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Reaktivierung Kiel - Schönberger Strand: Abschluss Vorentwurfsplanung

Verfasst von L. Knipping am 12.06.2013 | 0 Kommentare

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Der seit Mitte der 1990er Jahren projektierten Wiederaufnahme des SPNV auf der Strecke Kiel –Schönberger Strand ist man einen bedeutenden Schritt nähergekommen: Im Frühjahr 2012 hatte die LVS die AKN Eisenbahn AG mit der Vorentwurfsplanung beauftragt. Diese erste Planungsphase ist nunmehr nahezu abgeschlossen und liegt der LVS in einem Entwurf vor.

Die Streckenertüchtigung wird vielerorts auch die Sanierung der Bahngräben umfassen.

Die bisher erbrachte Planungsleistung entspricht den Leistungsphasen 1 und 2 nach der HOAI (Honorarordnung für Architekten und Ingenieure) und umfasst die Grundlagenermittlung sowie die Vorplanung inklusive einer Kostenschätzung. Kernaufgaben dieser frühen Projektphase waren damit einerseits die umfassende Aufnahme des gegebenen Ist-Zustandes einerseits und die Erzeugung eines ersten Vorentwurfs zur Realisierung des gewünschten Ziel-Zustandes.

Hierzu wurden umfangreiche Vermessungsarbeiten durchgeführt, u.a. die Aufnahme der Gleisachsen, Weichen, der Geländetopographie sowie der bestehenden bautechnischen Anlagen, des Zustandes des Oberbaus, der Brücken, der Durchlässe und der Bahnübergänge. Der angetroffene bauliche Streckenzustand lässt sich allgemein mit „bestimmungsgemäß“ umreißen. Der Zustand der Anlagenbauteile variiert je nach Streckenabschnitt beträchtlich. Während der, durch täglichen Güterverkehr genutzte, südliche (Kieler) Abschnitt einen vergleichsweise höheren Standard aufweist (etwa durch durchgehend verschweißten Oberbau), herrschen in den nördlichen Abschnitten einfachere Verhältnisse vor (zumeist Stoßlückengleise verschiedener Bauformen). Dem Streckenbereich der VVM-Museumsbahn kann ein historischer Charakter attestiert werden. Das hier vorgefundene Anlagenmaterial entspricht dem Standard des frühen 20. Jahrhunderts.

 

Die Brücke über die Hagener Au aus dem Jahr 1896 wird nur kleinere Ausbesserungsarbeiten erfahren müssen.

Für die geplante Erhöhung der Streckengeschwindigkeit sind größere Instandhaltungsmaßnahmen auf gesamter Streckenlänge erforderlich. Dies umfasst die umfassende Ausbesserung und teilweise komplette Erneuerung des Oberbaus. Schienen und Schwellen werden ausgetauscht, das Schotterbett neu aufgebaut. Mancherorts wird auch der Unterbau neu hergestellt. Die Gleislage wird einem heutigen Standard zugeführt, d.h. Bogenradien, Gleisüberhöhungen, Übergangsrampen und –bögen werden angepasst. Erfreuliches Ergebnis der bisherigen Planung: Die heute vorhandene Gleistrasse kann dabei fast vollständig erhalten bleiben. Nur in zwei jeweils rund 200-300 m langen Kurvenradien wird die vorhandene Gleislage um mehr als einen Meter verschoben werden müssen. Im übrigen Bereich fallen die Abweichungen deutlich geringer aus und liegen meist in einem Bereich von wenigen Zentimetern. Die Ertüchtigung der Gleisinfrastruktur wird für den Laien daher nur bedingt erkennbar sein.

Nach ersten Überlegungen wird die Sanierung vorwiegend maschinell „axial“ erfolgen, d.h. mit Gleisbauzügen. Einzubauendes und abzutransportierendes Material wird dabei mittels Bahnwagen heran-, bzw. abgeführt. Bei diesem Verfahren können Zufahrten der Baustelle per LKW weitgehend vermieden werden.  In einem kürzeren Streckenabschnitt, dessen Sanierungsbedarf ohnehin gegeben ist, könnte bereits im Herbst 2013 mit ersten Instandsetzungsarbeiten begonnen werden.

 

Sämtlich vorhandenen BÜ-Anlagen werden technisch erneuert und mit Lichtsignalanlagen und Halbschranke ausgerüstet.

Während der heutige Streckenbetrieb noch per Zugleitung und ohne zusätzliche technische Sicherung erfolgt, wird die Strecke zukünftig deutlich höheren Anforderungen genügen. Die Leit- und Sicherungstechnik wird ein elektronisches Stellwerk (ESTW) umfassen, das bereits im Oktober 2014 an das ESTW im Kieler Hbf per Blockanpassung angebunden werden soll. Neben der Sicherung des Zugbetriebs werden auch die Bahnübergänge den neuesten technischen Standards entsprechen. Zumeist handelt es sich um zugbediente Anlagen mit Überwachungssignal. Straßenseitig werden Lichtsignalanlagen und Halbschranken verbaut. Die Strecke wird zu diesem Zweck vollständig mit Lichtwellenleitern (Glasfaserkabel) ausgestattet werden. Der ohnehin zu realisierende Kabelkanal könnte hierbei dabei einen kostengünstigen Beitrag zur besseren Versorgung der Region mit Breitband-Internet leisten (Stichwort: FTNN - Fibre To The Node).

 

Die historischen Anlagen des Museumsbahnhofs Schönberger Strand werden weitgehend erhalten.

Der Museumsbahnhof am Schönberger Strand wird sein historisches Ambiente dagegen weitgehend beibehalten. Für den regulären SPNV-Betrieb wird ausschließlich das südlich liegende Gleis 1 genutzt und den Vorschriften entsprechend erneuert. Angestrebt wird die Errichtung eines barrierefreien Außenbahnsteiges, so dass sowohl der Mittelbahnsteig wie auch die restlichen Gleisanlagen des Vereins im historisch korrekten Bestand verbleiben können.

 

Auch dieses Jahr bestellt die LVS zur Kieler Woche wieder Sonderzüge nach Schönberg bzw. Schönberger Strand.

Wer sich einen Eindruck des aktuellen Streckenzustands machen möchte, kann dieses übrigens in Kürze erfahren, denn die Kieler Woche 2013 steht unmittelbar bevor. Und wie bereits in den Vorjahren verkehren an beiden Wochenenden (21.- 23. sowie 28. – 30. Juni) wieder regelmäßig Triebwagen der Regionalbahn Schleswig-Holstein im 2-Stunden-Takt zwischen Kiel und Schönberg, wo der direkte Umstieg in die Museumszüge bis zum Strand möglich ist. Für die Fahrten, die jeweils bis in die späte Nacht angeboten werden, gilt der reguläre SH-Tarif. Den Fahrplan finden Sie hier.

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Neues Empfangsgebäude Heide in Betrieb

Verfasst von Jochen Schulz am 08.05.2013 | 5 Kommentare

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Durchschneiden des Bandes mit Herrn Bürgermeister Stecher und Herrn Kruse vom Bahnhofsmanagement (Foto: Johannes Jessen, DB ProjektBau)

Mit der Inbetriebnahme des neuen Bahnhofsgebäudes in Heide am 7. Mai 2013 sind die Modernisierungsarbeiten für den Bahnhof einen weiteren Schritt vorangekommen. Im neuen Gebäude befinden sich ein Reisezentrum der DB AG, ein Kiosk (DB ServiceStore mit Backwaren, Presse, etc.) ein Warteraum, WC-Anlagen und Sozialräume. In den kommenden Wochen wird auch der Bahnsteigservice der DB Station&Service AG in das Gebäude ziehen. Die Einweihung erfolgte durch Stadt, Land und DB AG.

Hier noch der Text der Presseinformation der DB AG:

Neues Bahnhofsgebäude in Heide wird eröffnet

Investition von rund 780.000 Euro

(Hamburg, 03. Mai 2013) Die Deutsche Bahn eröffnet am Dienstag, 7. Mai um 11 Uhr feierlich das Empfangsgebäude im Bahnhof Heide in der Güterstraße 13. Nach umfangreichen Baumaßnahmen können sich Kunden und Besucher auf das neue Empfangsgebäude mit seinen Serviceeinrichtungen freuen. Die Kosten für die Modernisierung belaufen sich auf rund 780.000 Euro. Das Land Schleswig-Holstein beteiligte sich mit rund 250.000 Euro an Warteraum, Fahrgastinformation und WC-Anlage. Im neuen Empfangsgebäude sind ein Wartebereich, ein DB Servicestore, das Reisezentrum sowie öffentliche WC-Anlagen vorhanden.

Das Reisezentrum ist montags bis freitags von 6.45 Uhr bis 11 Uhr sowie von 11.30 Uhr bis 15 Uhr geöffnet. Der Verkaufsraum präsentiert sich in neuem Design sowie mit einem speziell gestalteten Counter für mobilitätseingeschränkte Kunden mit Leitstreifenanbindung an den Bahnsteig. Außerhalb der Öffnungszeiten stehen den Reisenden im Bereich des Bahnhofs vier Fahrausweisautomaten zur Verfügung.

Der DB Servicestore ist montags bis freitags von 5.30 Uhr bis 21 Uhr geöffnet, samstags von 6.30 Uhr bis 21 Uhr und an Sonn- und Feiertagen von 7.30 Uhr bis 21 Uhr. Der rund 50 qm große Store präsentiert sich mit seinem neuen Erscheinungsbild modern und ansprechend und bietet Bahnreisenden ein attraktives Angebot, dass von Backwaren, Kaffeespezialitäten, kalten Getränken über Tabakwaren bis hin zu Zeitungen und Zeitschriften reicht. Mit dem modernen Verkaufskonzept der ServiceStores bietet die Deutsche Bahn ihren Kunden auch an kleineren Bahnhöfen eine neue Servicequalität.

Hier noch ein paar Aufnahmen:

Der Wartebereich zwischen Reisezentrum und DB ServiceStore

Eingang zum Reisezentrum (Foto: Johannes Jessen, DB ProjektBau)

Der DB ServiceStore (Foto: Johannes Jessen, DB ProjektBau)

Das neue Gebäude von der Gleisseite aus gesehen

Im Sommer erfolgt die Installation der beiden Bahnsteigdächer. Das Dach am Hausbahnsteig wird das neue Gebäude komplett überspannen, so dass rundherum ein Wetterschutz gegeben sein wird. Die vor dem Gebäude stehende provisorische Beleuchtung kann dann auch entfallen. Ingesamt wird sich der Gesamteindruck des Bahnhofes noch einmal entscheidend verbessern. Als letzte größere Maßnahme ist dann die Neugestaltung der Fläche des ehemaligen Empfangsgebäudes vorgesehen. Als Zugangsbereich Nord soll diese Fläche einen ansprechenden Charakter erhalten.

 

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Pünktlichkeit im März gesunken

Verfasst von Nadine Niewiera am 22.04.2013 | 1 Kommentare

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Die Pünktlichkeit im Bahnverkehr ist nach der zuletzt sehr erfreulichen Entwicklung leider im März deutlich gesunken. Ursache hierfür war vor allem der erneute Wintereinbruch; dieser führte zu einigen Bahnübergangs- und Signalstörungen. Auch die Fahrzeuge blieben von Schnee und Eis nicht verschont: Insbesondere auf den Strecken, auf denen Doppelstockwagen eingesetzt sind, kam es zu Verzögerungen aufgrund von Türstörungen.

Pünktlichkeit 2013 nach Netzen und Linien

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Pünktlichkeit zu Jahresbeginn sehr gut

Verfasst von Nadine Niewiera am 10.04.2013 | 2 Kommentare

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Im Januar und Februar 2013 ist die Pünktlichkeit wieder erfreulich gestiegen: Sie lag bei 95,0% (Januar) bzw. 95,5% (Februar). Im Februar lag sie damit deutlich über dem Vorjahreswert (92,8%).

Vor allem die RB zwischen Hamburg und Bad Oldesloe hat sich mit einer Pünktlichkeit von 97,1% bzw. 98,4% deutlich verbessert; die im Dezember 2012 umgesetzten Fahrplanänderungen mit u.a. längeren Wendezeiten wirken sich hier offensichtlich schon aus.

Pünktlichkeit 2013 nach Netzen und Linien

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