Fahrplanauskunft
nahsh header 03

S4: Vorentwurfsplanung voraussichtlich im Mai abgeschlossen

Eintrag von Nadine Niewiera, 18.01.2013

Kategorien:

Die mit der Vorentwurfsplanung (VEP) für die S-Bahnlinie 4 zwischen Hamburg und Bad Oldesloe beauftragten Gutachter werden diese voraussichtlich im Mai abschließen. Sie optimieren darin die bereits vorgestellte Vorzugstrasse und planen den Ausbau dieser Strecke. Dazu gehören Tief- und Oberbaumaßnahmen ebenso wie die Aus- und Umgestaltung von Stationen und Ingenieurbauwerken (z. B. Brücken, Stützbauwerke). Auch die für die Strecke benötigte technische Ausrüstung wird in der VEP festgelegt. Dazu gehören u. a. Leit- und Sicherungstechnik, Stromversorgung und die Telekommunikation auf der Trasse.

Im Rahmen der VEP werden die zurzeit noch laufenden Untersuchungen in den Bereichen Umwelt, Schall und Baugrund abgeschlossen, die Ergebnisse fließen in die Planungen ein. Einen besonderen Schwerpunkt bilden dabei die sehr umfangreichen Lärmschutzmaßnahmen, von denen die Anwohner profitieren werden. Hier werden Fern- und Güterverkehr auf der geplanten Trasse natürlich einbezogen.

Die Planungen für die beiden Lose Hamburg und Schleswig-Holstein sind aufeinander abgestimmt, so dass die VEP für die gesamte Strecke gilt. Mit dem Abschluss der Vorentwurfsplanung ist absehbar, welche Baumaßnahmen im Detail notwendig werden.

Damit können auch die voraussichtlichen Kosten für das Gesamtprojekt S4 genauer beziffert werden als bisher. Eine aussagekräftige Kostenschätzung für die hier festgelegten Maßnahmen ist daher ebenfalls Bestandteil der VEP. 

An die Vorentwurfsplanung wird sich ab Mitte des Jahres eine Nutzen-Kosten-Analyse anschließen, die so genannte „Standardisierte Bewertung von Verkehrswegeinvestitionen des öffentlichen Personennahverkehrs“. Diese zeigt betriebs- und volkswirtschaftliche Effekte sowie gesellschaftliche und umweltbezogene Wirkungen der S4 auf. Anschließend kann die konkrete Entwurfs- und Genehmigungsplanung beginnen (voraussichtlich Anfang/Mitte 2014).

Kommentieren

Kommentare

  • Eine S-Bahn-Station im Bereich Tunneltal wurde schon oft diskutiert, wegen des fehlenden fußläufigen Einzugsbereiches aber letztlich verworfen. Wir werden jedoch, gemeinsam mit dem HVV, die Einrichtung einer solchen Station noch einmal prüfen.

    Freundliche Grüße
    B. Schemala (LVS Schleswig-Holstein)

    Geschrieben von B. Schemala (LVS), 22/02/2013 9:20am (vor 5 Jahren)

  • Wunsch, Anregung,
    wäre es möglich eine Haltestell/Station im
    Bereich Tunneltal einzurichten.
    Zufahrt /Zugang über die Strasse Nornenweg ??
    Das wir für sehr viele Nutzer vom Hötigbaum eine
    super Möglichkeit / Erreichbarkeit.
    Auch die Anwohner im Umkreis Meiendorf / Volksdorf würden diese Möglichkeit sicher begrüssen
    mfg H.Holz

    Geschrieben von H.Holz, 17/02/2013 12:07pm (vor 5 Jahren)

  • Das ganze Projekt ist das Geld nicht wert, was es kostet. Eine S-Bahn nach Ahrensburg oder bis Bad Oldesloe wäre analog zu der Strecke nach Stade sehr viel billiger zu haben, wenn man das Milliardengrab Fehmarnbeltquerung endlich beerdigen würde. Gerade die Kosten für die deutsche Hinterlandverbindung explodieren ständig weiter, siehe ungeeignete und marode Fehmarnsundbrücke.
    Beim Personenverkehr ist dort der Bedarf einfach nicht vorhanden (unter 2000 Fahrgäste im Durchschnitt pro Tag) und die Sreckenverkürzung von 180 km für den Güterverkehr von Skandinavien nach Südeuropa ist im Verhältnis zu den Gesamtkosten ein Witz.
    Der größte Teil der Kosten für die S4 ensteht nur durch die gepante Fehmarnbeltquerung. Die S4 mit eigener Trasse wird auch nur deshalb gebaut.
    Dafür reißt man vorher von Brücken über Lärmschutzwände bis hin zu Bahnsteigen und Oberleitungsmasten viele Dinge ab, die gerade erst mit unseren Steuergeldern dort errichtet worden sind.
    Für die Fahrgäste bringt dieser ganze Aufwand keine Vorteile: Ohne Fehmarnbeltquerung wäre die S4 für ein Bruchteil der jetzigen Kosten zu haben. Die Strecke nach Stade hat gezeigt, dass S-Bahn, Regionalexpress und mäßiger Güterzüge problemlos auf gemeinsamen Gleisen fahren können.
    Fazit: Der Ausbau der AKN zur S-Bahn ist für SH viel wichtiger und alternativlos.
    Die S4 bringt den Fahrgästen nur längere Fahrtzeiten und viel weniger Komfort (mehr Stehplätze,holzähnliche Sitze, kein WC und ständiges Halten unterwegs).

    Geschrieben von Steuerzahler, 21/01/2013 11:03am (vor 5 Jahren)