Fahrplanauskunft
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„Fische, Fische, Fische!!!“

Tour-Nummer 09 / 2007

Eckernförde von der Wasser- und der Landseite (Eckhard Voß)

  • aktiv und draußen
  • toll für Familien
  • raus in die Natur
  • Leckereien unterwegs
  • für das größere Budget

Pünktlich um 11:00 Uhr treffen wir uns an einem sonnigen Sonnabend mit Alexander 1, Alexander 2, Julia, Karla, Katharina, Lukas, Luzie, Moritz und Oskar am Eckernförder Hafen zur großen Familien-Sömmertour. Unser Schiff wartet schon. Angriffslustig liegt die „ECKE 4“ mit ihrer Haifischgebiss-Bemalung am Bug an der Hafenkante. „Herzlich willkommen“, begrüßt uns Käpt’n Eckhard Michelsen und schon tuckert er mit uns aus dem Hafenbecken hinaus in die Eckernförder Bucht. Auf der Fahrt zu seinen Netzen erzählt er uns, dass es noch in den 80er Jahren rund 100 Kutter in Eckernförde gab, aber heute nur noch fünf übrig geblieben sind.

Er manövriert die „ECKE 4“ in Sichtweite des Eckernförder Sandstrands an eine bunte Boje heran und ehe wir uns versehen, wird mit einer Motorwinde ein engmaschiges Netz an Bord gezogen. Plötzlich schreit Alexander 1 an der Bordkante: „Fischalarm!“ Und dann geht es Schlag auf Schlag: „Da, ein zweiter Fisch!“, „Noch ein Fisch, noch ein Fisch!“, „Fische, Fische, Fische!“. Nebenbei lernen wir, was einen Butt zum Strufbutt macht, wie sich Dorsch und Kabeljau unterscheiden und woher der Taschenkrebs seinen Namen hat.

Eine Stunde und fünfzehn Fischbrötchen später muss dann kein Kind mehr arbeiten. Denn jetzt sind Hermann Hinrichs und seine Frau Heike dran. Die beiden haben im Zentrum Eckernfördes eine Bonbonkocherei. Hinter einer großen Glasscheibe können wir zusehen, wie aus flüssiger Zuckermasse köstlich duftende Zitronen-Orangen-Bonbons werden. Kein Wunder, dass das Fazit meines Neffen Oskar positiv ausfällt: „Onkel Ecki, das ist ja das reinste Paradies hier.“

Eine Meinung, der sich auch die Erwachsenen gern anschließen. Und die auch nicht revidiert werden muss, als wir unsere dritte Station erreichen: Das Café Heldt. Als wir schließlich alle kuchensatt in der Nachmittagssonne am Eckernförder Sandstrand liegen, sind wir uns einig: Eckernförde ist wirklich ein Familienparadies. Und man muss ja nicht gleich mit neun Kindern anreisen!

Eckhard Voß

Ö: Aus Richtung Kiel oder Flensburg stündlich mit der Regionalbahn bis Eckernförde. Aus Rendsburg

mindestens fünfmal täglich mit dem Schnellbus 3050 nach Eckernförde.

Info

Vom Bahnhof Eckernförde bis zum Binnenhafen gehen Sie zu Fuß gut zehn Minuten: An der Ampel vor dem Bahnhof die Reeperbahn überqueren und die Bahnhofstraße hinunter bis zur Kieler Straße gehen. Nach links abbiegen, dann immer weiter geradeaus bis zum Hafen. Rechts von der Klappbrücke ist der Liegeplatz des Fischkutters „ECKE 4“. Zur Bonbonkocherei einfach ein kleines Stück zurück Richtung Stadtzentrum gehen und auf der linken Straßenseite der Ausschilderung in den Hinterhof folgen. Von hier aus zum Café Heldt sind es nur etwa fünf Minuten. Schräg links gegenüber der Bonbonkocherei nach rechts in den Ochsenkopf biegen, die Langebrückstraße überqueren und weiter geradeaus gehen – am Ende der St.-Nicolai- Straße liegt das Café auf der rechten Seite.

Touristinfo, Eckernförde Touristik GmbH, Stadthalle, Am Exer 1, 24340 Eckernförde, T. 043 51 / 717 90, www.ostseebad-eckernfoerde.de.

Fischkutter „ECKE 4“, Eckhard Michelsen, T. 043 51 / 30 23 oder 01 71 / 416 66 35, Apr. – Sep. täglich Fischerei-Kurzfahrten nach Absprache, Erwachsene 8,00 Euro, Kinder 6,00 Euro. Bonbonkocherei Hermann Hinrichs, Frau-Clara-Straße 22, 24340 Eckernförde, T. 043 51 / 88 99 86, www.bonbonkocherei.de, Mai – Sep.Di. – So. 11:00 – 18:00 Uhr, Okt. – Apr. Mi. – Fr. 14:00 – 18:00 Uhr, Sa. und So. 11:00 – 18:00 Uhr.

Café Heldt, St.- Nicolai-Straße 1, 24340 Eckernförde, T. 043 51 / 27 31, www.cafe-heldt.de.