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Mehr Zugausfälle in Schleswig-Holstein

Eintrag von NAH.SH GmbH, 01.02.2019

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2018 war kein gutes Jahr für den Nahverkehr. Die Pünktlichkeitswerte für den Bahnverkehr in ganz Schleswig-Holstein sanken im Jahresschnitt auf 86,7 Prozent* (90,6% im Jahr 2017). Auch bei den Zugausfällen gab es im Vergleich zum Vorjahr einen Anstieg: 2017 fielen insgesamt 2,8 Prozent der bestellten Verkehrsleistung in Kilometern aus. 2018 waren es 4,8 Prozent der Verkehrsleistung.

Zum Vergleich über einen längeren Zeitraum: 2015 waren 3,6 Prozent der bestellten Verkehrsleistung in Schleswig-Holstein ausgefallen, 2016 lag der Wert bei 3,3 Prozent.

Der Wert beinhaltet jeweils geplante Zugausfälle – zum Beispiel durch Bauarbeiten – und ungeplante Zugausfälle aller Bahnunternehmen in Schleswig-Holstein. Im vergangenen Jahr gab es unter anderem im Mai und im Dezember Großbaustellen in Schleswig-Holstein, die sich auf mehrere Nahverkehrslinien auswirkten. Im Vergleich zu den Vorjahren gab es außerdem insgesamt mehr und größere Baustellen.

Die Zuverlässigkeit nach Monaten und Bahnlinien finden Sie regelmäßig hier im Blog. 

*vorläufiges Ergebnis

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Kommentare

  • Auch wir ärgern uns sehr über Zugausfälle und Verspätungen. Wir arbeiten daran, dort, wo es möglich ist, das Nahverkehrsangebot zu verbessern und auszubauen. Ein Fahrgast, der eine Fahrkarte kauft, erwirbt aber tatsächlich eine Dienstleistung - also hier die Berechtigung von A nach B gefahren zu werden. Er erwirbt damit aber nicht das Versprechen eines Verkehrsunternehmens, ihn zu einer bestimmten Zeit am Ziel abzusetzen. Verstehen Sie uns nicht falsch: Auch wir erwarten einen zuverlässigen Nahverkehr. Das System ist allerdings komplex - und genauso, wie Sie mit dem Auto in einen Stau geraten können, kann es auf der Schiene zu Problemen kommen. Neben den Gesetzlichen Fahrgastrechten gibt es in Schleswig-Holstein die NAH.SH-Garantie, die Fahrgäste bei Verspätungen oder Zugausfällen zumindest anteilig entschädigt.

    Geschrieben von NAH.SH GmbH, 15/02/2019 9:32am (vor 1 Tag)

  • Das mag ja sein das NAH.SH selber kein Verkehrsunternehmen ist und bei der Preisgestaltung ggf nur moderierend beteiligt ist.
    Trotzdem sollte NAH.SH in seiner Rolle anerkennen das stetig steigende Preise ohne erkennbare Verbesserung der Gegenleistung langfristig nicht dem Kunden vermittelbar sind.
    Und auch anerkennen das wir als zahlende Kunden unseren Teil immer zu 100% (Fahrkarte kaufen und dabei haben) pünktlich und vollständig erfüllen müssen, es im Gegenzug aber keine, im Verhältnis, angemessene Entschädigung für Verspätungen und Ausfälle gibt.

    Geschrieben von Flo, 15/02/2019 9:16am (vor 1 Tag)

  • Natürlich ist es richtig, dass Bauarbeiten kurzfristig lästig sind, weil sie Schienenersatzverkehr und Umwege bedeuten. Dennoch sind die Arbeiten sehr wichtig, um die in die Jahre gekommene Infrastruktur zu modernisieren und für den Verkehr der Zukunft zu rüsten. Langfristig müssten Sie ansonsten mit deutlich längeren Reisezeiten und mehr Störungen rechnen.
    Übrigens: Über die Preisanpassungen im Nahverkehr entscheiden die 40 Verkehrsunternehmen im Lande gemeinsam, um gestiegene allgemeine Ausgaben ggf. aufzufangen. Die NAH.SH ist keins dieser Verkehrsunternehmen.

    Geschrieben von NAH.SH GmbH, 14/02/2019 3:08pm (vor 2 Tagen)

  • Für den Januar hatte ich auf meinen Fahren auf der Strecke Flensburg-Kiel und Kiel-Hamburg keine Verspätungen, das war im letzten Jahr viel schlimmer. Aber die Ankündigungen auf nah.sh lassen für das Jahr nichts Gutes hoffen: Über 6 Wochen Schienenersatzverkehr Eckernförde-Kiel, Ausfälle der RE7 nach Hamburg wegen Baustelle in Elmshorn, 2 Monate mal wieder RE70 nach Altona.... Da kommt schon geplant (und somit ohne Ersatz) mal wieder einiges an Zeitverlust zusammen.
    Pünktlich erwarten wir aber die nächste Preissteigerung im August 2019, das klappt immer!

    Geschrieben von Dieselross, 14/02/2019 2:56pm (vor 2 Tagen)

  • Ja, und leider ist die Situation auf der RB81 nach einer kurzen "Entspannungsphase" wieder ganz schlecht geworden. Täglich fallen wieder ganze Ahrensburg-Umläufe aus: Anfang der Woche gleich mehrere, jetzt ist es wohl wieder einer, aber der eben den ganzen Tag über. "Ausfall wegen einer technischen Störung an einem anderen Zug." Unsere für diesen Umlauf fehlenden roten Dosto-Wagen stehen dafür dann am anderen Ende des Hbf zur Abfahrt als RE70 nach Kiel bereit, da wieder mal Twindexx-Züge ausgefallen sind.
    Ich habe bereits den HVV aufgefordert, bezüglich der RB81 einzugreifen, da das die einzige RB ist, die in Hamburg notgedrungen Erschließungsaufgaben wahrnehmen muss, anstelle eines Schnellbahnnetzes in der betreffenden Wandsbeker Region. Leider jedoch ohne eine Antwort erhalten zu haben.

    Geschrieben von Jens Ruge, 05/02/2019 8:21am (vor 11 Tagen)