Fahrplanauskunft
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Zu den Fördermittel

Kommunen können für Bike+Ride- und Park+Ride-Angebote an Bahnhöfen Finanzmittel des Landes Schleswig-Holstein in Anspruch nehmen. Der Nahverkehrsverbund Schleswig-Holstein (NAH.SH GmbH) verwaltet diese Finanzmittel für das Land und ist der zentrale Ansprechpartner für die Kommunen.

Binden Sie bereits zu Beginn der Planungen die NAH.SH GmbH ein. Das erspart unter Umständen Zeit und Kosten, die sonst zu einem späteren Zeitpunkt für Korrekturen im Förderantrag anfallen würden. Klären Sie auch gleich zu Beginn mit der NAH.SH GmbH, ob das Vorhaben verkehrlich sinnvoll und damit grundsätzlich förderfähig ist.

Kontakt:

NAH.SH GmbH
Wiebke Preckwinkel
Raiffeisenstraße 1
24103 Kiel
T 0431.660 19 18
wiebke.preckwinkel@nah.sh

   

Die NAH.SH GmbH benötigt folgende Unterlagen in dreifacher Ausführung:

  • Ausgefüllter Förderantrag. Wir senden Ihnen das Formular per E-Mail zu.
  • Entwurfsplanung für die Bike+Ride- oder Park+Ride-Anlage mit einem Erläuterungsbericht, Plänen und Kostenschätzung.
  • Bedarfsanalyse für die Bike+Ride- oder Park+Ride-Anlage mit folgendem Inhalt:
  • Entwicklung des ÖPNV-Aufkommens am betreffenden Bahnhof
  • Auslastung vorhandener Parkplätze und Fahrradabstellanlagen (mit Fotodokumentation) - Umfang wild abgestellter Fahrzeuge und Fahrräder - Anteil der Fahrrad- und/oder PKW-Nutzer unter Schülern und Pendlern
  • Abschätzung des zukünftigen Bedarfs an Abstellanlagen

Diese ersten Arbeitsschritte der HOAI-Leistungsphasen 1 bis 4 können grundsätzlich nicht gefördert werden.

Die NAH.SH GmbH prüft die vorliegenden Anträge. Um die sogenannten zuwendungsfähigen Kosten zu ermitteln, arbeitet die NAH.SH GmbH mit externen fachtechnischen Prüfern zusammen. Maximal 75 Prozent der zuwendungsfähigen Kosten können gefördert werden. Bei einfachen Fahrradbügeln und Park+Ride-Stellplätzen sind die maximal zuwendungsfähigen Kosten festgelegt. Die Maximalbeträge für höherwertige Bike+Ride-Anlagen sind seit Juni 2015 aufgehoben, um den Bau von überdachten und abschließbaren Fahrradabstellmöglichkeiten besonders zu unterstützen.

Rechenbeispiel zuwendungsfähige Kosten und  Zuwendungshöhe

Sie planen am Bahnhof in Ihrer Gemeinde die Erweiterung einer Park+Ride-Anlage um 40 Stellplätze. Pro Stellplatz sind max. 7.500 Euro Baukosten zuwendungsfähig, die nach fachtechnischer Prüfung und verkehrlicher Bewertung der NAH.SH GmbH in voller Höhe notwendig sind und anerkannt werden:

40 x 7.500 € = 300.000 €
Die Höhe der Zuwendung beträgt somit
300.000 x 75 Prozent maximaler Fördersatz
= 225.000 € Zuwendung. 

 

Gut zu wissen: Bevor Sie mit der Maßnahme beginnen, müssen Sie den Antrag bei der NAH.SH GmbH gestellt haben. Sonst ist eine Förderung nicht mehr möglich.

Es gibt eine Bagatellgrenze: 10.000 Euro Mindesthöhe zuwendungsfähige Kosten und 7.500 Euro Mindesthöhe Zuwendung. Eine Antragstellung ist nur oberhalb dieses Betrags möglich.

Kommunen in der Metropolregion Hamburg können für den Bau von Bike+Ride- und Park+Ride-Anlagen zusätzlich zum GVFG eine Förderung aus dem Förderfond Nord beantragen. Es können bis zu 50 Prozent des Eigenanteils der Kommune aus diesem Topf finanziert werden.