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Ohne Baum geht’s kaum

Tour-Nummer: 05 / 2009

Eine Radtour zu drei Lindenalleen in der Holsteinischen Schweiz (Henning Krönigkeit)

Zwischen Ostsee und Bodensee verläuft die „Deutsche Alleenstraße“ auf rund 2.500 Straßenkilometern durch acht Bundesländer. Allerdings nicht durch Schleswig-Holstein. Zu Unrecht, wie wir finden. Denn das schönste Bundesland der Welt verfügt über rund 5.200 Kilometer Baumreihen und Alleen. Mal beeindruckend wuchtig, mal romantisch pittoresk und immer einen Ausflug wert – wie zum Beispiel die folgenden drei:

Lindenallee in Stocksee

Der Park des Stockseehofs grenzt an eine erhabene, 1816 gepflanzte Lindenallee. Auf den Obstplantagen können im Juli und August Himbeeren, Schattenmorellen und Süßkirschen selbst gepflückt werden. Und bei selbst gebackenem Kuchen kann man sich im Schatten mächtiger Bäume ganz dem entspannenden Blätterrauschen hingeben. Stockseehof, 24326 Stocksee, T. (045 26) 30 97 16, www.stockseehof.de

Himmelsallee in Seedorf

Über mehr als einen Kilometer verläuft die im 18. Jahrhundert angelegte Himmelsallee schnurgerade auf das historische Torhaus des Gutes Seedorf zu. Hinter dem Torhaus kann man auf der Terrasse des Herrenhauses Seedorf feine und deftige Gerichte mit Blick auf den Seedorfer See genießen. Herrenhaus Seedorf, Am Burggraben 18, 23823 Seedorf, T. (045 55) 71 70 20, www.herrenhaus-seedorf.de

Amtswiese in Ahrensbök

Die beiden Lindenalleen des Rathausparks in Ahrensbök sind jeweils über 200 Meter lang und ca. 120 Jahre alt. Nachdem König Friedrich V. das Ahrensböker Schloss 1765 abreißen ließ, entstand an gleicher Stelle ein Amtshaus, das dem Park den Namen „Amtswiese“ verschaffte und 1982 schließlich dem Neubau des Ahrensböker Rathauses weichen musste.

Henning Krönigkeit

Ö: Von Kiel und Lübeck stündlich mit dem Regional­express nach Ascheberg; von Pönitz mit dem Regional­express stündlich nach Kiel, mit Regionalexpress und Regionalbahn alle 30 Minuten nach Lübeck.

Info

  • Von Ascheberg am Plöner See entlang Richtung Dersau und Stocksee. Weiter geht’s auf der Dorfstraße Richtung Dahmsdorf. Dort links in den Auweg einbiegen, der in die Bornhöveder Straße (L 69) Richtung Schlamersdorf und Schulbusch mündet. In Schulbusch geht es links auf die Himmelsallee Richtung Seedorf. Weiter auf der L 69 über Berlin und Blomnath bis Gnissau. Dort links auf die Ahrensböker Straße (432) Richtung Ahrensbök. Dort von der Segeberger Chaussee (432) rechts in die Plöner Straße einbiegen. Die Amtswiese liegt nach 400 m auf der rechten Seite. Weiter auf der 432 Richtung Pönitz am See.
  • Die Strecke hat eine Gesamtlänge von etwa 45 km und ist durchgängig asphaltiert. Kurze Teilstrecken müssen auf der Landstraße gefahren werden, zum größten Teil gibt es aber separate Radwege.

Tipps zur Tour

Tipp 1

Schwarz auf Weiß

Die Broschüre „Wissenswertes über wundervolle Alleen und benachbarte Kultur in Schleswig-Holstein“ informiert über Alleentypen, Baumarten, geschichtliche Hintergründe und stellt zahlreiche Alleen in allen Teilen des Landes vor. Herausgeber ist die SDW Schutzgemeinschaft Deutscher Wald. Die Broschüre ist gegen eine Schutzgebühr von 5 Euro im ErlebnisWald Trappenkamp, bei den SDW Kreisverbänden und bei der Landesgeschäftsstelle erhältlich: Rendsburger Landstraße 23, 24361 Groß Wittensee, T. (043 56) 98 66 12, www.sdw.de, www.sdw-sh.de

Tipp 2

Im Netz

Auf den Internetseiten der Arbeitsgemeinschaft Deutsche Alleenstraße e. V. finden Baum-Freunde umfassende Informationen zu den zehn Abschnitten der Deutschen Alleenstraße – mit Routen, Sehenswürdigkeiten und kostenlosem Kartenmaterial zum Download. Arge Deutsche Alleenstraße e. V., Meckenheimer Allee 79, 53115 Bonn, T. (02 28) 945 98 30, www.deutsche-alleenstrasse.de

Tipp 3

Am Telefon

Der Alleen-Bestand ist durch zahlreiche Faktoren wie Umweltbelastungen, Schädlinge und hohes Verkehrsaufkommen bereits gefährdet. Um ihn zu schützen, sollte man Alleen am besten per Rad oder zu Fuß entdecken. Genau wie im Wald sind Rauchen und offenes Feuer dabei tabu bzw. nur an ausgewiesenen Feuerstellen erlaubt, und auch Picknickreste gehören nicht in die Landschaft. Mehr Informationen zu diesem Thema gibt es am Servicetelefon „Alleen in Gefahr“: T. (02 28) 945 98 30. 

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