle anderen zahlenden Kunden kein Verständnis dafür.

    Wenn es denn endlich einmal regelhaft Zugbegleiter gäbe, würden diese dann im Falle der schon standardisierten Verspätungen auch davon betroffenen Kunden als Ansprechpartner zur Verfügung stehen und könnten dann auch völlig überheizte oder unterkühlte Heizungs-/Klimaanlagen auf ein normales Maß regulieren. Gegenwärtig ist man als Reisender allen Missständen nur ausgeliefert. Nah.sh sollte, nein, muss hier massiv Druck ausüben, dass die Nordbahn ihren Fuhrpark auch mit Zugbegleitern besetzt!

    Geschrieben von CARPE DIEM, 11/02/2015 6:33pm (vor 3 Jahren)