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Marschbahn: DB und NAH.SH ziehen Sommer-Fazit

8.500 Sitzplätze mehr zwischen Niebüll und Westerland pro Tag – dazu täglich 4.000 zusätzliche Plätze auf der touristischen Route Hamburg und Westerland. Die gemeinsame Sommer-Offensive vom Land Schleswig-Holstein und DB Regio hat eine deutliche Kapazitätsausweitung bewirkt und konnte damit den besonderen Anforderungen der Pandemie Rechnung tragen.

Dies ist das Fazit der Veranstaltung am 15. November 2021 in Husum, an der neben NAH.SH und DB auch Pendlervertreter Achim Bonnichsen teilnahmen.


DB Regio-Chef Torsten Reh: „Wir sind sehr glücklich, dass wir unseren Kund*innen erhebliche Zusatzkapazitäten anbieten konnten. Das hat uns zwar vor erhebliche betriebliche Herausforderungen gestellt, aber die Qualität insgesamt verbessert. Hier haben vor allem die zusätzlichen Bereitschaftszüge geholfen. Wir sind Land und NAH.SH sehr dankbar, dass sie uns bei der Finanzierung der Maßnahmen so stark unterstützt haben und wir den Reisenden so zusätzliche Sitzplätze anbieten konnten.“
Für die Gesamtmaßnahme haben das Land und die DB 8,7 Millionen Euro in die Hand genommen. Hiervon profitierten die Kund*innen spürbar.


NAH.SH-Geschäftsführer Dr. Arne Beck: „Die Nachfrageentwicklung zeigt, dass wir das Richtige getan haben. Auch im Sommer 2021 waren im Vergleich zu anderen Bahnstrecken in Schleswig-Holstein auf der Strecke nach Sylt wieder besonders viele Reisende unterwegs. Bahn und Land haben das Bestmögliche getan, damit sich die Fahrgäste besser in den Zügen verteilen konnten.“ Land und NAH.SH hatten zuletzt mehrfach die Akteure in der Region aufgefordert, ihrerseits mehr für die Entzerrung der Reisezeiten zu tun.
Denn trotz der insgesamt deutlich erweiterten Sitzplatzzahlen gab es vereinzelt weiterhin volle Züge, insbesondere in der für Pendler wichtigen Hauptverkehrszeit.


Pendler-Sprecher Achim Bonnichsen: „Wir erkennen natürlich an, was Land und DB Regio hier auf die Beine gestellt haben. Gleichzeitig müssen wir aber leider weiterhin feststellen, dass die Qualität und die Verlässlichkeit oft nicht stimmen. Wir wissen, dass das eine schwierige Strecke ist. Aber wir Pendler*innen sind auf diese Verbindung angewiesen und fordern weiterhin von allen Beteiligten für verlässliche Verbindungen zu sorgen.“
Landrat Lorenzen: "Für den touristischen Verkehr und auch für die Menschen in der Region war es wichtig, dass die Deutsche Bahn mit Unterstützung des Landes hier ein Zeichen gesetzt hat. Ausruhen kann sich darauf aber niemand. Diese wichtige Lebensader der Westküste muss weiterhin im Blick bleiben. Um verlässliche Verbindungen künftig besser gewährleisten zu können, sehe ich vor allem auch den Erhalt des lange geforderten und nun vielfach eingesetzten Bereitschaftszuges in Niebüll als erforderlich an. So kann bei Störungen auf diesem besonders herausfordernden Streckenabschnitt kurzfristig reagiert werden."


Daher setzt die DB ihre Investitionsoffensive mit Hochdruck fort. 140 Millionen Euro fließen in die Grundsanierung der Strecke. Sie soll im kommenden Jahr abgeschlossen sein. Die DB erneuert die Gleisanlagen – 200 Kilometer Gleise und 30 Weichen –, Bahnübergänge und die Signaltechnik. Zusätzlich investiert die DB 20 Millionen Euro in die Modernisierung von Brücken.


NAH.SH-Geschäftsführer Dr. Arne Beck stimmt dem zu: „Qualitätssicherung bleibt eine Daueraufgabe für die Marschbahn. Wir werden DB Regio und vor allem auch DB Netz hier nicht aus der Verantwortung entlassen. Klar ist aber auch, dass echte Verbesserungen erst nach dem Ausbau zu erwarten sind.“ 

Beruhend auf Erfahrungswerten hat die NAH.SH eine Reisezeitempfehlung erstellt. Die tatsächliche Auslastung kann je nach Wetter erheblich abweichen. Bitte informieren Sie sich vor Reiseantritt auch unter den angegebenen weiterführenden Links.

Downloads: 

Detaillierte Informationen zur Auslastung auf den weiteren Streckenabschnitten zwischen Hamburg-Altona und Westerland (Sylt) finden Sie unter www.bahn.de/netz-west.