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Maskenpflicht

Aufgrund der Corona-Pandemie besteht im Nahverkehr in Schleswig-Holstein während der Fahrt sowie an Bahnhöfen, Haltestellen und in Verkaufsstellen die Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung (Maskenpflicht). Dies ergibt sich aus dem Gesetz zur Verhütung und Bekämpfung von Infektionskrankheiten beim Menschen (Infektionsschutzgesetz) sowie der Landesverordnung des Landes Schleswig-Holstein zur Bekämpfung des Coronavirus SARS-CoV-2.

  • Die Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung gilt in allen Bahnen und Bussen sowie für die Innenbereiche der Fähren der Kieler Fördeschifffahrt (Schlepp- und Fährgesellschaft Kiel). Tragen Sie die Maske während der gesamten Fahrt und achten Sie darauf, dass Mund und Nase vollständig bedeckt sein müssen. 

    Auch an den Bahnhöfen, Bushaltestellen und auf Bahnhofsvorplätzen ist das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung vorgeschrieben, weil sich dort der Mindestabstand von 1,5 Metern häufig nicht einhalten lässt. Denken Sie auch in den Verkaufsstellen immer daran, eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen.

    Übrigens: Die Maskenpflicht gilt auch

    • in Kleinbussen/ Taxen, wenn diese im Linien- oder Ersatzverkehr eingesetzt sind,
    • in den Zügen des Fernverkehrs.
  • Im Nahverkehr in Schleswig-Holstein ist mindestens eine medizinische OP-Maske zu tragen, um den Vorgaben der Landesverordnung zu genügen. Auch Atemschutzmasken der folgenden Standards sind zulässig: FFP2, FFP3, N95 (US-amerikanischer Standard), KN95 (chinesischer Standard), P2, DS2, und KF94.

    Gut zu wissen:

    • Atemschutzmasken mit Ausatemventil sind nicht gestattet.
    • Ebenfalls nicht ausreichend ist das Tragen von Alltagsmasken, Tüchern, Schals und Kunststoffvisieren (Gesichtsvisiere, Faceshields).
    • Sofern Sie eine medizinische OP-Maske nutzen, die aufgrund ihres besonderen Erscheinungsbildes nicht unmittelbar als solche zu erkennen ist, führen Sie bitte einen geeigneten Beleg mit, der bei einer Kontrolle die Klassifizierung als medizinische Maske im Sinne der Landesverordnung nachweist, indem er ausgedruckt oder digital vorgezeigt wird. Der Beleg kann beispielsweise ein Zertifikat des Herstellers über die Klassifizierung sein. Dies hilft Ihnen und dem Kontrollpersonal, den behördlichen Vorgaben nachzukommen.
  • Von der Maskenpflicht befreit sind:

    • Kinder bis einschließlich 5 Jahre,
    • Personen, die aufgrund einer körperlichen, geistigen oder psychischen Beeinträchtigung oder einer Behinderung keine Mund-Nasen-Bedeckung tragen können und dies durch einen Nachweis glaubhaft machen können.
  • Personen, die von der Maskenpflicht ausgenommen sind, sind verpflichtet, dies durch Vorlage eines ärztlichen oder psychotherapeutischen Attestes glaubhaft zu machen. Bitte zeigen Sie Ihr Attest beim Einstieg bzw. bei der Fahrkartenkontrolle unaufgefordert vor. Bitte haben Sie Verständnis, dass eine nachträgliche Vorlage nicht akzeptiert wird.

    Gut zu wissen:

    • Ist auf der ärztlichen Bescheinigung nur eine Befreiung von der Tragepflicht einer Atemschutzmaske attestiert, sind Sie verpflichtet, eine medizinische OP-Maske zu tragen.
    • Ist auf der ärztlichen Bescheinigung eine Befreiung von der Tragepflicht einer Atemschutzmaske und einer medizinischen OP-Maske attestiert, können Sie ohne Mund-Nasen-Bedeckung mitfahren.

    Bei Kindern bis einschließlich 5 Jahren ist selbstverständlich kein Attest notwendig.

  • Wird gegen die Maskenpflicht nach Maßgabe der Corona-Landesverordnung und/oder anderer öffentlich-rechtlicher Bestimmungen hierzu verstoßen, wird seit 01.01.2021 eine Vertragsstrafe von 40,00 Euro erhoben. Grundlage hierfür sind die Tarifbestimmungen und Beförderungsbedingungen Schleswig-Holstein-Tarif (Teil I, Abschnitt 3.5). Zudem können behördliche Ordnungskräfte nach § 73 Abs. 2 Infektionsschutzgesetz ein Bußgeld von bis zu 25.000,00 Euro verhängen.

    Dies gilt auch bei unsachgemäßer Anwendung der Mund-Nasen-Bedeckung, zum Beispiel, wenn die Nase nicht bedeckt ist oder wenn eine Mund-Nasen-Bedeckung erst bei Sichtung des Prüfdienstes aufgesetzt wird.

  • Ja. Mit dem Kauf einer Fahrkarte werden die Tarifbestimmungen und Beförderungsbedingungen Schleswig-Holstein-Tarif akzeptiert.

  • Ja, wer den Vorgaben der Corona-Landesverordnung nicht nachkommt, kann von der Fahrt ausgeschlossen werden.

  • Nein.

  • Grundsätzlich gilt: Die Mund-Nasen-Bedeckung darf nicht abgesetzt werden. Ausnahmen sind nur möglich, soweit die Corona-Landesverordnung diese zulässt. Zur Nahrungsaufnahme darf die Maske ausnahmsweise kurz abgesetzt werden. Jedoch wird aus Gründen des Infektionsschutzes darum gebeten, in den Verkehrsmitteln darauf zu verzichten, Speisen zu sich zu nehmen.

  • Sind Sie aus Schleswig-Holstein nach Hamburg unterwegs, gelten ab Überschreiten der Landesgrenze die Regelungen der Verordnung zur Eindämmung der Ausbreitung des Coronavirus SARS-CoV-2 in der Freien und Hansestadt Hamburg. Die Regelungen sind größtenteils ähnlich. Weitere Informationen erhalten Sie z.B. auf den Seiten des Hamburger Verkehrsverbundes.

  • Ja, die Maskenpflicht gilt grundsätzlich für alle Personen. Daher tragen alle Mitarbeiter*innen im Kundenkontakt eine Mund-Nasen-Bedeckung.

    Eine Ausnahme gilt für das Fahrpersonal: Weil es beim Tragen einer Maske zu Seh- und Sichtbeeinträchtigungen kommen kann, z.B. durch Verrutschen der Maske oder Beschlagen von Brillengläsern, sind Triebfahrzeugführer*innen und Busfahrer*innen von der Maskenpflicht befreit. Zum Schutz sind die Fahrer*innen in den Zügen durch einen separaten Bereich abgeschirmt, in den Bussen durch eine Hygieneschutzwand.

  • Menschen, die schwerhörig oder gehörlos sind, Menschen mit Sprachbehinderungen und Personen, die mit diesen kommunizieren, sowie ihre Begleitpersonen sind zwar nicht von der Maskenpflicht befreit, aber sie dürfen die Mund-Nasen-Bedeckung abnehmen, wenn das Gegenüber signalisiert, dass wegen Gehörlosigkeit oder Schwerhörigkeit von den Lippen abgelesen werden muss.

    Um das Lippenlesen zu ermöglichen, dürfen Personen, die als Gebärdendolmetscher*innen oder Kommunikationshelfer*innen für Personen mit Hörbehinderung tätig sind, während dieser Tätigkeit anstelle einer Mund-Nasen-Bedeckung ein Kunststoffvisier (Gesichtsvisier, Faceshield) verwenden. Das Visier muss das gesamte Gesicht abdecken.