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Bau

Wann würden die Bauarbeiten beginnen?

Die Bauausführung (Ausführungsplanung) könnte nach dem rechtskräftigen Vorliegen der Planfeststellungsbeschlüsse beginnen. Weiterhin muss die Finanzierung der Bauausführung sichergestellt sein. Das wäre voraussichtlich im Jahr 2021 der Fall.

Wo würde zuerst gebaut?

Die Vorentwurfsplanung (VEP) beschreibt in erster Linie den Endzustand der Strecke. Begleitend zur Entwurfsplanung wird unter Berücksichtigung aller relevanten Randbedingungen (U.a. Eisenbahnbeitrieb, Baulogistik, und Verkehrskonzept Straße) die Bauablaufplanung erstellt. Aus diesem Grund kann der genaue Ablauf der Bauarbeiten noch nicht beschrieben werden.

Mit welchen Beeinträchtigungen müssen Anwohner während der Bauzeit rechnen?

Grundsätzlich wird angestrebt, die Auswirkungen aus den Bauarbeiten auf die Anwohner so gering wie möglich zu halten. Die Begrenzung möglicher Beeinträchtigungen ist ein Kernaspekt im Rahmen der Erstellung der Bauablaufplanung (Eisenbahnbetrieb). Die unter anderem möglichen Beeinträchtigungen aus Baulärm werden im Rahmen der Planfeststellungsverfahren dezidiert betrachtet und soweit möglich Vorsorgemaßnahmen definiert.  Konkretere Aussagen können zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht getroffen werden.

Mit welchen Beeinträchtigungen müssen die Pendler während der Bauzeit rechnen?

Das Baubetriebskonzept ist Bestandteil der derzeit laufenden Planungen. Sein Ziel ist u.a. die Beeinträchtigungen für die Fahrgäste zu minimieren. Es wird jedoch zu vorübergehenden Teilstreckensperrungen und eingleisigem Betrieb kommen müssen, so dass Zugausfälle und Fahrplanänderungen nicht zu vermeiden sein werden. Ggf. sind auch temporäre Anpassungen des Busnetzes im Streckeneinzugsbereich denkbar, um alternative Verbindungen, z.B. mit Einbeziehung der U 1, anbieten zu können.

Welche Auswirkungen wird die neue Trasse auf die Umwelt haben? Z.B. seltene Tiere und Pflanzen?

Ein erstes Umweltgutachten war bereits Bestandteil der Vorentwurfsplanung, die Ergebnisse fließen in die weiteren Planungen ein. Im Zuge der Genehmigungsplanung wird eine Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) erfolgen. Die UVP untersucht die umweltrelevanten Auswirkungen eines Vorhabens. Sie beruht auf dem Gesetz über die Umweltverträglichkeitsprüfung (UVPG).
Ein wesentlicher Verfahrensschritt im Rahmen der UVP ist das so genannte Scoping. Im Scoping-Termin, der bereits am 12. September 2014 stattfand, wurden den Behörden und Naturschutzverbänden, die am Verfahren beteiligt werden müssen, die geplanten Maßnahmen vorgestellt und erörtert. Sie hatten dann die Möglichkeit, sich mittels Hinweisen und Forderungen einzubringen. Der Termin diente somit der gegenseitigen Information.
Der endgültige Untersuchungsrahmen und der Umfang der beizubringenden Unterlagen wurden im Scopingverfahren vereinbart und nach diesen Vorgaben wird die UVS (Umweltverträglichkeitsstudie durch den Vorhabenträger (DB Netz AG) erstellt und mit den Planfeststellungsunterlagen der Planfeststellungsbehörde (EBA) vorgelegt.
Grundsätzlich wurde für das Gesamtprojekt angestrebt, die Eingriffe in die Schutzgüter Flora/Fauna, Boden, Wasser/Gewässer, Klima/Luft und Stadtbild und Mensch sowohl beim Bau als auch beim Betrieb so gering wie möglich zu halten.

Stand: 10. März 2016

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