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Abweichungen im Fahrzeugeinsatz bei DB Regio

Wieder im Einsatz u.a. nach Fehmarn: Die älteren Triebwagen der Baureihe 628
Verehrte Fahrgäste,
leider ist derzeit bei der Regionalbahn Schleswig-Holstein nicht die eigentlich erforderliche Anzahl von LINT-Triebwagen einsatzbereit. Daher kommt es zu Abweichungen im Fahrzeugeinsatz. Insbesondere zwischen Lübeck und Neustadt/Fehmarn, aber auch zwischen Lübeck und Travemünde (3 Zugpaare) kommen Triebwagen der Baureiche 628 zum Einsatz. Diese Fahrzeuge haben leider keinen Niederflureinstieg. Zwischen Kiel und Neumünster werden bei der Regionalbahn Wagenzüge eingesetzt. Diese Züge haben einen Steuerwagen mit Hublift. Wir bedauern die damit verbundenen Unannehmlichkeiten und hoffen auf eine baldige Rückkehr zum vereinbarten Fahrzeugeinsatz.
Infrastrukturmängel zwischen Neumünster und Flensburg
Hier wird auf eine Langsamfahrstelle mit 70 km/h hingewiesen
"Technische Störung an der Strecke: Zwischen Flensburg und Neumünster kommt es derzeit zu Verspätungen": Diese Meldung lesen derzeit alle Reisenden, die sich auf der Internetseite der Bahn über den Fahrplan zwischen Neumünster und Flensburg informieren. Dahinter steckt, dass seit 1.12.2011 auf längeren Streckenabschnitten zwischen Neumünster und Flensburg nur noch mit eingeschränkter Geschwindigkeit gefahren werden darf. Diese Geschwindigkeitseinschränkungen, die so genannten La-Stellen (Langsamfahrstellen) wurden aufgrund von Oberbaumängeln der Infrastruktur der DB Netz AG verhängt. So etwas passiert immer mal wieder, doch die Dimension der jetzigen Einschränkungen ist einmalig. Sie hat deutliche Auswirkungen auf die Betriebsqualität der Strecke Neumünster-Flensburg, wirkt sich aber aufgrund von Anschlussbeziehungen in Reiseketten auch auf die Strecken Kiel-Hamburg und Kiel-Husum aus. Wir bedauern die Nachteile, die den Reisenden hierdurch entstehen und haben bei der DB Netz AG eine zügige Beseitigung der Mängel eingefordert.
Dies ist an den Stationen zwischen Neumünster und Flensburg derzeit leider häufig zu sehen
Erneuerter Bahnhofsvorplatz in Nortorf eingeweiht
Bürgermeister Krebs weihte heute zusammen mit Innenminister Klaus Schlie den neuen Bahnhofsvorplatz in Nortorf ein.
Der Bahnhof Nortorf gehörte bisher nicht gerade zu den Aushängeschildern in Schleswig-Holsteins Bahnhofslandschaft. Ganz im Gegenteil: Bei den regelmäßigen Qualitätskontrollen an den Stationen bekam er mehrfach sehr schlechte Noten. Durch die in diesem Jahr erfolgte Neugestaltung des Bahnnhofsvorplatzes und der damit verbundenen deutlichen Aufwertung des Umfeldes könnte sich dies jetzt aber ändern. Heute wurde die Anlage offiziell eingeweiht. Mit dabei war der Landesinnenminister Klaus Schlie. Dies weil die Umgestaltung des Bahnhofsvorplatz die letzte größere Maßnahme bei der städtebaulichen Aufwertung des Bahnhofsumfeldes war. Die eigentliche Verkehrsanlage wurde aber über LVS vom Verkehrsministerium mit ca. 360.000 € gefördert. Folgende Punkte charakterisieren das gelungene Vorhaben:
- Durch eine verbesserte Anordnung der Busstellplätze (Sägezahnaufstellung) wird der Umstieg zwischen Bahn und Bus erleichtert. Insbesondere entfällt die Notwendigkeit einer Straßenüberquerung.
- Die derzeit nur sehr eingeschränkten Sichtbeziehungen zwischen Bahnhofsvorplatz und Bahnsteigen werden durch die Herstellung eines großzügiger gestalteten Übergangsbereiches wesentlich verbessert. In diesem Übergangsbereich werden auch Wartemöglichkeiten und Infovitrinen sowohl für Bus- als auch Bahnkunden angeboten. Durch den Abriss einer heute als Spielhalle genutzten ehemaligen Güterhalle des Bahnhofsgebäudes, wird der Bahnhofsbereich erheblich aufgewertet.
- Es wurden 19 Pkw-Stellplätze hergestellt, die über eine direkte Wegeverbindung mit dem Bahnsteig verbunden sind. Insgesamt wurden 120 Fahrradstellplätze am Bahnhofsvorplatz und weitere ca. 20 Stellplätze an der anderen Seite des Bahnhofes hergerichet. Die Abstellanlagen wurden mit zeitgemäßen Anlehnbügeln ausgestattet.
Hier noch einige Aufnahmen der neuen Anlage:
Gesamtansicht der neuen Anlage mit Busbuchten und neuer Fahrradabstellanlage
Großzügiger Übergangsbereich zum Bahnsteig und neue Toilettenanlage im Empfangsgebäude
Neue, qualitativ hochwertige Fahrradabstellanlage
Alter Bus am neuen Bussteig
Schulnote 2,38 für die Bahnstationen
Für die 172 Bahnstationen in Schleswig-Holstein gab es bei der halbjährlichen Qualitätskontrolle jetzt die Durchschnittsnote 2,38. Damit wurden die Stationen erheblich besser bewertet als im Winter 2010 (Note 2,48) und im Sommer 2010 (Note 2,49). Der jetzige Wert ist der beste seit dem Sommer 2006 – damals wurde die Note 2,32 erreicht. Die Qualitätskontrollen führt die Agentur Bahnstadt bereits seit 2001 im Auftrag der LVS durch. Bei den Kontrollen geht es darum, zu bewerten, ob die vereinbarte Ausstattung der Stationen für die Fahrgäste in der erforderlichen Qualität zur Verfügung steht.
Die Stationsbetreiber haben die an den Stationen festgestellten Schäden und Verschmutzungen seit dem Sommer 2010 kontinuierlich reduziert. Auch in den einzeln bewerteten Bereichen „Wartekomfort“, „Information“ und „Service“ gab es erfreulicherweise Verbesserungen gegenüber den letzten beiden Qualitätsprüfungen.
Ungewöhnlich hoch warenn allerdings die Zahlen der defekten Aufzüge (an 5 Stationen gegenüber 2 im Winter) und der defekten Uhren (an 26 Stationen gegenüber 18 im Winter).
Wie schon bei den vergangenen drei Qualitätskontrollen gab es auch dieses Mal für keine Station die Gesamtnote „mangelhaft“. „Sehr gut“ in allen Bereichen gab es in diesem Sommer für neun Stationen, die bis auf Niebüll NEG alle im Bereich der AKN liegen.