65. Bike+Ride-Anlage von NAH.SH in Quickborn eröffnet
Es gibt nun über 3700 wettergeschützte Fahrradstellplätze im echten Norden durch das Bike+Ride-Förderprogramm des Landes, das seit 2015 läuft. Bike+Ride-Anlagen von NAH.SH stehen an 43 Orten in Schleswig-Holstein.
Die neue Bike+Ride-Anlage am Bahnhaltepunkt Quickborn Süd bietet Platz für 142 Fahrräder. Heute eröffnete Verkehrsstaatssekretärin Susanne Henckel die neue wettergeschützte Anlage gemeinsam mit Quickborns Bürgermeister Thomas Beckmann und Petra Coordes, Prokuristin des Nahverkehrsverbundes Schleswig-Holstein (NAH.SH). Ein weiterer Grund zur Freude: In Schleswig-Holstein gibt es nun 65 Bike+Ride-Anlagen im NAH.SH-Design, die durch das Landesförderprogramm realisiert wurden. Die erste Anlage entstand im Frühjahr 2018 in Jübek. Die kleinste Bike+Ride-Anlage mit 12 Stellplätzen steht in Kiel-Russee. In Tornesch sorgen gleich vier Anlagen für mehr als 560 wettergeschützte Fahrradstellplätze im Verbunddesign.
Verkehrsstaatssekretärin Susanne Henckel lobt das Engagement der Kommunen: „Ich freue mich sehr, dass die Landesförderung im Rahmen des Bike+Ride-Programms so vielen Kommunen in Schleswig-Holstein ermöglicht hat, den eigenen Bahnhaltepunkt erheblich aufzuwerten. Das Fahrrad ist ein wichtiges Alltagsverkehrsmittel und bedarf hochwertiger und sicherer Abstellplätze. Nur so wird es ein noch attraktiverer Zubringer zum Nahverkehr. Ich lade alle Kommunen ein, die eigenen Fahrradabstellmöglichkeiten zu überprüfen und sich bei Bedarf auf eine Förderung zu bewerben.“
Zur Bike+Ride-Anlage in Quickborn Süd gehören ein offener Bereich sowie eine abschließbare Sammelschließanlage mit 66 gesicherten Stellplätzen, ausgestattet mit einem elektronischen Zugangssystem. Nutzer*innen können die kostenpflichtigen Stellplätze ab sofort online buchen und erhalten nach Registrierung einen persönlichen PIN- sowie QR-Code, der ihnen rund um die Uhr Zugang bietet. Stellplätze für Sonderräder wie Lastenräder oder Erwachsenendreiräder ergänzen die Anlage. Sie ersetzt die bisher vorhandenen, nicht überdachten Fahrradständer vollständig.
Quickborns Bürgermeister Thomas Beckmann ergänzt: „Für die wachsenden Pendlerzahlen in der Metropolregion zwischen Quickborn und Hamburg hat der Bahnhof Quickborn-Süd eine hohe Bedeutung. Mit dem Bau der neuen B+R-Anlage setzt die Stadt Quickborn erneut Impulse für nachhaltige Mobilität und unterstützt den Wechsel vom Auto auf das Fahrrad und den öffentlichen Nahverkehr. So machen wir Quickborn gemeinsam mit unseren Fördermittelgebern fit für die Zukunft.“
Die Baukosten für die neue B+R-Anlage der Kommune Quickborn betragen rund 550.000 Euro, die mit Fördermitteln des Landes Schleswig-Holstein (rund 300.000 Euro), des Bundes aus dem Sonderprogramm „Stadt und Land“ (rund 100.000 Euro), sowie der Metropolregion Hamburg (rund 70.000 Euro) gefördert sind.
Petra Coordes, Prokuristin der NAH.SH: „Kommunen sparen nicht nur Geld, sondern auch Zeit und Ressourcen, weil sie bei der Planung und im Bau auf Rahmenverträge der NAH.SH und auf das Baukastenprinzip der Anlagen zurückgreifen können. Die vielen B+R-Anlagen überall im Land zeigen, dass wir damit auf dem richtigen Weg sind. Wir bekommen positives Feedback zu den robusten, hochwertigen und sehr modernen Fahrradunterständen. Sie werten Standorte auf, ohne aufdringlich zu erscheinen. Außerdem ist es toll, dass der öffentliche Nahverkehr zunehmend auch außerhalb von Zügen und Bussen im einheitlichen Verbund-Design sichtbar wird. Das sorgt für Widererkennung und gibt den Menschen Orientierung.“
Das Bike+Ride-Förderprogramm:
Das Land Schleswig-Holstein startete 2015 das Bike+Ride-Programm mit dem Ziel den Radverkehr zu stärken und Bahn und Rad besser zu verknüpfen. Dafür stellte das Land Fördermittel zur Verfügung und erhöhte außerdem die Förderquote für die Kommunen. Bis zu 75 Prozent der förderfähigen Kosten einer Bike+Ride-Anlage übernimmt das Land. NAH.SH entwickelte eine modulare B+R-Anlage nach einem Baukastenprinzip im NAH.SH-Design. Je nach Bedarf können Elemente verschiedener Größe und Funktion kombiniert werden. Durch einen Rahmenvertrag können alle Kommunen in Schleswig-Holstein die für ihren Standort passende Anlage bestellen. Die NAH.SH GmbH berät die Städte und Gemeinden dabei, unterstützt sie bei den Förderanträgen und der Planung der Anlagen. Seit dem Start des Programms hat das Land ca. 8 Millionen Euro an Fördergeldern an die Kommunen ausgeschüttet.
Mehr zum B+R-Programm des Landes gibt’s unter diesem Link.