Fahrplanauskunft
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RB SH: Langsame Entspannung der Fahrzeuglage

Eintrag von J.Schulz, 19.01.2011

Bei der Regionalbahn Schleswig-Holstein entspannt sich die Fahrzeuglage langsam. Weitere LINT-Triebwagen der Baureihe 648.3 stehen mittlerweile wieder zur Verfügung. Diese sind jedoch vielfach auch als Ersatz für die älteren LINT-Triebwagen der Serie 648.0 zwischen Kiel und Flensburg oder zwischen Kiel und Neumünster unterwegs.

Die RE Kiel-Lübeck werden weiterhin häufig mit Lok und Doppelstockwagen gefahren

Die RE Kiel-Lübeck werden weiterhin häufig mit Lok und Doppelstockwagen gefahren

Ab kommenden Montag, dem 24.1.2011 können nun die beiden ohne Halt zwischen Lübeck und Hamburg verkehrenden Züge (“Sprinter”-Züge) und ein Zugpaar zwischen Lübeck und Neustadt wieder gefahren werden (diese Züge fahren lokbespannt und mit älteren n-Wagen).  Eine Durchbindung Kiel-Lübeck-Hamburg findet aber noch nicht statt. Weiterhin ausfallen müssen die Mo-Fr verkehrende morgendliche RB 21709 zwischen Puttgarden (dort ab 06.29 Uhr) und Sierkdorf und die ebenfalls Mo-Fr verkehrende morgendliche RB 21947 zwischen Eckernförde (dort ab 06.00 Uhr, verkehrt nur mo-fr). Diese Züge werden durch Busse ersetzt. Auch müssen leider immer noch einige Züge in Einfach-, statt der vorgesehenen Doppeltraktion gefahren werden. Dass damit leider immer noch nicht das vertraglich vereinbarte Fahrplanangebot gefahren werden kann, bedauern wir sehr.

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Kommentare

  • Von den LINT sollen wir ja am Jahresende noch mehr bekommen. Ist das noch zu verhindern?

    Geschrieben von Bahnkunde, 11/02/2011 10:00pm (vor 7 Jahren)

  • @LINT-kundig

    Vielen Dank für die Erläuterung. An die Reibbeiwerte hatte ich nicht gedacht.

    Geschrieben von RB-Fahrer, 11/02/2011 8:39pm (vor 7 Jahren)

  • Es kann auch einfach schon mal an der Witterung liegen: bei leichtem Regen, insbesondere nach längerer Trockenheit, und erst Recht bei windigem Wetter (so wird das übrige Herbstlaub wieder aufgeweht) kann der Reibwert auf ein Bruchteil des gewohnten Wertes einbrechen. Da ist dann natürlich nichts mehr mit zügigem Beschleunigen und scharfem Abbremsen. Daß die Fahrzeiten mit den sauschweren Doppelstockwagen dann nur noch schwer oder gar nicht mehr zu halten sind, versteht sich von selbst.

    Gestern beispielsweise waren auf manchen Strecken zu bestimmten Zeiten nur noch 15 kN Zugkraft pro Achse machbar. 112 und 143 drehen sonst bis fast 65 kN / Achse auf.

    Das ist dann übrigens auch das "perfekte" LINT-Wetter: die Antriebssteuerung kennt offenbar nur zwei Zustände: volle Leistungsfreigabe oder Leistung ganz abschalten, sobald das Fahrzeug schleudert. Davon wird das Spielzeuggetriebe natürlich vollkommen irritiert, was dann zu wildem Hin- und Hergeschalte zwischen den Gängen bei immer wieder laut aufheulendem Motor bis hin zur Zwangsbremsung durch fiktive Überschreitung der Höchstgeschwindigkeit führt. Einfach toll. Wäre ich bei Alstom, ich würde mich in Grund und Boden schämen für diesen Schrott.

    Geschrieben von LINT-kundig, 11/02/2011 12:18pm (vor 7 Jahren)

  • Auch heute ist die "abgespeckte" Garnitur unterwegs

    Geschrieben von RB-Fahrer, 10/02/2011 7:12pm (vor 7 Jahren)

  • Nun gibt wieder eine "lustige" Story. Seit Tagen fährt auf der R10 eine Zuggarnitur mit nur drei Doppelstockwagen. Sonst sind es ja immer 4 Tagen. Wenn man Pech hat, so bei mir bisher zweimal abends, kann man sich ausmalen, wie voll der Zug ist. Und das Aus/Einsteigen dauert naturgemäß länger. Und schon bauen sich die Verspätungen wieder auf. Für 1-2 Tage hätte ich Verständnis für den Ausfall eines Wagens. Aber mehrere Tage?

    Geschrieben von RB-Fahrer, 09/02/2011 10:39pm (vor 7 Jahren)

  • Der vorher beschriebene beschriebene Fahrstil mit dem starken Abbremsen passt aber nicht zum Stromsparen. Das funktioniert eher, wenn zunächst gut beschleunigt wird und die Fuhre dann möglichst lange von alleine rollt. Rückspeisung geht mit der Lok nicht, die Bremsenergie kann nur in Wärme umgewandelt werden. Im Grunde genommen ist die Lok deshalb für kurze Haltestellenabstände suboptimal. Sich derartige Loks in einer Aussschreibung andrehen zu lassen, ist eine andere Geschichte.

    Geschrieben von Bahnkunde, 27/01/2011 8:00am (vor 7 Jahren)

  • Die 112 wird unter ihren Möglichkeiten gefahren. Zum Anfang des Traktionswechsels haben einige Jungspunde auf volle Beschleunigung gefahren. Da wurde man richtig in die Sitze gepresst. War schon ein gutes Gefühl.
    Für die Bummelfahrten gibt evtl auch eine Erklärung: Der Energieverbrauch wird ja gemessen und kann recht schnell Lokführern zugeordnet werden. Es gab oder gibt auch eine Art von Wettbewerb über den geringsten Energieverbrauch. Das war schon zu Dampflokzeiten so.
    Wird nun ein gemächlicher Fahrstil und Nichtausnutzen der Höchstgeschwindigkeit gewählt, wird naturgemäß der Energieverbrauch niedrig gehalten

    Geschrieben von RB-Fahrer, 26/01/2011 7:45pm (vor 7 Jahren)

  • Ob das tatsächlich am Fahrstil des Lokführers liegt? Absichtlich Verspätungen reinzufahren, das würde an Arbeitsverweigerung grenzen. Ich vermute eher, es liegt an der Signalstellung oder irgendwie an der Lok. Zeigt das Signal vor dem Halt "rot", kann nur relativ langsam eingefahren werden. Entsprechend bei der folgenden Ausfahrt, auch wenn inzwischen "grün" signalisiert wird. Bei zu flottem Fahrstil bremst die PZB zwangsweise bis zum Stand. Ich kann mir vorstellen, dass manch ein Lokführer vorne da lieber auf Nummer Sicher geht, um keinen Ärger mit der PZB zu bekommen. Bei meinen Fahrten mit der RB vom Hauptbahnhof nach Oldesloe und zurück war ich eher angenehm überrascht, wie gut die 112 da die Fuhre beschleunigt hat. Ob da mal Loks unterwegs sind, wo nicht alle (je einer pro Achse) Fahrmotoren funzen, kann nur ein Insider beantworten.

    Geschrieben von Bahnkunde, 26/01/2011 1:56pm (vor 7 Jahren)

  • Interessanterweise sind seit einigen Tagen die RB morgens 7.06 ab Rahlstedt Richtung HH-Hbf recht pünktlich. Auch abends werden die Züge pünktlich auf die Strecke geschickt. Bloß was nützt es wenn Lokführer auf der Strecke Hbf- Rahlstedt wieder bis 4 min Verspätung einfahren. Nach dem Motto: Ganz langsam beschleunigen, bloß nicht die mögliche Höchstgeschwindigkeit erreichen und schon weit vor dem Haltepunkt den Zug stark abbremsen und wieder gaaaaannz langsam einfahren.
    Es gibt auch andere Lokführer, wo man merkt,m dass diese versuchen den Fahrplan einzuhalten.

    Bin ja gespannt, wie die Maßnahme des HVV fruchtet, nämlich Geld zurück bei Verspätungen. Auch bei den RBs von/nach Hbg. Die Strafzahlungen haben ja bei der Hamburger S-Bahn gefruchtet. Vielleicht funktioniert es auch endlich in S-H, wenn weniger Geld an die Betreiber überwiesen wird, wie angekündigt

    Geschrieben von RB-Fahrer, 25/01/2011 11:03pm (vor 7 Jahren)

  • Was für ein Zufall, wir sind Sonntag am frühen Nachmittag von Lüneburg nach Mölln gefahren. Später zurück nach Büchen und dann mit LINT nach Aumühle. "Erstklassig", wie unsere Fahrkarte, war das Abteil nicht. Beim Lint nach Aumühle waren die Fenster dort auf der einen Seite derart zugeschmiert, dass man nicht mehr raussehen konnte. Die Trittstufen geben beim Betreten ein Geräusch ab, wie eine Klapperschlange.
    Beim Bahnhof in Lauenburg hat sich leider noch nichts getan. Gesichtet unterwegs nur mobile technische Sicherungsanlagen und Posten für diverse BÜ. Die Bahnsteige da sind extrem niedrig, das stimmt. Da besteht Handlungsbedarf.
    In Büchen dürfte zu sehen sein, dass der Bahnhof gerade abgerissen wird: Deshalb der desolate Zustand. Kommt aber was Neues hin.

    Geschrieben von Bahnkunde, 25/01/2011 1:59pm (vor 7 Jahren)