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Bretter, Bretter, Bretter

Tour-Nummer 08 / 2011

Ein surforientierter Tagesausflug nach Fehmarn (Jörn Radtke)

  • aktiv und draußen
  • für das mittlere Budget
  • für das größere Budget

Wer das Surfen erlernen und sich dabei prächtig amüsieren möchte, für den ist Burg auf Fehmarn die erste Adresse. Eine der bekanntesten Surfschulen auf der Insel ist die von Manfred und Jürgen Charchulla. Die „Surf-Twins“ gehörten schon zur Surfer-Szene, als es die in Deutschland noch gar nicht gab. 1975 verschlug es die beiden nach Fehmarn, wo sie ihre Surfschule gründeten.

Surf-Novizen wird hier der Schnuppertag empfohlen, der dem ersten Schulungstag des dreitägigen Grundkurses entspricht. Aber bevor es aufs Wasser geht, werden zunächst Trockenübungen absolviert. „Du musst erst mal die Schrittfolgen auf dem Brett lernen, ohne Segel – dann fällst du nachher nicht mehr so oft ins Wasser“, erklärt Manfred Charchulla. Und wenn doch, so ist das nicht weiter schlimm: Das Wasser des Burger Binnensees hat fast überall Stehtiefe.

In der zur Surfschule gehörigen „Karibikbar“ kann man zudem die eigenhändig gesammelten Sandproben von den Stränden dieser Welt bewundern. Oder sich einen Cocktail mixen lassen und sich bei einem „Fehmarn Sunset“ anschauen, wie vor dem Fenster die angehenden Lizenz-Surfer ihre Balanceübungen machen.

Und auf dem Rückweg von der Insel lohnt sich ein Abstecher ins „Surfmuseum“. Und wer hat’s erfunden? Natürlich die Charchulla-Zwillinge. Die haben hier zahlreiche einmalige Exponate ausgestellt. Allerdings: Für Nicht-Kenner die Ausstellung zwar ganz interessant, aber nicht wirklich erhellend. Daher bietet es sich an, vorher die Charchullas besucht und ihren Geschichten in der „Karibikbar“ gelauscht zu haben.

Jörn Radtke

Ö: Vom ZOB in Kiel mit dem Bus nach Oldenburg/Holstein. Hier auf dem Markt umsteigen in den Bus nach Burg auf Fehmarn. Am Niendorfer Platz in Burg aus und in den Bus nach Burgtiefe/Jachthafen einsteigen. Oder mit dem Regionalexpress von Lübeck Hauptbahnhof nach Fehmarn-Burg. Von hier in sechs Minuten zu Fuß zur Haltestelle „Stadtpark Burg a. F.“ und von hier mit dem Bus nach Burgtiefe/Jachthafen.

Info

  • Fehmarn ist eine Surfer-Insel, keine Frage. Aber sie hat viel mehr zu bieten als Strände und Wellengang. Gerade Familien finden hier ein buntes, abwechslungsreiches Programm und zahlreiche Sehenswürdigkeiten. Es bietet sich an, mit dem Bus nach Burg auf Fehmarn zu fahren, hier ein Fahrrad zu mieten und dann die mitunter etwas auseinander liegenden Stationen zu besuchen. Das spart Zeit. Aber wer sich dafür entscheiden sollte, bei den Charchullas auf Fehmarn das Surfen zu erlernen, sollte darüber nachdenken, mehrere Tage auf der Insel zu bleiben. Unterkünfte gibt es jede Menge: vom Campingplatz über die Ferienwohnung bis zum Hotel. www.fehmarn.de, www.extreme-life.de/Windsurfen.html, www.surfmuseum-fehmarn.de