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Neuer LNVP: Beteiligungsverfahren startet

Land legt Entwurf des neuen landesweiten Nahverkehrsplans vor

Das Land hat jetzt das Beteiligungsverfahren zum neuen landesweiten Nahverkehrsplan (LNVP) gestartet. In den kommenden sechs Wochen haben die zu beteiligenden Verbände und Organisationen nun Gelegenheit, zum Entwurf des LNVP Stellung zu nehmen und Anregungen einzubringen.

Staatssekretär Ralph Müller-Beck: „Wir legen heute einen ehrgeizigen Plan vor, mit dem wir den Nahverkehr im echten Norden weiter verbessern wollen. Ich danke der LVS für den sehr guten Entwurf und bin gespannt, welche Ideen von Fahrgastverbänden, Wirtschaft, Verkehrsunternehmen, Kreisen und Städten bis zum 17. November bei uns eingehen werden.“

Kern des neuen LNVP ist die „Offensive Nahverkehr“ des Landes, mit der während der Laufzeit des Plans bis 2017 wichtige Projekte umgesetzt oder auf den Weg gebracht werden sollen. Zu den herausragenden Projekten gehören der Start des Bahnnetzes Mitte und die großen Infrastrukturprojekte S 4, S 21 und SRB Kiel, aber auch zahlreiche kleinere Infrastrukturprojekte. Hinzu kommen Vorschläge unter anderem für die Themenfelder Qualität, Tarif und Kommunikation. Wichtig ist dabei immer auch die Verknüpfung mit anderen Verkehrsmitteln.

Müller-Beck: „Guter Nahverkehr bedeutet für uns auch, dass Anschlüsse zwischen Bahnen und Bussen passen, dass es ausreichende Abstellplätze für Autos und Fahrräder an den Stationen gibt und dass auch die Zusammenarbeit mit anderen Verkehrsanbietern intensiver wird. Nahverkehr hört für uns nicht am Bahnsteig auf! Ein wichtiges Thema ist dabei sicher die Echtzeitinformation, die wir hier im Land aufbauen wollen. Fahrgäste sollen sich immer aktuell informieren können, ob ihr Zug oder ihr Bus pünktlich ist.“

Neu im LNVP ist ein zweiter Abschnitt mit „Ideen für mehr Nahverkehr“. Hier finden sich erste Antworten auf die Frage „Was müssten wir tun, wenn wir den Marktanteil des Nahverkehrs um 50 Prozent erhöhen wollen?“ Das Land möchte mit diesem Abschnitt die Diskussion starten, wie viel Nahverkehr künftig nötig ist, um die verkehrspolitischen Ziele des Landes zu erreichen und wie viel Nahverkehr sich das Land leisten kann und will. Müller-Beck: „Die Ideen aus dem zweiten Abschnitt des LNVP sind keine Spinnerei, sondern konkrete Denkanstöße. Natürlich sind die Ideen heute zunächst einmal nicht finanziert, aber wenn wir wirklich vorankommen wollen, darf es keine Denkverbote geben. Der Nahverkehr ist für uns auch künftig das Rückgrat einer nachhaltigen und gerechten Verkehrspolitik.“

Nach dem schleswig-holsteinischen ÖPNV-Gesetz sind bei der Aufstellung des LNVP die kommunalen Landesverbände, die Verkehrsträger des SPNV, die Fachverbände der Verkehrsunternehmen, die betroffenen Fachgewerkschaften, die Industrie- und Handelskammern, Fahrgastverbände und Umweltverbände, der Fremdenverkehrsverband sowie Interessenvertretungen von Schülerinnen und Schülern, Auszubildenden, Berufstätigen, Frauen, alten Menschen und behinderte Menschen zu beteiligen. Diese Gruppen haben in den kommenden sechs Wochen nun Zeit, ihre Wünsche an das Land zu formulieren.

 

Die zu beteiligenden Institutionen sind über den Start und Ablauf des formalen Beteiligungsverfahrens direkt informiert worden. Wer Interesse hat, den Entwurf des LNVP anzuschauen, findet unter www.nah.sh/lvs/downloads ein Leseexemplar.