Förderbescheid für Henstedt-Ulzburg West
Neue Bahnstation für Henstedt-Ulzburg mit InfraSpot.SH: Planungen für Henstedt-Ulzburg West können jetzt starten. Die Mittel aus Sondervermögen des Bundes ermöglichen einen schnellen Projektstart. AKN plant und baut die neue Station
Die Gemeinde Henstedt-Ulzburg soll eine dritte Bahnstation bekommen. Heute (9. April) übergab Verkehrsstaatssekretärin Susanne Henckel im Beisein der 1. stellvertretenden Bürgermeisterin der Gemeinde Henstedt-Ulzburg, Claudia Meyer, und NAH.SH-Geschäftsführerin Birgit Austen den Zuwendungsbescheid dafür an AKN-Geschäftsführer Matthias Meyer.
Der Zuwendungsbescheid in Höhe von 213.965 Euro sichert zunächst die Finanzierung der Planung von Henstedt-Ulzburg West. Die AKN Eisenbahn führt die Planung und den späteren Bau der Station durch, die voraussichtlich 2028 in Betrieb gehen wird. Die Gesamtkosten des Vorhabens belaufen sich auf rund 1,2 Millionen Euro, die in diesem Zeitraum vollständig aus dem Sondervermögen des Bundes finanziert werden sollen. Alle Beteiligten wollen die Grundlagen für einen schnellen Baustart schaffen.
Entstehen soll die neue Station westlich der Lindenstraße am Bahnübergang an der Strecke Henstedt-Ulzburg – Elmshorn. Mit dem Bau der neuen Station wird die Anbindung der Gemeinde an den öffentlichen Nahverkehr noch einmal deutlich verbessert. Vor allem Pendlerinnen und Pendler profitieren künftig von kürzeren Wegen und einer besseren Erreichbarkeit. Die Station Henstedt-Ulzburg West soll mit einer stündlichen Verbindung je Richtung an die Linie A3 nach Ulzburg Süd und Elmshorn angebunden werden. 180 tägliche Ein- und Aussteiger werden an Werktagen prognostiziert.
Es sind unter anderem ein Außenbahnsteig mit barrierefreiem Zugang zur Station, ein Wetterschutzhäuschen und digitale Fahrgastinformationsmedien geplant.
Im Anschluss an die Planungen wird die AKN die Bauleistung für die neue Station vergeben. Die Bauarbeiten sollen voraussichtlich im Jahr 2027 erfolgen.
Hintergrund zu InfraSpot.SH
Das 1.350 Kilometer lange Schienennetz in Schleswig-Holstein soll stabiler und attraktiver werden. Dafür hat das Land Schleswig-Holstein in Abstimmung mit der Deutschen Bahn und der AKN ein Arbeitspaket mit 13 zusätzlichen Schienenprojekten und einem Gesamt-Investitionsvolumen von 900 Millionen Euro geschnürt. Allein aus dem vom Bund bereitgestellten Sondervermögen für die Länder wird das Land – neben laufenden Projekten – in den nächsten Jahren 200 Millionen Euro zusätzlich ins Netz stecken. Das Sanierungs-Programm, mit dem die Mittel des Sondervermögens in Schienen, Straßen, Brücken und Radwege sowie Häfen in Schleswig-Holstein investiert werden, heißt InfraSpot.SH. Die extra für die schnelle Umsetzung eingerichtete Stabsstelle im Verkehrsministerium des Landes setzt sich dafür ein, dass viele Infrastruktur-Projekte früher realisiert werden können als ursprünglich geplant.
Mitglied des Landtags Ole-Christopher Plambeck, die 1. Stellvertretende Bürgermeisterin Henstedt-Ulzburgs Claudia Meyer, NAH.SH-Geschäftsführerin Birgit Austen, AKN-Geschäftsführer Matthias Meyer und Staatssekretärin Susanne Henckel bei der Bescheidübergabe am Bahnübergang westlich der Lindenstraße, wo die neue Station Henstedt-Ulzburg West entstehen soll.
Copyright: NAH.SH GmbH