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Projekt S21 grundsätzlich

 

Was hat es mit dem so genannten „Achsenkonzept“ in Hamburg auf sich?

Das Achsenkonzept basiert auf den Überlegungen von Fritz Schumacher aus den 1920er-Jahren und zielt auf eine konzentrierte Stadtentwicklung entlang der Hauptsiedlungsschwerpunkte von Hamburg und seinem Umland ab. Dabei werden im Norden alle Richtungen, von Hamburg ausgehend, berücksichtigt: Elmshorn, Kaltenkirchen, Ahrensburg, Büchen. Eine dieser Achsen (über Quickborn nach Kaltenkirchen) läuft dabei entlang der Projektstrecke zur S21. Dementsprechend stellt der Ausbau eine Stärkung der Nahverkehrsverbindungen entlang der starken Verflechtung zwischen Hamburg und Schleswig-Holstein dar.

Was kostet die S21?

Aufgrund der aktuellen Umplanung werden die Kosten derzeit neu ermittelt. Anschließend werden diese hier ergänzt.

Wer übernimmt die Finanzierung?

Die Finanzierung des Gesamtprojekts soll größtenteils über Fördermittel des Bundes sowie durch die Länder Schleswig-Holstein und Hamburg erfolgen. Für eine Finanzierungsbeteiligung durch den Bund über eine sogenannte GVFG-Förderung (Gesetz über Finanzhilfen des Bundes zur Verbesserung der Verkehrsverhältnisse der Gemeinden) muss die Wirtschaftlichkeit des Projekts nachgewiesen werden.

Ist die Wirtschaftlichkeit des Projekts gegeben?

Die Wirtschaftlichkeit wird anhand der hierfür vom Bund vorgeschriebenen Standardisierten Bewertung überprüft. Die NAH.SH hat damit das Gutachterbüro Intraplan beauftragt. Dieses Verfahren folgt einer vereinheitlichten Verfahrensanleitung und ist bundesweit für alle Infrastrukturvorhaben des Nahverkehrs anzuwenden, die eine Bundes-GVFG-Förderung beantragen wollen. Eine Neuberechnung der Standardisierten Bewertung wurde nach einer Planänderung (siehe oben) notwendig und wird derzeit vorgenommen.
Es ist bereits absehbar, dass im Ergebnis der volkswirtschaftliche Nutzen die Gesamtkosten überwiegt. Die Wirtschaftlichkeit ist demnach nachgewiesen und das Projekt im Ergebnis volkswirtschaftlich sinnvoll und förderfähig.

Wird das Projekt auch durch eine Fahrpreiserhöhung finanziert?

Es ist geplant, das Projekt über die üblichen Mittel der Infrastrukturplanung zu finanzieren. Hierzu gehören vor allem die Regionalisierungsmittel der Länder wie auch Fördermittel nach dem Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetzt (GVFG). Eine Finanzierung über Fahrpreiserhöhungen findet nicht statt.

Wann kommt die S21?

Die Planfeststellungsverfahren haben im Frühjahr 2016 begonnen. Für den Planfeststellungsabschnitt in Schleswig-Holstein dauert es länger als erwartet. Dies hat mehrere Gründe: Es gab mehr Einwendungen als erwartet. Im Januar/Februar 2018 fand ein Erörterungstermin statt, nach dem zusätzliche Gutachten angefertigt werden mussten; diese Gutachten müssen nun erneut ausgelegt und erörtert werden. Parallel dazu hat sich ergeben, dass auf den zweigleisigen Ausbau des Abschnitts Ellerau – Tanneneck verzichtet wird (siehe entsprechende FAQ), sodass die neue Auslegung erst nach der entsprechenden Änderung der Pläne erfolgt. Der Planfeststellungsbeschluss wird dann für 2020 und die Inbetriebnahme 2025 erwartet.

Wann wird entschieden, ob gebaut wird oder nicht?

Eine große Infrastrukturmaßnahme wie die S21 erfordert im Vorfeld eine Reihe komplexer Entscheidungen. Die endgültige Entscheidung der Länder Schleswig-Holstein und Hamburg zur Realisierung ist abhängig vom Planfeststellungsverfahren und den daran geknüpften (noch offenen) Finanzierungszusagen des Bundes. Nach Abschluss des Planfeststellungsverfahrens – mit dem Planfeststellungsbeschluss vorrausichtlich 2020 – können Schleswig-Holstein und Hamburg beim Bund Fördergelder aus dem sogenannten „GVFG-Bundesprogramm“ (siehe oben) beantragen. Durch dieses Programm kofinanziert der Bund u. a. neue Bahnprojekte. Also wird voraussichtlich 2020 die endgültige Entscheidung fallen.

Stand: März 2019

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