Land startet Vorentwurfsplanung für die S 4

Länder erteilen Auftrag für Vorplanung der östlichen S-Bahn-Linie 4

Die Länder Hamburg und Schleswig-Holstein haben jetzt zwei Gutachterbüros mit der Vorentwurfsplanung für die geplante S-Bahn "S 4" zwischen Hamburg, Ahrensburg und Bad Oldesloe beauftragt. Mit der neuen S-Bahn soll das Angebot vor allem für Pendler in Richtung Hamburg deutlich verbessert werden.

Medieninformation des Ministeriums für Wissenschaft, Wirtschaft und Verkehr vom 28.02.2012:

"Meilenstein für den geplanten Bau der S-Bahn-Linie 4 zur Entlastung des öffentlichen Nahverkehrs rund um Hamburg. Wie Schleswig-Holsteins Verkehrs-Staatssekretärin Dr. Tamara Zieschang mitteilte, wurde nach Abschluss der Ausschreibung jetzt der Zuschlag für den auf 1,8 Millionen Euro taxierten Vorplanungsauftrag für die östliche S-4-Achse zwischen Hamburg, Ahrensburg und Bad Oldesloe erteilt. Das Düsseldorfer Ingenieurbüro Schüßler-Plan wird das Teillos „Hamburg“ bearbeiten, mit dem Los „Schleswig-Holstein“ wurde die Bietergemeinschaft „Vössing/Inros Lackner/Eucon“ mit Sitz in Hamburg beauftragt. „Beide Büros überzeugten neben dem Preis durch umfassende Erfahrungen bei der Planung vergleichbarer Groß-projekte im S-Bahn-Bereich“, begründete Zieschang. Bei der S 4 (Ost) komme es nun darauf an, zusätzliche Gleise für den S-Bahn-Verkehr neben einer Bestandsstrecke ein-schließlich neuer Stationen zu planen, umfassende Lärmschutzmaßnahmen vorzubereiten und zahlreiche Bahnübergänge anzupassen. Beim Teilnahmewettbewerb hatten ins-gesamt zwölf Büros ihr Auftragsinteresse bekundet.

Nach den Worten von Zieschang stehen die Planer vor der Herausforderung, innerhalb eines Jahres das für die Metropolregion Hamburg wichtige Schlüsselprojekt entscheidungsreif zu machen. Von der Vorplanung werden unter anderem exakte Angaben zum Investitionsbedarf für die 35,8 Kilometer lange Strecke Bad Oldesloe – Hamburg-Hasselbrook erwartet. Zwischen Bargteheide und Hasselbrook sind auf 24,3 Kilometer Länge bis zu zwei separate S-Bahn-Gleise völlig neu zu planen. Auf Basis der Vorentwurfsplanung wird anschließend mit dem Bund über die konkrete Finanzierung des der-zeit auf 350 Millionen Euro geschätzten Projekts verhandelt. Bereits im vergangenen Jahr zeigte sich der Bund gegenüber der S4 „aufgeschlossen“, woraufhin die Länder in die konkreten Planungen eingestiegen sind.

Wie Zieschang weiter sagte, soll der Planungsprozess nicht hinter verschlossenen Türen stattfinden, sondern von einer intensiven Beteiligung aller Betroffenen begleitet werden. Darüber hinaus wird Schleswig-Holstein noch im Laufe des Jahres eine ähnliche Vorplanung für die später zu realisierende Weststrecke der S4 zwischen Hamburg-Altona und Itzehoe/Kellinghusen beginnen."

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