Fahrplanauskunft
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Die Rolle der NAH.SH GmbH

Welche Aufgaben hat die NAH.SH GmbH, die für die Ausschreibung der Verkehrsleistung nach Westerland, die Verkehrsverträge und deren Gestaltung verantwortlich ist?
Die NAH.SH steuert den Verkehrsvertrag für das Netz West mit dem Eisenbahnverkehrsunternehmen sowie den Fahrzeugbereitstellungsvertrag mit Paribus/DIF. Bei Bedarf koordiniert und moderiert sie die nötigen Abstimmungen und Arbeitsprozesse mit den beiden Vertragspartnern. Für die Zusammenarbeit der drei Vertragspartner ist eine sogenannte Controlling-Gruppe eingerichtet, die von der NAH.SH geleitet wird.

Welche Sanktionsmöglichkeiten hat die NAH.SH? Wie kann sie Druck aufbauen, damit es voran geht?
Zunächst erkennt die NAH.SH GmbH an, dass die Situation an der Westküste die Verkehrsunternehmen vor große Herausforderungen stellt. Kurzfristig 90 stillgelegte Fahrzeuge zu ersetzen, ist keine leichte Aufgabe. Zuerst die NOB und nach dem Fahrplanwechsel die DB Regio haben mit Hochdruck daran gearbeitet, einen verlässlichen Betrieb auf die Beine zu stellen. Die NAH.SH GmbH verlangt aber eine offensivere Kommunikation der DB gegenüber den Fahrgästen und mehr Anstrengungen für einen stabilen Betrieb.

Zu den Forderungen der NAH.SH zählen u. a. mehr Personaleinsatz in den Zügen und an den Stationen, sowie die regelmäßige Prüfung, ob es auf dem Markt geeignete modernere Züge oder größere Mengen ähnlicher Waggons gibt.
Im Hintergrund setzt sich die NAH.SH GmbH dafür ein, dass die Kommunikation zwischen dem Altbetreiber NOB und dem neuen Betreiber DB Regio reibungslos läuft, dass die Expertengruppe konstruktiv zusammenarbeitet und die Gutachter möglichst zeitnah Ergebnisse vorlegen.

Vertragliche Sanktionen kommen dann in Betracht, wenn Vertragspartner sich vertragswidrig verhalten oder sich nicht ausreichend um eine Verbesserung der Situation bemühen. Vor dem Hintergrund, dass die DB von der Einsetzbarkeit der Marschbahnflotte ausgehen durfte, ist diese Frage des „ausreichenden und vertragsgemäßen Bemühens“ nicht einfach zu bewerten. Das Verhängen von Sanktionen steht derzeit (noch) nicht im Mittelpunkt der Anstrengungen.