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Marktforschung: mehr Marktanteil durch 9-Euro-Ticket

Die im Rahmen der landesweiten Marktforschung von NAH.SH beauftragte Marktforschung zum 9-Euro-Ticket besagt: In den drei Monaten fuhren nicht nur mehr Fahrgäste mit dem Nahverkehr - zeitweilig war sogar der Marktanteil doppelt so hoch. Fahrgastzählungen ergaben auf den Strecken in Schleswig-Holstein mehr als das 1,5-Fache der Nachfrage von 2019.

Die Ergebnisse der landesweiten Marktforschung zum 9-Euro-Ticket und die Ergebnisse der Fahrgastzählungen auf den Linien von DB Regio im Sommer 2022 liegen jetzt vor. Danach hatte sich der Marktanteil des Nahverkehrs im Juli 2022 landesweit gegenüber 2019 mehr als verdoppelt, die Nachfrage auf den Linien von DB Regio war mehr als eineinhalbmal so groß wie 2019. Fahrgastzahlen der Linien der anderen Bahnunternehmen liegen noch nicht vollständig vor, auch hier ist aber von einer deutlichen Nachfragesteigerung auszugehen.

Im Juni 2022 betrug der Marktanteil der öffentlichen Verkehrsmittel in Schleswig-Holstein 8,7 Prozent, im Juli stieg er auf 14,7 Prozent, im August betrug er 9,5 Prozent. Im Mai 2022 hatte er noch 5 Prozent betragen und lag damit deutlich unter dem letzten Jahresdurchschnittswert aus dem Jahr 2019 in Höhe von 7,6 Prozent.

Die Nachfrage lag auf den DB Linien landesweit im Juni 57 Prozent über der Nachfrage von 2019, im Juli 55 Prozent und im August 56 Prozent. Dabei fiel die Zunahme in den Bahnnetzen unterschiedlich aus. Die Werte im Einzelnen für die Netze und die drei Monate im Vergleich zu 2019:

  • DB Regio Netz West (Hamburg – Westerland, Itzehoe – Heide): +25 % / +21% / +42 %
  • DB Regio Netz Mitte (Kiel/Flensburg – Hamburg): +72% / +65% / +62%
  • DB Regio Netz Ost (Lübeck – Hamburg, Kiel – Lübeck – Lüneburg, Lübeck – Puttgarden): +58% / +56% / +47 %
  • DB Regio Netz Nord (Kiel – Flensburg, Kiel – Husum, Husum – Bad St. Peter Ording): +99% / + 175% / + 144%

Die landesweiten Werte sind gewichtet nach der Verkehrsleistung.

Insgesamt wurden von Mai bis August rund 700.000 NAH.SH-9-Euro-Tickets verkauft. Dazu kamen rund 100.000 Abonnent*innen, Jobticket-Kund*innen und die Studierenden mit Semesterticket, deren Tickets automatisch zu 9-Euro-Tickets wurden.

13 Prozent der in der Stichtagsbefragung Befragten gaben an, dass sie ohne das 9-Euro-Ticket die Fahrt nicht unternommen hätten.

Hier finden Sie die Pressemitteilung.