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Vorortbahn Rendsburg: Voller Erfolg für Testfahrten nach Seemühlen

Eintrag von Jochen Schulz, 26.08.2012

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Die Testfahrten für eine spätere Vorort- oder Stadtbahn Rendsburg, die anlässlich des Rendsburger Herbstes zwischen dem 24.8 und dem 26.8. stattfanden, waren ein voller Erfolg. An allen drei Tagen wurde von 12 Uhr bis 18 Uhr im Stundentakt zwischen Rendsburg Hbf über Büdelsdorf/RD-Kronwerk Gymnasium, Rendsburg-Mastbrook nach Rendsburg-Seemühlen und zurück mit einem Triebwagen der Regionalbahn Schleswig-Holstein gefahren. Am Morgen des 24.8. hatten knapp 400 Schüler des Gymnasiums Kronwerk die Gelegenheit die Planungen kennen zu lernen und mit mehreren für die Schule reservierten Sonderzügen zu fahren. In erster Linie für die Schüler des Gymnasiums Kronwerk wurde in Schulnähe ein provisorischer Haltepunkt eingerichtet, der aber nach Ende der Sonderfahrten auch von allen anderen Interesssieren genutzt werden konnte. Provisorische Einstiege wurden auch in Rendsburg-Mastbrook und Rendsburg-Seemühlen eingerichet.

 

Ein Zug der Testfahrten in der Nähe des Bahnübergangs Richthofenstrasse

Großer Andrang am provisorischen Halt Seemühlen

Die kostenlosen Probefahrten wurden sehr gut angenommen. Teilweise reichten die ca. 130 Sitzplätze nicht aus. Insgesamt konnten über 4.000 Fahrgäste begrüßt werden. In den Zügen (die jeweils von einem Mitarbeiter der LVS und der DB Regio begleitet wurden) wurde mit Flyern und Plakaten über das Projekt unterrichtet, mit dem ab Ende 2014 die Attraktivität des Bahnverkehrs in der Region Rendsburg entscheidend verbessert werden könnte. Das Projekt stieß auf großes Interesse. Das Publikum im Zug war sehr gemischt. Viele Familen waren mit Kindern unterwegs, der Platz für Kinderwagen wurde knapp. Trotz der geringen Höchstgeschwindigkeit von 40 km/h, den vorgeschriebenen Halten vor den Bahnübergängen und den längeren Aufenthalten an den Stationen aufgrund des großen Andrangs, waren viele Fahrgäste überrascht, wie schnell die Rendsburger City erreicht wurde. An Bord war eine sehr gute Stimmung. Das Ziel, Werbung für das Projekt zu machen, wurde so in jedem Fall erreicht.

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Kommentare

  • Frau Wegner, da sollten Sie aktiv werden!
    Leider gingen bisher fast nur Gegner des Projekts an die Öffentlickeit. In Fockbek sträubt man sich gegen die Bahn, auch die Politik.
    Ich zweifele allerdings, ob diese Kritiker den Unterschied zwischen Bus und Bahn aus eigener Anschauung kennen.
    Bis zum ehemalige Hohner Bahnhof lagen die Gleise noch bis 2004: Auch hier sieht man wieder, wie wenig die Politik vorrausschaut.
    Man investierte sogar noch Geld, um eine Bahntrasse unbrauchbar zu machen.
    Eine Reaktivierung bis Hohn wäre sicher keine schlechte Idee, wenn das die Umläufe hergeben würden.
    Was das LTG 63 angeht: Das dauert noch ein paar Jährchen.
    Auch danach wird der Platz sicher kein Ackerland, sondern ist mit seiner 3500 m Piste ideal für die sogenannten "Drohnen" geeignet und zudem Ausweichplatz für Jagel, wo diese Flieger bereits stationiert werden.
    Ein Bahnhaltepunkt Hohn hätte somit auch für die Bundeswehr und deren Personal Vorteile.

    Geschrieben von Fahrkartenkäufer, 02/10/2012 1:42pm (vor 6 Jahren)

  • Es wäre sehr schön, wenn dieser Schienenbus bis nach Hohn fortgeführt werden könnte. Das würde viele Probleme des ÖPNV im Amt Hohner Harde lösen helfen, ob es nun der Transport von Kinderwagen oder die Beförderung Behinderter betrifft. Doch auch die bessere Erreichbarkeit von Kiel und rendsburg allein ist für Bewohner und Gewerbetreibende ein deutliches Plus an Lebensqualität, welches sich vor allem auswirken wird, wenn das LTG 63 abzieht.

    Geschrieben von Sylke Wegener, 14/09/2012 1:49pm (vor 6 Jahren)