Fahrplanauskunft
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Empfehlungen zur Planung

Standorte gut wählen

Je weiter Bike+Ride- und Park+Ride-Anlagen vom Bahnhof entfernt sind, desto unwahrscheinlicher ist ihre Nutzung. Morgens möchten Pendler möglichst schnell und auf kurzen Wegen zum Bahnsteig kommen. Sind keine Abstellmöglichkeiten in der Nähe vorhanden, werden die Fahrräder an einem Laternenmast oder einem Geländer abgeschlossen und Autos falsch geparkt.

Übergreifend planen

Einige Kommunen stellen den Nutzen von Park+Ride für sich infrage: Sie bauen und finanzieren zum Teil Parkplätze für Pendler, die woanders wohnen. Die Kommunen müssen hierfür oft attraktive Flächen in zentraler Lage zur Verfügung stellen, die auch für Gewerbe oder Wohnen interessant sind. Mehr Park+Ride bedeutet auch mehr (ruhender) Autoverkehr in den Zentren.

Park+Ride braucht verhältnismäßig viel Fläche bei einer relativ kleinen Nutzerzahl. Für den richtigen Mix ist es sehr wichtig, die Alternativen zum PKW zu stärken:

  • Bike+Ride braucht deutlich weniger Fläche als Park+Ride,
  • Fuß- und Radwege zum Bahnhof sollten gut ausgebaut und
  • Bus und Bahn gut miteinander verknüpft sein.

Die NAH.SH GmbH empfiehlt eine gemeindeübergreifende Planung, die alle Verkehrsströme einer Region als Grundlage heranzieht.

Fremdnutzung und Parkraumbewirtschaftung  berücksichtigen

Fremdnutzung und Parkraumbewirtschaftung lassen sich nicht mit einer Landesförderung vereinbaren. Ziel ist es, dass die Landesmittel in Projekte fließen, die den ÖPNV attraktiver machen. Dazu gehört auch, dass die geförderten Bike+Ride- und Park+Ride-Anlagen Pendlern kostenfrei zur Verfügung gestellt werden.

Wenn die Park+Ride-Plätze günstiger sind, kann das jedoch dazu führen, dass Innenstadtbesucher und Anwohner die Anlagen nutzen und sie damit nicht mehr  für den Park+Ride-Kunden zur Verfügung stehen. Unter besonderen Umständen können Kommunen mit der  NAH.SH GmbH dann Gebühren für Bike+Ride- und Park+Ride-Plätze vereinbaren.

Wichtig dabei: Die Gebühren dürfen die Unterhaltungskosten für die Anlage nicht übersteigen. Es gibt Beispiele für Park+Ride-Anlagen in Schleswig-Holstein, bei denen die Gebühren deutlich über den Unterhaltungskosten liegen und die Kommune mit dem Betrieb der Anlage Gewinne erzielt. Diese Alternative ist denkbar, wenn auf die Förderung aus Landesmitteln verzichtet wird. Die Kommunen müssen alle Rahmenbindungen berücksichtigen und eine für ihren Standort optimale Lösung wählen.