Fahrplanauskunft
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Betrieb/ Fahrzeuge

 

Wer ist für den Betrieb der Strecke verantwortlich?

Das Verkehrsunternehmen, das die auf der Strecke geplante Linie S21 betreiben wird, ist die S-Bahn Hamburg GmbH. Die Anlagen betreibt das Infrastrukturunternehmen AKN.

Welche Fahrzeuge kommen auf der neuen Verbindung zum Einsatz?

Es wird sich um neue Zweisystem-Fahrzeuge (Baureihe 490) handeln. Diese können sowohl über die Oberleitung als auch über die Stromschiene betrieben werden, ähnlich den heutigen S-Bahn-Fahrzeugen der Baureihe 474.3. Es ist geplant, die S-Bahn in Abhängigkeit von der Tageszeit zumeist als Vollzug (sechs Wagen) oder Kurzzug (vier Wagen) verkehren zu lassen. Sie bietet so bis zu 380 Sitzplätze je Zugfahrt. Die Fahrzeuge der 490er Baureihe werden durchgängig begehbar sein, über dynamische Fahrgastinfos und Monitore (Fahrgastfernsehen) verfügen und eine Klimaanlage haben.

Wie wird witterungsbedingten Ausfällen der Zweisystem-Fahrzeuge (wie bei der S3 in Richtung Stade) entgegen getreten?

Bei den in Richtung Stade zum Einsatz kommenden Fahrzeugen der Baureihe 474 handelt es sich um nachgerüstete Einsystem-Fahrzeuge, die originär nicht für einen Zweisystem-Einsatz bestimmt waren. Bei der S21 werden eigens konzipierte Zweisystem-Fahrzeuge eines neuen Bautyps (ET 490) zum Einsatz kommen.

Warum werden die Fahrzeuge der S21 (ähnlich wie die der S1 Richtung Poppenbüttel/ Flughafen) nicht in Eidelstedt geteilt (geflügelt), um sowohl die Station Elbgaustraße als auch die Richtung Kaltenkirchen zu bedienen?

Auch ein solches Konzept wurde im Vorfeld untersucht. Das Ergebnis zeigt aber, dass das zeitaufwändige Flügeln die Reisezeit so sehr verlängerte und den Nutzen der Maßnahme so weit verringerte, dass der Nutzen-Kosten-Quotient kleiner Eins und die Maßnahme damit nicht förderfähig ist (siehe oben).

Warum wird die Station Schnelsen Süd nicht bereits im Vorfeld des Projekts realisiert?

Eine Station Schnelsen Süd kann aus fahrplantechnischen Gründen nicht von der AKN-Linie A1 bedient werden: Die Umlaufzeiten können mit diesem zusätzlichen Halt bei der zurzeit noch vorhandenen Eingleisigkeit nicht gehalten werden. Daher wird erst mit der Entscheidung zur Realisierung des Projekts (wahrscheinlich im Jahr 2018) eine Entscheidung hinsichtlich des Haltepunkts Schnelsen Süd getroffen.

 Warum soll Kaltenkirchen über die Verbindungsbahn als S21 und nicht über den City-Tunnel an das S-Bahn-Netz angeschlossen werden?

Die Variante mit einer Einbindung als S21 über die Verbindungsbahn hat sich als verkehrlich sinnvoller erwiesen. Dies liegt an der kürzeren Fahrzeit zum Hauptbahnhof und der hohen Nachfrage aus Richtung Kaltenkirchen zu Zielen entlang der Verbindungsbahn.

Was passiert mit dem bisherigen Verkehrsangebot (Busangebot) entlang der Strecken bzw. den Zubringern im Zusammenhang mit dem Ausbau?

Bei einer Inbetriebnahme neuer Schnellbahnlinien wird das Busliniennetz mit seinen Linienführungen und Fahrplanangeboten auf das neue Verkehrsangebot der Schnellbahn ausgerichtet. Da sich bis zur Fertigstellung des neuen Angebotes noch Veränderungen im Angebot der Buslinien ergeben können, erfolgt die konkrete Planung des Busliniennetzes erst zeitnah in Abhängigkeit von der Betriebsaufnahme des neuen Schnellbahnangebotes.

Stand: Februar 2016