Fahrplanauskunft
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Pünktlichkeit und Qualität

Wie oft werden die Fahrzeuge gereinigt?
Die Fahrzeuge werden laut DB-Angaben jeweils in der Nacht gereinigt. Die Toiletten werden ebenfalls täglich geputzt. Außerdem gibt es Zwischenreinigungen am Tag. Generell handelt es sich bei den Ersatzfahrzeugen um betagte Fahrzeuge, die deutlich aufwändiger zu reinigen sind und auch optisch nicht mehr dem Anspruch der Zeit genügen.

Zwischenzeitlich hat DB Regio witterungsbedingt weitere Zwischenreinigungen durchgeführt und mobile Putztrupps eingesetzt. Die Zwischenreinigungen wurden aufgrund der Erfahrungen der ersten Betriebswochen optimiert.

Was unternehmen die Beteiligten, um den Zugausfällen und Kapazitätsengpässen in den Hauptverkehrszeiten zu begegnen?
Als die NOB die 90 Reisezugwagen von einem auf den anderen Tag stilllegen musste, kam es im Ersatzkonzept zunächst zu Zugausfällen und deutlichen Kapazitätsengpässen. Mit Betriebsaufnahme der DB am 11. Dezember gab es eine Stabilisierung des Betriebes. Die DB konnte 84 eigene (Alt-)Fahrzeuge (Waggons) zum Einsatz bringen, die weiter durch bereits von der NOB angemietete Alt-Fahrzeuge ergänzt werden. Mittlerweile hat die DB den Fuhrpark auf 108 Fahrzeuge vergrößert und die ersten Marschbahnwagen können den Betrieb wieder aufnehmen. Der Betrieb läuft grundsätzlich fahrplangemäß und stabil, Kapazitätsprobleme zur HVZ sind deutlich zurückgegangen.

Probleme bereitet der DB, dass sie keine einheitliche Flotte einsetzen kann, sondern auf mehrere verschiedene Baureihen zurückgreifen muss, die unterschiedliche Wartungsfristen haben und für die verschiedenste Ersatzteile bereitgehalten werden müssen. Kurzfristige Zugausfälle lassen sich nicht immer vermeiden. Die Ausfälle sind seit Mitte Januar deutlich zurückgegangen. Sie sind inzwischen auf einem Niveau, das teils unter dem Durchschnitt von Regelkonzepten in anderen Netzen liegt.

Was unternehmen die Beteiligten, um die Pünktlichkeit auf der Marschbahn zu verbessern?
Als die NOB die Marschbahnwagen kurzfristig aus dem Verkehr ziehen musste, gab es neben Zugausfällen auch zahlreiche Verspätungen auf der Gesamtstrecke Hamburg – Westerland und vor allem auf dem Abschnitt Niebüll – Westerland. Das war vor allem dem Notfallbetrieb geschuldet: Die NOB musste erst einmal Ersatzfahrzeuge für die Strecke beschaffen und für den Betrieb instand setzen.

Die DB Regio hatte etwas mehr Vorlauf, um weitere Ersatzfahrzeuge für den Betrieb ab Fahrplanwechsel zu organisieren und betriebsbereit zu machen – das zeigt sich auch in der Verbesserung der Pünktlichkeit ab Mitte Dezember. Probleme mit den Altfahrzeugen, die störanfälliger sind und aufgrund ihrer Verschiedenartigkeit auch ganz unterschiedliche Reparaturen und Ersatzteile benötigen, sorgten zwischendurch immer noch für Schwankungen in der Pünktlichkeit, insbesondere Anfang Januar 2017. Insgesamt hat sich die Pünktlichkeit jedoch trotz Ersatzkonzept und trotz weiterer Einflussfaktoren, wie Infrastrukturmängel, stabilisiert. Es ist davon auszugehen, dass der Wiedereinsatz der ersten Marschbahnwagen die Lage weiter entzerrt. Folgende Grafik veranschaulicht die Pünktlichkeit im Abschnitt Niebüll – Westerland ab Januar.

Pkt Marschbahn

Wie sieht das Konzept für den Sommer aus, wenn deutlich mehr Menschen zwischen Hamburg und Westerland unterwegs sind? Wie sieht es mit Fahrradbeförderung aus?
Die DB Regio wird dazu demnächst Planungen vorstellen. Die Planungen hängen davon ab, wie viele Marschbahnwagen zu diesem Zeitpunkt wieder einsetzbar sind.