Fahrplanauskunft
nahsh header 03

Unpünktliche Züge

Eintrag von Bernhard Wewers, 11.11.2015

Kategorien:

In den vergangenen Wochen waren die Nahverkehrszüge in vielen Teilen des Landes außergewöhnlich unpünktlich. Vieles daran lag an Infrastrukturproblemen, Manches an der Witterung, manche Verspätung war hausgemacht. Aber so viel Verständnis ich auch für die verschiedenen Ursachen unpünktlicher Züge haben mag und auch habe: Das geht so nicht! Wir wollen den Menschen im Land einen verlässlichen Nahverkehr bieten. Wer Termine macht, soll sich darauf verlassen können, die mit dem Nahverkehr auch pünktlich zu erreichen.

Wir haben die DB Netz AG und die Bahnunternehmen aufgefordert, uns schnell einen Überblick über Verspätungen und Ursachen zu geben. Und natürlich auch dazu, das Problem schnell in den Griff zu bekommen. Wenn die Antworten der Unternehmen da sind, werden wir sie hier veröffentlichen.

Kommentieren

Kommentare

  • Anscheinend hat sich in den letzten 2 Wochen noch nicht viel zum Positiven geändert: Gestern (25.11.) bin ich zu meinen Terminen in Hamburg wieder mit der Bahn gefahren: Der Zug 6:59 ab Gettorf kam zu spät in Kiel an, der RE nach Hamburg war weg (Kommentar der Mitreisenden: Der Zug war ja schon 2 Tage in Folge pünktlich...). Ausnahmsweise (in 2015 habe ich mehrmals erst einmal 29 € für die Fahrkarte bezahlen dürfen, zusätzlich zur SH-Tarif Tageskarte!) durften Reisende mit Ziel nach Hamburg den ICE nutzen (das macht immer noch 20 Miunten zu spät ankommen, immer noch besser als 60 min Warten auf die nächste Verbindung mit der RBSH nach Hamburg). Auf der Rückfahrt von Hamburg war der RE dann um 17:48 in Kiel, der Anschluß nach Hause wieder weg. Der nächste Anschluß war dann auch noch 5 Minuten später am Ziel. Fazit: Regulär zur normalen Fahrzeit 90 Minuten zusätzliche Fahrzeiten, so lange stehe ich nicht im Stau, wenn ich mir einen Dienstwagen für die Fahrt nach Hamburg hole.
    Wenn ich mir die Pünktlichkeitszahlen für 2015 ansehe, dann sieht man vor allem bei den durch die DB betriebenen Strecken einen erkennbaren Rückgang. Dabei sind ja die Ausfälle durch die Streiks im 1. Halbjahr noch nicht einmal berücksichtigt, die ausgefallenen Züge gehen ja als pünktlich in die Wertung ein.
    Aus diesen Gründen und auch wegen der "Schadensersatzzahlungen" der DB hätte man doch in diesem Jahr einmal auf die Erhöhung der Fahrpreise verzichten können. Ich freue mich schon auf den 1. August 2016: Die Fahrpreise steigen weiter um 3 %, die Pünktlichkeit fällt weiter um diesen Protzentsatz....

    Geschrieben von Dieselross, 26/11/2015 8:58am (vor 3 Jahren)

  • Schöne Worte, aber es ändert sich leider gar nichts. Auf meinen Strecken (Flensburg - Hamburg, Flensburg - Kiel, Kiel - Hamburg) kann man seit Wochen eigentlich täglich Weichenstörungen, Bahnübergangstörungen, Stellwerkstörungen usw. erleben. Und informiert werden die Fahrgäste mehr schlecht als recht bzw. gar nicht.
    Nur die jährliche Preiserhöhung im August funktioniert wunderbar.

    Geschrieben von Frank, 18/11/2015 5:47pm (vor 3 Jahren)

  • Wieso es gleich wegen einer Störung einer Weiche im Bahnhof Bredstedt gleich auf der Marschbahn es drunter und drüber gehen muss? Es fiel ein nicht unerheblicher Teil Zugleistungen aus und die Pünktlichkeit war einfach nur unterirdisch gewesen. Sind bei den wenigen Züge, die noch fuhren, noch die Taktknoten in Husum und Heide überhaupt erreicht worden?

    Noch eine Frage, warum steht bei Züge der NOB bei Bahn.de weiterhin nur keine Ahnung? Warum gibt es weiterhin keine Seite, wo sich der Fahrgast über alle Beeinträchtigungen im Bahnverkehr unabhängig vom Verkehrsunternehmen informieren kann und nicht jedes mal verschiedene Seiten aufrufen muss?

    Dürfte insbesondere durch zunehmt größere Konkurrenz durch den Fernbus einen Handlungsbedarf in Sachen Einhaltung des Fahrplan geben? Sonst fahren immer mehr Fahrgäste mit dem Bus, als mit einem Zug, der eigentlich seinen höheren Preis damit rechtfertigt, das er pünktlicher und auf etlichen Strecken auch schnell ist.

    Gruß

    Nahne Johannsen

    Geschrieben von Nahne Johannsen, 14/11/2015 6:06pm (vor 3 Jahren)

  • Die permanenten Verspätungen der letzten Wochen vor allem auf der Strecke Itzehoe-Hamburg sind in keiner Weise akzeptabel und führen immer wieder dazu, dass Berufspendler zu spät zur Arbeit kommen sowie Fernreisende ihre Anschlusszüge verpassen. Dafür haben weder die jeweiligen Arbeitgeber noch die davon betroffenen Arbeitnehmer Verständnis, die damit sogar Gefahr laufen, arbeitsrechtlich abgemahnt zu werden. Und die Begeisterung der Bahnkunden, die ihre weiterführenden Verbindungen nicht mehr erreichen, hält sich ebenfalls in Grenzen.

    Völlig indiskutabel und skandalös ist in solchen Fällen die Informationspolitik des Netzbetreibers Deutsche Bahn (DB). Immer wieder werden gar keine oder allenfalls unvollständige, widersprüchliche oder falsche Informationen gegeben.

    So war z.B. am 12.11.2015 die NOB 07.34 Uhr ab Itzehoe nach Hamburg-Altona um 30 Minuten verspätet und sollte lt. Ansage und Anzeige der DB auf dem Bahnhof Itzehoe zum Zielort Hamburg über Stationen fahren, die in der Gegenrichtung liegen (Wilster und Meldorf), was natürlich ausgemachter Unsinn ist.

    Widersprüchlich waren auch die für die Verspätung angegebenen Gründe: In der Lautsprecherdurchsage der DB auf dem Bahnsteig in der Steinburger Kreisstadt wurden "Witterungseinflüsse" angegeben, im NOB-Zug hieß es dann, eine zu spät geräumte Baustelle (!!!) und Probleme an Bahnübergängen seien für die massive Unpünktlichkeit ursächlich gewesen.

    Handelt es sich hierbei wirklich nur um unzureichendes Kommunikations- und Pannenmanagement? Gibt es das überhaupt? Und wer will hier eigentlich wen für dumm verkaufen?

    Die immer wieder von solchen Fehlleistungen betroffenen zahlenden Bahnkunden haben davon mehr als die Nase voll.

    Eine angemessene Entschädigung der Geschädigten findet auch nicht statt. Dessen ungeachtet steigen vor allem die Zeitkartenpreise bei zunehmend schlechteren Leistungen und immer mangelhafterem Service verlässlich jedes Jahr um etwa 3%, während die offizielle Inflationsrate zwischen 0% und 1% liegt. Das grenzt schon an Abzocke auf dem Rücken der Reisenden. Seriös und fair geht anders!

    Es ist allerhöchste Eisenbahn, dass NAH.SH mit seinem Geschäftsführer Herrn Wewers dem verantwortlichen Netzbetreiber Deutsche Bahn und allen Bahnbetreibern mächtig Dampf unterm Kessel macht, damit endlich einmal die schon lange bekannten Missstände abgestellt und überfälligen Verbesserungen für die zahlenden Kunden eintreten!

    Geschrieben von CARPE DIEM, 14/11/2015 5:10pm (vor 3 Jahren)