zurück

Die Spur der Krabbenpuler

Tour-Nummer: 01 / 2011

Mit Kutter "Hauke" auf Krabbenjagd vor Büsum (Susanne Kollmann)

Till (3) hat als Sohn eines passionierten Seglers schon die ganze Eckernförder Bucht befahren. Längst drängt es ihn auf die Nordsee hinaus – auf Krabbenjagd mit einem echten Krabbenkutter. Aber am Tag unserer großen Expedition fesselt ihn eine Sommergrippe ans Bett, und so müssen wir ohne ihn aufbrechen. „Wenn wir Krabben fangen, pulen wir sie und bringen dir welche mit“, verspricht Cousine Lotta (6). „Pulen!“, echot Freundin Martha (2). „O. K.“, flüstert Till. Und dann ist er auch schon wieder eingeschlafen.

Alle Welt glaubt ja, der Krabbenfang sei in Büsum erfunden worden. Aber an Bord des Kutters „Hauke“ verrät uns Kapitän Goebel, dass das eigentlich die Tönninger gewesen waren. Die Büsumer hatten sich das nur abgeguckt. Seemannsgarn? Wir rätseln und beobachten, wie die Mannschaft das Fanggeschirr aussetzt.

Als später das volle Netz hochgezogen wird, landet der Fang in einer großen Wanne. Die Krabben kommen in einen riesigen Wassertopf, die anderen Tiere dienen für kurze Zeit als Lehrobjekte. Während es aus dem Topf dampft, erfahren wir etwas über Seenadeln, bei denen die Männchen die Eier austragen, auch über Krebse und ihre Wassertanks unter dem Panzer.

Als die Krabben gar sind, darf jeder eine Handvoll probieren. Skeptisch nehmen Martha und Lotta eine Krabbe in die Hand. „Nass!“, findet Martha. „Kitzelt!“ Lotta hat nach ein paar Versuchen ihre erste Krabbe gepult. Mission erfüllt – wir sind begeistert. Nur eines haben wir Großen nicht bedacht: Essen mögen Lotta und Martha die Krabben nicht. Gut für Till.

Susanne Kollmann

Ö: Mit der Schleswig-Holstein-Bahn stündlich aus Heide bis Büsum.


Info:

  • Der Fußweg vom Bahnhof zum Hafen dauert ca. 15 Minuten. Aus dem Bahnhof links der Bahnhofstraße folgen, immer geradeaus. Sie geht in die Alleestraße über, an deren Ende etwas links halten, dort ist der Ankerplatz.
  • Die Fangfahrt in See mit Krabbenkutter „Hauke“ dauert ca. 1 3/4 Stunden, Abfahrt täglich 9:00, 11:00, 13:15, 15:15 und 17:15 Uhr, im März + April sonntags keine Fahrten. Erwachsene 16 Euro, Kinder 2–12 Jahre 10 Euro, Familienkarte 42 Euro, telefonische Anmeldung empfohlen: Reederei H. G. Rahder, Fischerkai 2/ Ankerplatz am Reetdach-Pavillon, 25761 Büsum, T 048 34.36 12, www.rahder.de.

Tipps zur Tour

Tipp 1

Badezeug einpacken

Wenn Sie sich vom Anleger aus links halten und dann immer auf dem Deich entlang spazieren, erreichen Sie nach einer Viertelstunde den Badestrand. Ob gerade Ebbe oder Flut ist, erfahren Sie im Tidenkalender oder online auf www.gezeiten-kalender.de.

Tipp 2

Zwischenmahlzeit

Das beste Schokoladeneis von Büsum gibt es im Eiscafé Cortina, in der Nähe des Museumshafens. Die anderen Sorten sind natürlich auch lecker. Eiscafé Cortina, Alleestraße 50, 25761 Büsum, T 048 34.82 28.

Tipp 3

Krabbengeschichte(n) an Land

Wie der Alltag der Büsumer Krabbenfischer aussieht und was mit den Krabben nach dem Fang geschieht, zeigt das „museum am meer“, geöffnet vom 1. März–31. Oktober, 26. Dezember–4. Januar, So. + Di.–Fr. 11:00–17:00 Uhr, Sa. 13:00–17:00 Uhr, Am Fischereihafen 19, 25761 Büsum, T 048 34.67 34, www.museum-am-meer.de

Tipp 4

Landgang zum Toben

Manche Kinder brauchen nach der Kutterfahrt erst mal Bewegung. Am Ende des Fischerkais, hinter der Jugendherberge, hat die Gemeinde Büsum einen großzügigen, sehr gut ausgestatteten Spielplatz angelegt. Die große Wiese lädt zum Krabbenbrötchenpicknick ein.

Tipp 5

„Krabbenexpress“

Die Büsumer Kleinbahn bietet zwei verschiedene Rundfahrten: Ab Gäste- und Veranstaltungszentrum führt die Fahrt durch den Büsumer Westen, ab Museumshafen/Ankerplatz geht es vom Hafengelände nach Deichhausen und durch den Südosten. Erwachsene 4 Euro, Kinder bis 12 Jahre 2,20 Euro, Büsumer Kleinbahn, Kühlungsborner Straße 17, 25761 Büsum, T 048 34.47 32, www.krabben-express.de.

zurück