Fahrplanauskunft
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Die Information der Fahrgäste

Was haben mobilitätseingeschränkte Fahrgäste für Möglichkeiten?
Die meisten der auf der Marschbahn eingesetzten Altfahrzeuge sind leider nicht barrierefrei. Die DB hat versichert, dass mobilitätseingeschränkte Fahrgäste selbstverständlich nicht von ihren Reiseplänen Abstand nehmen müssen. Sie bittet sie, vor Fahrtantritt Kontakt zur Mobilitätszentrale aufzunehmen, damit eine individuelle Lösung für die Fahrt gefunden werden kann. Fahrgäste, die Umsteigehilfe benötigen – das gilt auch für Menschen, die mit Kinderwagen oder Rollatoren unterwegs sind – müssen ihren Fahrtwunsch bis um 20 Uhr am Vortag der Reise anmelden. Die Mobilitätszentrale ist unter T. 0180 6512512 erreichbar (20 Ct/Anruf aus dem Festnetz, Mobilfunk max. 60 Ct/Anruf) oder per E-Mail an msz@deutschebahn.com. Züge des Fernverkehrs und des SyltShuttle Plus sind in der Regel barrierefrei nutzbar. Weitere Informationen stehen unter: www.bahn.de/handicap

Warum hakt es immer wieder an der Information der Reisenden?
Die DB arbeitet daran, die Fahrgastinformation weiter zu verbessern. Die Schnittstelle zwischen der DB-Leitstelle und der Fahrgastinformation am Bahnsteig wird nach Aussage der DB verbessert. Die Streckenagenten-App und der DB Navigator wurden als aktuelle Informationsquellen optimiert. In der Reiseauskunft des DB Navigators werden jetzt auch Echtzeitinformation und Reisealternativen angezeigt. Die Eingaben werden noch einmal explizit in Bezug auf die Angabe von Störungsursachen verbessert. Auch der Einsatz von zusätzlichem Personal wird geprüft.  

Die NAH.SH GmbH beobachtet die Beschwerdelage zur Fahrgastinformation und fragt bei der DB nach, wenn es hakt. Die NAH.SH veröffentlicht täglich den geplanten Fahrzeugeinsatz für die Hauptverkehrszeit auf dem Abschnitt Niebüll – Westerland außerdem über einen Emailverteiler und auf der Facebook-Seite des Nahverkehrs. Die NAH.SH GmbH und das Land machen sich auch regelmäßig vor Ort ein Bild von der Lage und sind im Gespräch mit den Pendlern, den Vertretern der Kommunen und den Sylter Unternehmern.

Die Sylter Pendler organisieren sich in einer Facebook-Gruppe. Die geschlossene Gruppe ist über die Suche unter dem Namen „NOB Pendler Husum-Westerland“ zu finden. Auf Facebook registrierte Nutzer können der Gruppe beitreten und sich so am Austausch der Pendler beteiligen.

Dürfen Fahrgäste bei verspäteten Zügen kostenlos auf den Sylt-Shuttle Plus und den Fernverkehr umsteigen?
Fällt ein Regionalexpress aus oder hat eine Verspätung ab 20 Minuten, ist der zur ähnlichen Zeitlage verkehrende SyltShuttle Plus oder Fernverkehr zunächst zeitlich befristet freigegeben. Es müssen dafür keine gesonderten Fahrkarten gekauft oder Erstattungsformulare ausgefüllt werden. Diese Regelung gilt aus Kulanz während des Ersatzkonzepts. Die Information zur Freigabe wird bei einem Zugausfall auch in die Fahrgastinformationssysteme eingepflegt.

Bekommen Fahrgäste, die ein Abo für die 1. Klasse haben, diese aber nicht nutzen können, ihr Geld zurück?
Ja, Fahrgäste können eine Entschädigung beantragen. Wo sie das tun müssen, ist abhängig davon, wo sie ihr Abo abgeschlossen haben: DB-Abokunden wenden sich an das Abocenter, Kontakt: DB Vertrieb GmbH, Abo-Center Hamburg, T. 040.18 06 22 88 (zum Ortstarif), E-Mail: abo-sht@bahn.de, per Post: Postfach 101401, 20009 Hamburg. Fahrgäste, die ihre Fahrkarte am DB-Automaten gekauft haben, wenden sich an das entsprechende DB-Reisecenter. Fahrgäste, die Fahrkarten oder ihr Abo über ein anderes Verkehrsunternehmen, z. B. AKN oder nordbahn, gekauft haben, wenden sich an die Servicestellen dieser Unternehmen. Die Kontaktdaten sind hier zu finden.

Warum geht es in der Kommunikation so häufig um die Strecke Niebüll – Westerland? Andere Fahrgäste sind doch auch betroffen…
Die Kapazitätsengpässe und Zugausfälle nach dem 11. November 2016 haben Fahrgäste, die auf der Strecke Niebüll – Westerland unterwegs sind, in besonderem Maße getroffen. Deshalb spielte und spielen die Fahrgäste und vor allem die Pendler auf diesem Korridor in der Kommunikation eine größere Rolle. Anders als auf anderen Strecken ist die Bahnfahrt über den Hindenburgdamm außerdem alternativlos. Die Bahnfahrer von und nach Sylt haben also nicht die Möglichkeit, andere Verkehrsmittel zu nutzen. Verbesserungen bei den eingesetzten Fahrzeugen und bei der Fahrgastinformation kommen letztlich allen Fahrgästen auf der Marschbahn zugute.