Fahrplanauskunft
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Vierter LNVP jetzt fertig

Eintrag von Sven Ostermeier, 16.05.2014

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Nach langer Vorbereitung, Abstimmung und vielen Diskussionen ist der vierte landesweite Nahverkehrsplan (LNVP) für Schleswig-Holstein jetzt auf den Weg gebracht. Der LNVP gilt bis zum Jahr 2017 und stellt die Absichten der Landesregierung klar, wie sich der öffentliche Nahverkehr in Zukunft entwickeln kann und soll. Der Plan umfasst zwei Teile:

In der "Offensive Nahverkehr" werden u. a. Maßnahmen vorgestellt, die planerisch und finanziell weitgehend gesichert sind bzw. über die während der Laufzeit des LNVP entschieden werden sollte.

In dem Szenario "Plus 50 Prozent" werden hingegen Maßnahmen beschrieben, die notwendig sind, um den Marktanteil des Nahverkehrs deutlich stärker als bisher zu erhöhen.

Für beide Szenarien wurden die jeweiligen Prognosen zur Entwicklung der Nachfrage und des Marktanteils ermittelt und dargestellt.

Für die nächsten Jahre gilt es nun, den LNVP mit Leben zu versehen: Das bedeutet besonders, weiterführende Diskussionen anzuschieben, um die vorgeschlagenen Maßnahmen auch umsetzen zu können. Aber natürlich stehen und fallen alle Projekte vor allem auch mit der Finanzierung. Auch hierüber muss in der nächsten Zeit gesprochen und verhandelt werden.

Hier finden Sie den LNVP als e-Magazine.

Und eine Übersicht über die im Beteiligungsverfahren eingegangenen Stellungnahmen und die jeweiligen Antworten gibt es hier.

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Kommentare

  • Sehr geehrter Schleswig-Holsteiner,

    der Abschnitt Pinneberg - Elmshorn ist der gehört zu den am dichtesten belasteteten Abschnitten im Schleswig-Holsteinischen Schienennetz. Das derzeitige Angebot mit bis zu 6 Nahverkehrszügen plus Fern- und Güterverkehr lässt sich so gerade noch auf der vorhandenen Infrastruktur umsetzen. Zusätzliche Züge oder zusätzliche Halte sind allerdings niht mehr möglich.

    Am Zustand der Infrastruktur wird sich kurzfristig, also während der Laufzeit des LNVP, nichts ändern. Trotzdem ist das 3. Gleis nötig und deshalb auch vom Land für den Bundesverkehrswegeplan angemeldet worden. Der Bau der K22 sollte folgerichtig Rücksicht auf diese langfristige Planungen nehmen und nicht spätere Optionen zum Ausbau der Strecke verhindern.

    Die Pläne für eine zukünftige S-Bahn nach Elmshorn (und darüber hinaus nach Wrist/Kellinghusen und Itzehoe) gehen immer davon aus, dass die ebenfalls geplante S4 von Bad Oldesloe nach Altona-Nord später um einen westlichen Ast Richtung Elmshorn ergänzt wird. Dabei soll die S4 West ab Altona-Nord mit bis zu 140km/h im 20-Minutentakt über die Fernbahngleise Richtung Elmshorn verkehren. Damit wird die S4 West nicht langsamer sein, als heute die Züge der Regionalbahn. Durch die direkte Führung über Altona und den Citytunnel zum Hauptbahnhof wird das Bahnangebot im Kreis Pinneberg massiv verbessert.

    Geschrieben von Jochen Kiphard, 13/09/2014 6:48pm (vor 4 Jahren)

  • Warum bleibt der Streckenabschnitt Pinneberg-Elmshorn das Stiefkind der Planer?
    Zur Erinnerung: Die S-Bahn nach Pinneberg nahm im Herbst 1967 ihren Betrieb auf. Damals wurde uns in wenigen Jahren eine Verlängerung der Strecke nach Elmshorn versprochen.
    Die ganzen Planungen, samt neuer Haltepunkte in Pinneberg-Nord und Elmshorn Süd, wurden danach zigmal verworfen und wieder angekündigt.
    Wenigstens ein drittes Gleis mit Oberleitung sollte es zuletzt geben. Von den neuen Haltepunkten sprach schon lange niemand mehr.
    Dafür wird fleißig in Prisdorf gehalten, wo oft nur eine Handvoll Fahrgäste ein-oder aussteigt. Dem Dorf eine Busanbindung (Linie 185 teilweise andere Route) zu geben und dafür einen Teil der Züge und Kosten einzusparen, darauf scheint kein Planer zu kommen.
    Der LNVP verkündet nun, zusätzliche Gleise zwischen Pinneberg und Elmshorn wird es nicht geben.
    Die Deutsche Bahn scheint das anders zu sehen: Gerade wurde mit der örtlichen Politik Einvernehmen über den neuen Tunnel für die K 22 in Tornesch erzielt: der Autotunnel wird für eine viergleisige Bahntrasse geplant! Sind wir hier in Schilda oder kränkelt es an der Zusammenarbeit der Beteiligten?
    Auch die S-Bahnpläne ab 2027 sind ohne zusätzliche Gleise nur Makulatur. Generell ist zu fragen, ob eine S-Bahn so weit ins Umland Sinn macht. Abschreckendes Beispiel ist die Zuckel-S-Bahn nach Stade. Nur 100 km/h schnell, kein WC (auch an vielen Unterwegshaltepunkten nicht), das ist total suboptimal.
    Sollte der neue Bahnhof Altona-Nord bei Diebsteich kommen, wäre das Umsteigen weniger zeitraubend.
    Ich finde, da sollte man dann auch die S-Bahnpläne überdenken.
    Idee: Verlängerung der S-Bahn von Pinneberg nach Tornesch (über Pinneberg-Nord und Prisdorf) mit Option weiter nach Uetersen. Ich finde, das ist dann eine Fahrtzeit nach Hamburg, die gerade noch zumutbar ist.
    Die baulichen Voraussetzungen wären vorhanden, wenn man dann das marode Bahnhofsgebäude in Pinneberg abtragen würde.
    Die Planer sollten die Fahrgäste fragen, was sie wünschen: Lange Fahrten mit der langsamen S-Bahn ohne WC sicher nicht.

    Geschrieben von Schleswig-Holsteiner, 28/05/2014 1:19pm (vor 4 Jahren)