Fahrplanauskunft
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Im Frühtau zu Berge ...

Tour-Nummer 04 / 2003

Von Gipfel zu Gipfel durch die Hüttener Berge (Eckhard Voß)

  • aktiv und draußen
  • toll für Familien
  • raus in die Natur
  • Leckereien unterwegs
  • für das schmale Budget

"Aha, ihr wollt mit uns in Schleswig-Holstein eine Bergwanderung machen ... Also ehrlich, eure Witze waren auch Schuhschlappenschon mal besser." Susi, die mit ihrem Mann Martin aus dem Brandenburgischen zu Besuch ist, hält unsere Ankündigung für einen schlechten Scherz. Doch je mehr ich ihr von den Hüttener Bergen - dem Harz des Nordens - erzähle, desto stiller wird sie. Und schließlich kapituliert sie: "Okay, dann lasst uns zur Gipfeltour aufbrechen. Was meint ihr, werden wir die Berge ohne Sauerstoffmasken schaffen?"

Von Eckernförde aus geht es am nächsten Morgen per Bus nach Westen. Und schon bald zeichnet sich das Massiv der Hüttener Berge deutlich am Horizont ab. Unsere Besucher sind beeindruckt: "Was für eine beeindruckende Gebirgslandschaft!" Und dann müssen wir alle herzhaft lachen.

Eins wird uns Otto von Bismark nach dem Verlassen des Busses an der Haltestelle Baumgarten schnell klar: Traumhaft schön ist es hier wirklich. Nur eben nicht unbedingt alpin. Unser Weg führt zunächst den Waldlehrpfad entlang bis zu einer höher gelegenen Schutzhütte. Doch für eine erste Rast ist es noch etwas zu früh. Also gehen wir weiter und erreichen schließlich die Talsenke, auf die wir eben noch hinuntergeschaut haben. Spätestens jetzt weicht auch die Ironie unserer Gäste echter Begeisterung: "Das ist hier ja wie im Scharzwald", muss Martion zugeben.

Dann beginnt der Aufstieg. Stetig bergan geht es in die Höhe - bis wir schließlich den Gipfel des 106 Meter hohen Scheelsberges erreichen. Ohne Sauerstoffmasken. Wir schütten allesamt Glückshormone aus. Und eine gute Stunde später - auf dem Aschberg - belohnen wir uns in den Aschberg-Stuben im stilechten 70er-Jahre-Ambiente mit Kaffee und Torte. Natürlich Schwarzwälder-Kirsch.

Ö: mit der Buslinie 3050 auf der Strecke Rendsburg - Eckernförde bis Holzbunge, Abzweigung Bistensee