Fahrplanauskunft
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Aktuelles zur Strecke Kiel-Flensburg

Eintrag von B.Schulze, 19.02.2010

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Leider läuft der Verkehr auf der Strecke aktuell weiterhin nicht reibungslos, was sich auch in den Kommentaren zum Eintrag vom 05.02.2010 widerspiegelt. Infrastrukturprobleme (insbesondere Signalstörung in Sörup) führen weiterhin zu teils erheblichen Verspätungen und Fahrzeugstörungen erfordern es oftmals,  Ersatzfahrzeuge (größtenteils Altfahrzeuge, vereinzelt auch neuere LINT-Triebwagen der Baureihe 648.3) einzusetzen.  Zu den in den Kommentaren angesprochenen Aspekten möchten wir folgendes anmerken

Infrastruktur und Betriebsprogramm

Es ist sicher richtig, dass das heute gefahrene Betriebsprogramm für die Strecke sehr anspruchsvoll ist.  Ab Dezember 2011 wird die RB SH neue LINT 648.3 einsetzen, die im Vergleich zu den heute eingesetzten LINT 648.0 etwas stärker motorisiert sind.  Gleichzeitig wird es in absehbarer Zukunft möglich sein, grundsätzlich das durchgehende Hauptgleis in Sörup zu nutzen (schnellere Ein- und Ausfahrten möglich). Davon  erhoffen wir uns stabilisierende Effekte. Weitergehende Infrastrukturausbauten (insbesondere die Zweigleisigkeit KI-Hassee - KI Hbf) sind zwar von uns gewünscht, deren kurz- bis mittelfristige Umsetzung ist derzeit aber nicht zu erwarten.

Fahrzeuge

Relativ störungsanfällig ist  die auf der Strecke Kiel – Flensburg eingesetzte erste LINT-Baureihe (648.0). Die späteren Baureihen sind nach den uns vorliegenden Informationen bislang nicht durch ausgeprägte Unzuverlässigkeit aufgefallen. Die angesprochenen Turbolader-Probleme der von der RB SH für das Netz Ost beschafften LINT-Triebwagen (648.3) sind auf Produktionsfehler zurückzuführen, die mittlerweile behoben wurden. Wir erwarten nun einen weitgehend störungsfreien Betrieb dieser Fahrzeuge.

Qualitätsbewertung

Die Leistungsqualität aller EVU in Schleswig-Holstein wird kontinuierlich ermittelt und über ein Bonus- / Malussystem finanziell bewertet. Hierzu werden u. a. die Kunden nach ihrer Zufriedenheit mit der Leistung der einzelnen EVU detailliert befragt. Diese Erhebungen geben keinen Hinweis darauf, dass die zwischen Kiel und Flensburg eingesetzten Fahrzeuge der RB SH von den Kunden als signifikant schlecht wahrgenommen werden.

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Kommentare

  • Liegen-und steckenbleiben ist nun ein kleiner Unterschied. Am 3.1. zeigten sich die 648.3. zwischen Puttgarden und Lübeck den Schneemassen gewachsen. Mit dem PKW hatte man dort ganz im Norden auf ungeräumten Strassen bei Schneehöhen von bis zu etwa 35 cm (ohne Verwehungen) keine Chance, durchzukommen. Die Züge fuhren, wenn auch teilweise mit Verspätungen: http://www.bahnbilder.de/name/einzelbild/number/367322/kategorie/suchen/suchbegriff/Julian+D%FCll.html
    http://www.bahnbilder.de/name/einzelbild/number/367328/kategorie/Deutschland~Triebz%FCge~BR+648+LINT+41+%28DB%29.html
    http://www.bahnbilder.de/name/einzelbild/number/366723/kategorie/suchen/suchbegriff/Julian+D%FCll.html
    Die ICE-TD kamen auch durch:
    http://www.bahnbilder.de/name/einzelbild/number/366991/kategorie/Deutschland~ICE~BR+605+%28ICE-TD%29.html

    Geschrieben von Bahnkunde, 25/02/2010 12:27pm (vor 9 Jahren)

  • Formulierungen wie "dürfte der LINT wintertauglicher" sein, finde ich, der taeglich mit den Dingern fährt, ja nun wirklich richtig niedlich. Ich weiss aus eigener Anschauung gut genug, welche Fahrzeuge in den letzten 8 Wochen liegen- und steckengeblieben sind und welche durchkamen.

    Die LINTs sind schlicht und einfach nicht wintertauglich.

    Geschrieben von Wolfgang Kueter, 25/02/2010 11:45am (vor 9 Jahren)

  • @ Wolfgang Kueter: Die Aussage stimmt definitiv nicht. Das Steckenbleiben in Schneewehen ist umso wahrscheinlicher, je langsamer ein Fahrzeug ist. Durch das Gewicht der Antriebsanlage an beiden Enden dürfte der Lint wintertauglicher sein, als beispielsweise die GTW der UBB. Was mit dem Lint "geht", ist hier zu lesen und zu sehen: http://www.mathias-boelckow.de/debx/rb2010-01-30.html

    Geschrieben von Bahnkunde, 25/02/2010 10:13am (vor 9 Jahren)

  • Das ist doch ganz einfach: Der LINT Plastikschrott funktioniert ab Schneehöhen von 3 Zentimetern einfach nicht mehr.

    Geschrieben von Wolfgang Kueter, 25/02/2010 12:32am (vor 9 Jahren)

  • Heute wieder ein Problem: Triebwagen zwischen Rieseby und Eckernförde bei Basdorf in einer Schneewehe steckengeblieben.Fahrgäste mußten zu Fuß über den Bahndamm nach Rieseby zurückgehen. Strecke soll noch gesperrt sein. Woran das Steckenbleiben wohl lag? Zu langsam durch??

    Geschrieben von Bahnkunde, 24/02/2010 4:10pm (vor 9 Jahren)

  • [...] diese Woche nicht beklagen, aber die haarstäubenden Patzer der letzten Zeit sind inzwischen im Streckenblog und in den Medien [...]

    Geschrieben von Fr 19. 2. 2010 « Flensburg Kiel, 20/02/2010 11:13am (vor 9 Jahren)

  • Das ist momentan wirklich die Problemstrecke und heute wieder Thema in der hiesigen Presse:
    http://www.shz.de/nachrichten/top-thema/article//db-info-mal-spaet-mal-nie.html
    Was den Rückbau und Defizite der Infrastruktur angeht: DB-Netz erwirtschaftet erhebliche Überschüsse. Warum versickert das im Konzern und wird nicht für Investitioen genutzt? Da muß man auch die Politiker (sieht die jemand in der Bahn??) mit der Nase drauf stoßen. Es kann doch beispielsweise nicht angehen, dass man davon träumt, für hunderte von Millionen Euro eine RSB rund um und in Kiel einzuführen, andererseits aber wenige Millionen Euro für die Wiederherstellung von Gleisen nicht vorhanden sind. Für Stellwerkstechnik ist das Geld komischerweise vorhanden, aber hier kann man viel Personal einsparen. Dabei sind die Börsenpläne der Bahn doch wohl endgültig "gestorben".
    Nochmal konkret zu Kiel-Flensburg: Wäre der Einsatz einer zusätzlichen Einheit nicht sinnvoll? Also, dass in Flensburg jeweils der vorherige Triebwagen wieder abfährt und der eingefahrene Zug pausiert. Kommt der Zug in Flensburg zu spät an, nimmt er diese Verspätung in jedem Fall wieder mit auf die Strecke. Das Kopfmachen kostet immer einige Minuten, der Tf ist dort manchmal unter reichlichem Zeitdruck. Auf jeden Fall gibt es momentan sofort einen Dominoeffekt, weil es praktisch keinen Puffer und kein Ersatzfahrzeug in Flensburg gibt. Jemand, der sich etwas damit auskennt, meinte kürzlich, dass es für die Pünktlichkeit geschickter wäre, die Linie in Eckernförde zu "brechen" (also Pendelverkehr Eckernförde-Flensburg und -Kiel.) Bloß niemand steigt gerne um, weil die "Bahnstrategen" keine andere Lösung hinkriegen.

    Geschrieben von Bahnkunde, 19/02/2010 8:23pm (vor 9 Jahren)